4. Mai 2020
    Einfache Sprache

    „Privatversicherte an Mehrkosten beteiligen!“

    VdK-Landeschef Roland Sing appelliert an die Solidarität aller Bevölkerungsgruppen in Krisenzeit

    Die Corona-Pandemie hat Bund und Land fest im Griff. Auch die meisten Länder der Erde. Seit März ist in Deutschland nichts mehr so, wie es die Menschen nach dem Krieg gewohnt sind.

    Gefüllte VdK-Einkaufstasche - aktive Hilfe durch VdK-Mitglieder in Zeiten von Corona
    Gefüllte VdK-Einkaufstasche - im Zeichen der Solidarität | © P.D. Wagner / VdK

    Erklärung: eine Pandemie ist eine weltweite Seuche. Das Corona-Virus ist über die ganze Welt verbreitet und hat schon mehr als zwei Millionen Menschen angesteckt. Daher spricht man von der Corona-Pandemie.

    Um die Verbreitung des Virus in den Griff zu bekommen und um die hohen Zahlen der Erkrankung in den Griff zu bekommen, ist in den vergangenen Wochen vieles veranlasst worden. Auch um Menschenleben zu schützen und unser Gesundheits-System vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

    Noch nie wurde so stark in unser Leben eingegriffen. Es gibt Kontakt-Beschränkungen, Verhaltensregeln und Geschäftsschließungen. Das ist schmerzlich. Vor allem, wenn man an die vielen Älteren und chronisch Kranken denkt. Sie können auch zum eigenen Schutz das Haus nicht mehr verlassen. Denn sie sind besonders gefährdet an schweren Verläufen von Corona zu erkranken und zu sterben. Oder denken Sie an die pflegebedürftigen Menschen, die jetzt nicht mehr zur Tagespflege können. Oder die als Heimbewohner keinen Besuch mehr empfangen dürfen.

    Es freut mich, dass es in Deutschland mittlerweile viele ermutigende Ideen und ihre Umsetzung von Bürgern und VdK-Mitgliedern gibt, um zu helfen. Und das trotz der zuvor oft verspürten Kälte. Selbst Unternehmen im Land packen mit an. Sie stellen Gegenstände her, die Mangelware sind. Von Desinfektionsmitteln über Masken bis hin zu medizinischen Geräten.

    Wenn auch Sie helfen wollen, so können Sie beispielsweise dieses Formular hier ausfüllen. Damit können Sie leicht Ihre Unterstützung anbieten. Das ist ganz im Sinn der VdK-Leitlinie „im Mittelpunkt der Mensch!“
    Auch die Politik hat in nie gekannter Geschlossenheit und Eile Regelungen erlassen, um betroffenen Bürgern entgegen zu kommen. Man denke da an Mieterschutz, Kurzarbeitergeld und Krankenhäuser.

    Aber gerade beim letzten Punkt Krankenhäuser müssen wir unsere mahnende Stimme erheben. Die soziale Balance muss gewahrt werden. Und die fehlt bei den Plänen des Gesetzgebers. Die finanziellen Belastungen der Krankenhäuser wegen Corona werden den gesetzlich Versicherten aufgebürdet. Denn die notwendigen Intensivplätze müssen ausgebaut werden. Es ist völlig richtig, die Kliniken finanziell zu entlasten. Es kann aber nicht sein, dass die Privatversicherten wieder außen vor bleiben. Die vorgesehene Finanzierung der Intensivplätze allein über den Gesundheitsfonds ist falsch und unsolidarisch!

    Erklärung: unsolidarisch ist das Gegenteil von solidarisch. Solidarisch heißt, dass man auf Schwächere achtet und ihnen beisteht. Unsolidarisch heißt, dass man nicht auf Schwächere achtet und sie nicht unterstützt.

    Erklärung zu Gesundheitsfonds: Fonds, das ist ein sogenannter Topf in dem Geld für bestimmte Kosten bereitgehalten wird.

    Dieser Fonds würde beim Ausbau der Intensivplätze mit bis zu 1,5 Milliarden Euro belastet werden. Die gesetzlichen Krankenversicherten würden hier doppelt bezahlen. Denn sie sind beim Gesundheitsfonds und auch als Steuerzahler beteiligt.

    Daher rufen wir den Gesetzgeber eindringlich dazu auf: Einerseits sollen die Privatversicherten beteiligt werden. Und andererseits sollen sich auch die Beihilfeberechtigten beteiligen müssen.

    Für den Sozialverband VdK gibt es also auch weiterhin viel zu tun, damit die Sozialpolitik besser wird.

    Bleiben Sie gesund und verlieren Sie die Hoffnung nicht!

    Ihr Roland Sing,
    VdK-Landesvorsitzender

    bü, Übersetzung: Brigitte Seidel

    Einfache Sprache
    Spass am VdK-Glücksrad.
    Ende Februar gab es die Großveranstaltung „Für die Familie“ oder kurz „fdf“. Es war eine der letzten Großveranstaltungen vor den vielen Absagen und Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie.

    Einfache Sprache
    VdK-Nachbarschaftschallenge
    Jeder redet von Nachbarschaftshilfe. So auch im Kreisverband Tauberbischofsheim (TBB). Er arbeitet mit der „Nachbarschaftschallange“ von Lauda-Königshofen zusammen. Und er unterstützt sie bei der Hilfe für Menschen, die unter Quarantäne stehen oder zu den Covid-19-Risikogruppen zählen – beispielsweise Ältere und chronisch Kranke.

    Beratungsfall des Monats
    VdK-Patientenberaterin Greta Schuler
    Viele Zeitungen und Hörfunk und das Fernsehen berichten seit Wochen viel über die Corona-Pandemie. Und über das Corona-Virus. Auch über die Erkrankung, die durch das Virus entsteht. Frau T. will von der VdK-Patienten- und Wohnberatung Baden-Württemberg wissen, auf welchen Internetseiten sie zuverlässige Informationen dazu bekommt.

    VdK-Themen
    Rentnerin
    Der Sozialverband VdK ist für Ältere ein kompetenter Ratgeber im Rentenrecht. Hier finden Sie hilfreiche Tipps und Informationen rund um die Themen Rente und Leben im Alter.
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    Junger Mann im Rollstuhl
    Wir treten für das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ein. Hier finden Sie aktuelle Informationen und nützliche Tipps rund um die Themen Behinderung und Barrierefreiheit.
    VdK-Themen
    Der Sozialverband VdK setzt sich für eine menschenwürdige Pflege ein, die die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen und deren Angehörigen sichert.
    VdK-Themen
    Wir beraten unsere Mitglieder zum Thema gesetzliche Krankenversicherung. Hier finden Sie nützliche Informationen, unsere Forderungen sowie Positionen rund um das Thema Gesundheit.
    VdK-Themen
    Frau hält einen Notizblock mit der Aufschrift "Chancengleichheit für alle!"
    Von Armut und sozialer Ausgrenzung sind besonders Kinder, Senioren, Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose betroffen. Der VdK kämpft für soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft.

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