30. April 2019
Kollumne

Europawahl am 26. Mai 2019

74 Jahre Frieden, offene Grenzen, Wohlstand

Die Europäische Union ist so allgegenwärtig, dass wir ihre Vorteile oft für selbstverständlich halten. Doch wie sähe unser Leben aus, wenn es die EU nicht gäbe? Ein Beitrag von der VdK-Landesfrauenvertreterin Carin E. Hinsinger

Landesfrauenvertreterin Carin E. Hinsinger | © Klaus Markl

Wir müssten auf vieles verzichten, wie unbeschwerte Reisen ohne Pass und Visum, verzichten auf die Möglichkeit, überall in der EU zu leben und zu arbeiten oder auch einige Auslandssemester zu absolvieren und so sprachlich und kulturell über den Tellerrand zu schauen.

Die Sozialpolitik ist zwar prinzipiell Sache der Mitgliedstaaten, allerdings unterstützt und ergänzt durch die Europäische Union, die auf einigen Gebieten Mindeststandards festlegt: Zum Beispiel dürfen abhängig Beschäftigte nicht länger als 48 Stunden pro Woche arbeiten und Arbeitsschutzbestimmungen müssen eingehalten werden. Gleiches gilt für die geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung, für gleichberechtigten Zugang zu Bildung und für das Prinzip „Gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit“. Denn die Gleichstellung von Frauen und Männern gehört ebenfalls zu den Grundwerten der EU – nicht zu vergessen der Umweltschutz mit Gewässerschutzbestimmungen und Luftqualitätsrichtlinien sowie einer Plastikstrategie.

Und überall in Europa tragen Frauenbewegungen dazu bei, Solidarität, Gleichberechtigung und Menschenrechte für die Demokratie zu stärken.

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Denn nur gemeinsam können wir den Aufstieg nationalistischer, rechtspopulistischer und egoistischer Kräfte in Europa verhindern – damit ein Leben in Frieden, Sicherheit und gleichberechtigter Teilhabe in allen Lebensbereichen gelingt.

Carin E. Hinsinger
Frauenvertreterin im Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V.

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Britta Bühler
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