2. November 2020
Einfache Sprache

Was tun in Zeiten der Corona-Infektion?

Es ist nicht wichtig: Woher die Pandemie gekommen ist, oder was die einzelnen Regierungen gegen die Pandemie gemacht haben, oder was uns die unterschiedlichen Wissenschaftler und Politiker über die Pandemie erzählt haben.

Die erweiterte AHA-Regel: plus C und L | © iStock

Denn das gefährliche Coronavirus bedroht uns immer noch. In der ganzen Welt zerstört es die Gesundheit der Menschen, die Schulen und die Wirtschaft der einzelnen Staaten und den Zusammenhalt der Menschen insgesamt.
Wir können nur etwas gegen die Pandemie tun, wenn die Wissenschaftler etwas über das Virus wissen. Und wenn die Politiker einen Plan haben, wie wir das machen. Wir haben beides nicht. Wir wissen noch nicht einmal, warum in Deutschland durch das Virus weniger passiert ist als in anderen Ländern.

Pandemie: Wenn viele Menschen in einer Gegend sich an einer Krankheit anstecken, wie zum Beispiel dem Coronavirus, heißt das Epidemie. Wenn Menschen in vielen verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt sich an einer Krankheit anstecken, dann spricht man von einer Pandemie.

Aber welches ist der richtige Weg, um mit dem Thema umzugehen? Der Sozialverband VdK will sich in diesen Streit der Wissenschaftler der Politiker nicht einmischen. Bei ein paar Regeln wissen wir von den Wissenschaftlern: Das stimmt. Wenn wir es so machen, dann helfen wir mit, die Menschen gegen das Virus zu schützen. Gleichzeitig ist uns aber auch klar, wir können mit den Regeln das Virus nicht ganz verhindern. Trotzdem brauchen wir Regeln für die Hygiene, für das Lüften und das Impfen.

Die Regeln für die Hygiene

Hygiene: Um gesund zu bleiben, müssen die Menschen sich schützen. Dafür achten sie darauf, sich regelmäßig die Hände zu waschen, saubere Kleider anzuhaben und ihre Umgebung sauber zu halten. Das alles zusammen nennen wir Hygiene.

Zu den Regeln für die Hygiene gehören:

  • Abstand
  • Mund-Nasen-Schutz
  • Augenschutz
  • Händedesinfektion

Im Juni 2020 hat eine für Ärzte wichtige Zeitung über das Thema geschrieben. Sie hat sich dafür Untersuchungen angeschaut, die Wissenschaftler auf der ganzen Welt gemacht haben und von denen sie sagen, dass sie gut sind. Das Ergebnis der Untersuchungen ist: Das Virus wird meistens durch die Luft übertragen. Und zwar entweder über Tröpfchen oder über Aerosole. Aerosole sind sehr kleine Teile, die sich in der Luft verteilen. Das sieht aus wie ein Nebel. Zigarettenrauch ist ein Beispiel dafür.

Was bedeutet das jetzt für Sie? Was können Sie tun, damit sich durch das Virus weniger Menschen anstecken?

  • Halten Sie 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen.
  • Tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz.
  • Tragen Sie einen Schutz für die Augen.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände.

Alle diese Regeln helfen, sich weniger anzustecken. Aber: Trotzdem können Sie krank werden!

Die Regeln für das Lüften der Räume

Wenn Sie sich draußen aufhalten, können Sie sich weniger anstecken. Denn durch die Bewegung der Luft kommen Sie weniger mit Aerosolen in Kontakt. In einem geschlossenen Raum passiert das viel eher. Das ist so ähnlich wie mit dem Rauchen. Wenn jemand in ihrer Nähe im Biergarten raucht, stört Sie das wenig. Raucht dagegen jemand in einem Restaurant in Ihrer Nähe, stört Sie das wahrscheinlich viel mehr. Der Nachteil beim Coronavirus ist: Wir merken es nicht, weil es leider nicht stinkt!

Damit die Gefahr sich anzustecken in einem Raum kleiner wird, müssen wir uns Regeln überlegen, wie wir Räume lüften. Das ist besonders wichtig, wenn sich viele Leute in einem Raum befinden.

Regeln für das Impfen

Jedes Jahr im Herbst und Winter bekommen viele Menschen die Grippe. Im Winter 2017 und 2018 sind insgesamt 25.000 Menschen daran gestorben. Wenn ein älterer Patient das Coronavirus, eine Grippe, und vielleicht noch gleichzeitig eine Lungenentzündung bekommt, stirbt er sehr wahrscheinlich. Deshalb rät der Sozialverband VdK den Mitgliedern: Lassen Sie sich dringend im Oktober oder November 2020 gegen Grippe und Lungenentzündung (Pneumokokken) impfen. Die Impfstoffe, die die Ärzte dafür haben, wurden schon oft benutzt. Manchmal merken Sie, es geht Ihnen nach der Impfung nicht so gut. Das ist zwar nicht schön, aber ungefährlich.

Wenn die Ärzte genug Impfstoff haben, können sie vermeiden, dass die Menschen im Winter das Coronavirus und zusätzlich auch noch Grippe bekommen. Aber es gibt wahrscheinlich nicht genug Impfstoff. Denn die Menschen, die dafür zuständig sind, Impfstoff zu bestellen, haben das nicht getan. Obwohl sie wussten, wie viele Menschen im Winter 2017/2018 an der Grippe gestorben sind. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich:

  • alte Menschen,
  • ganz junge Menschen
  • und Menschen, die häufig krank sind

impfen lassen.

Ergebnis:

Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg ist der Meinung, die Mitglieder sollen sich an die Regeln halten. Und sie sollen sich darum kümmern, dass es den Menschen möglich ist, sich an die Regeln zu halten. Auch sollen sich die Mitglieder dagegen wehren, wenn Menschen behaupten, dass

  • das Coronavirus nicht so schlimm ist
  • oder es das Coronavirus nicht gibt.

Denn alte Menschen und Menschen, die häufig krank sind, sterben eher am Coronavirus. Die jungen Menschen überleben es zwar, aber oft werden sie danach nie wieder richtig gesund.

Wenn die Zahl der infizierten Menschen weiter steigt, müssen wieder viele Menschen ins Krankenhaus oder zum Arzt. In dieser Zeit können Ärzte andere Menschen nicht behandeln, die zum Beispiel Krebs haben oder eine wichtige Operation brauchen.
Einige Menschen halten sich leider nicht an die Regeln. Das tun sie zum Beispiel indem sie:

  • zusammen mit vielen anderen Partys zu feiern, ohne eine Mund-Nasen-Maske zu tragen und den Abstand einzuhalten.
  • zusammen mit anderen zu Demonstrationen zu gehen, bei denen es darum geht, sich gegen die Corona-Regeln zu wehren.
  • in Ländern fahren, in denen viele Menschen am Coronavirus erkrankt sind.

Durch dieses Verhalten geraten viele Menschen und ganz besonders das medizinische Personal in Gefahr, das Coronavirus zu bekommen. Das müssen wir alle gemeinsam verhindern.

Der Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. med. Peter Schwoerer ist 1941 geboren. Er war viele Jahre Hausarzt im Schwarzwald. Außerdem hat er für die Kassenärztliche Vereinigung gearbeitet. Beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Baden-Württemberg war er leitender Arzt. Er ist VdK-Mitglied und er berät als Arzt den Sozialverband VdK.

Dr. med. Peter Schwoerer

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