1. April 2020
Einfache Sprache

„Solidarität üben ist das Gebot der Stunde!“

VdK-Landesvorsitzender Roland Sing wendet sich an die Mitglieder in Zeiten der Corona-Krise: „Solidarität üben ist das Gebot der Stunde!“

© VdK

Erklärung: Solidarität ist, wenn eine Gesellschaft sich für Menschen einsetzt, die nicht so gute Möglichkeiten haben ein gutes Leben zu führen. Das sind meistens ärmere Menschen, kranke oder behinderte Menschen. Das heißt, man handelt solidarisch.

Die Corona-Krise war vor wenigen Wochen noch weit weg. Sie betraf zunächst Menschen viele tausende Kilometer entfernt, in einer chinesischen Stadt. Sorgenfalten hatten deswegen anfangs nur einige Virologen.

Erklärung: Virologen sind Wissenschaftler, die sich mit der Untersuchung von Viren befassen. Sie erforschen die Eigenarten der Viren und die Ausbreitung.

Auch die ersten Fallzahlen in Europa beunruhigten viele Bürgerinnen und Bürger noch nicht. Diese Fälle betrafen zumeist Menschen, die ihren Arbeitsplatz in China hatten. Die Sorgen waren auch deshalb nicht so groß, weil die Schweinegrippe und die Vogelgrippe vor einigen Jahren beherrschbar waren. Aber die steigenden Fallzahlen und auch Todeszahlen bei dem Corona-Ausbruch in Italien ließen nichts Gutes erwarten.

Anfangs wurden nur Sicherheitshinweise gegeben und Hygienemaßnahmen empfohlen. Dann kamen Reisewarnungen hinzu. Seit März überstürzen sich nun die Ereignisse. Mittlerweile gibt es tiefgreifende Verfügungen. Diese beeinflussen massiv unser Privatleben und Arbeitsleben. Aber auch Freizeit und Kultur, das Reisen und das Vereinsleben. Gerade unser VdK-Vereinsleben ist stark beeinträchtigt. Und von den großen Belastungen für Gesundheitsversorgung, Wirtschaft und Sozialversicherungssysteme ganz zu schweigen.

Erklärung: Sozialversicherungssysteme sind zum Beispiel Rentenversicherungen, Kranken- und Pflegeversicherungen.

Der VdK-Baden-Württemberg ruft die Mitglieder dazu auf:
nicht in Panik zu geraten und auch nicht in Nichtstun zu verfallen. Weder egoistisch Hamsterkäufe zu tätigen noch Menschen abschätzig zu behandeln, die vom Virus betroffen sind. Das Coronavirus führt zu einschneidenden Maßnahmen im Alltag und soziale Kontakte sind nur noch sehr eingeschränkt möglich. „Doch dies ist der richtige Augenblick, Solidarität zu zeigen und allen unter die Arme zu greifen, die auf Hilfe angewiesen sind. Machen Sie mit!“, richtet sich Landes-Verbandsvorsitzender Roland Sing an seine Mitglieder.

Nachbarschaftshilfe

Zum solidarischen Verhalten gehört, dass man jetzt am besten zuhause bleibt. Auch wenn man keiner Risikogruppe angehört. Zur Risikogruppe gehören ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen (zum Beispiel Krebs, Zuckerkrankheit, Herzkreislauf-Erkrankungen). Aber auch, wer keine Krankheitszeichen hat, kann das Virus in sich tragen und andere Personen anstecken. Und sie so vielleicht in große Gefahr bringen.

Landes-Geschäftsführer Hans-Josef Hotz betont: „Daher meine Bitte, verlassen Sie Ihr Zuhause nur, wenn Sie arbeiten, gehen müssen. Oder wenn Sie Besorgungen für den täglichen Grundbedarf erledigen müssen.“ Und er erinnert daran, den Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Mitmenschen einzuhalten.

Der VdK Baden-Württemberg ruft dazu auf, gerade jetzt in der weltweiten Krise, nicht Egoismus, sondern Solidarität zu zeigen. Beispielsweise unter Nachbarn und VdKlern: denn wer unter Isolation steht, kann nicht nach draußen. Und auch die älteren Menschen können die eigenen vier Wände kaum verlassen. Dies sind im Übrigen viele unserer Mitglieder. Zahlreiche Angebote können jedoch diesen Menschen helfen, sicher durch diese schwierige Zeit zu kommen. Man denke an Einkaufsservice, an praktische Hilfen, bei technischen Problemen oder bei der Benutzung des Internets. Aber auch an die Übernahme von Fahrten, an den Verleih von Gegenständen. An das Ausführen von Hunden. Und an Hilfe bei der Kinder-Betreuung- gerade jetzt wo Schulen und Kitas geschlossen sind.

© VdK

Damit ältere, behinderte oder dauerhaft kranke Menschen nicht in Gefahr geraten, sollen persönliche Besuche in den VdK-Sprechstunden möglichst unterbleiben. Das ist auch wichtig für die eigenen Mitarbeiter. Aber wir wollen weiterhin den bewährten VdK-Sozialrechtsschutz gewährleisten. Daher haben wir ein Formular (52,07 KB, PDF-Datei) entwickelt. Es sagt Ihnen, wie Sie am besten Ihr Anliegen an uns herantragen können, ohne sich und uns zu gefährden. „Und auch wir wollen für unsere Mitglieder handlungsfähig bleiben. Denn trotz Coronavirus wollen wir den VdK-Sozialrechtsschutz so lange wie möglich aufrechterhalten. Deshalb stellen wir unsere Beratungen auf Telefonkontakte um, garantieren jedoch weiterhin die bestmögliche Unterstützung“, teilt Landes-Geschäftsführer Hans-Josef Hotz mit.

© VdK

Presse
Die aktuell zugespitzte Lage hinsichtlich des Coronavirus führt auch beim Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. zu Einschränkungen. Hierfür bitten wir Sie um Verständnis. Wir beobachten die Lage weiter und halten Sie auf dieser Seite auf dem Laufenden (aktualisiert am 4. Juni).
Auch Solidarität ist ansteckend: Das Coronavirus führt zu einschneidenden Maßnahmen im täglichen Leben, soziale Kontakte sind nur noch eingeschränkt möglich. Dies ist der richtige Augenblick, Solidarität zu zeigen und jenen unter die Arme zu greifen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind. Machen Sie mit!
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