7. Februar 2020
Einfache Sprache

Die Pflegeversicherung erreicht bisher ihr Ziel nicht

Wie feiert man Weihnachten in England, Russland, Frankreich, in Spanien, Italien, den USA oder in Skandinavien?
Wo heißt es an Weihnachten „Merry christmas!“, „Feliz navidad!“ oder „God Jul!“?
Diese Fragen beantworteten die Theaterfüchse des Sonnenschein-Horts der Schillerschule auf der Adventsfeier des VdK Brühl in der Festhalle der Gemeinde.

Anni Körber führt mit 500 Mitgliedern den Ortsverband Brühl. | © Bühler | VdK

Die jungen Schauspieler begeisterten das Publikum und brachten den Zuschauern die Weihnachtsbräuche vieler Länder nahe. Unter den Zuschauern waren auch Bürgermeister Dr. Ralf Göck und Vertreter des Mannheimer Kreisvorstands. Anni Körber, die langjährige Ortsverbands-vorsitzende, hatte zu ihrer Großveranstaltung auch Künstler und Aktive der Region eingeladen. Die Tanzgruppe „Dancing Girls“ von Grün-Weiß Oftersheim erfreute das Publikum. Ebenso der singende Pizzabäcker aus Ludwigshafen, Carlos Graci.

Und auch VdK-Mitglied Theodor „Theo“ Buchholz am Keyboard. Er spielte sowohl Weihnachtslieder als auch stimmungsvolle Rhythmen. Und er widmete Anni Körber ein eigenes Lied. Anni Körber hat den VdK Brühl in den 1990er-Jahren aufgebaut. Sie führt mit 500 Mitgliedern den Ortsverband. Auch Bürgermeister Göck würdigte die engagierte Vorsitzende im Namen der Gemeinde. Und er beschenkte sie mit einem Knirps-Regenschirm mit Brühl-Logo. Auch ihre Mitstreiter Elli Klähn und Theo Buchholz freuten sich über Dank und Wertschätzung. Sie erhielten von Dr. Ralf Göck den Ehrenamtspass der Gemeinde. Auch die beiden Kreis-Verbands-Vertreter Ulrike Kahlert und Bodo Häusler lobten die intensive VdK-Arbeit. Diese Vereinsarbeit bietet den Mitgliedern regelmäßige Ausflüge und Reisen. Zudem bietet sie Besuche bei sehr alten Mitgliedern zu Geburtstagen und anderen Anlässen.

Aufstellung der Theatergruppe des Sonnenschein-Horts der Schillerschule. | © Bühler | VdK

Kahlert nannte in ihrem Grußwort den Brühler VdK-Ortsverband und den Internationalen Tag des Ehrenamts. Dieser wird stets am 5. Dezember gefeiert. Kahlert würdigte aber auch die Tafeln, die an Bedürftige Lebensmittel abgeben. Sie gab allerdings auch zu bedenken, dass dort inzwischen 1,65 Millionen arme Menschen einkaufen müssen. Und es werden immer mehr. In Anni Körbers Weihnachtsrede gab es auch nachdenkliche Momente. So erwähnte sie auch den monatelangen VdK-Einsatz für eine Rückkehr des Landes Baden-Württemberg zur Förderung der Pflegeheim-Investitionskosten durch das Land.

Erklärung: Investitionskosten sind Kosten, die bauliche Maßnahmen von Einrichtungen, auch von Gemeinschaftseinrichtungen, betreffen und Anschaffungen von Geräten und Fahrzeugen.

Die Investitionskosten haben einen großen Anteil an den Kosten der Pflege. Vorsitzende Anni Körber betonte, dass pflegebedürftige Menschen in einem Pflegeheim immer öfter ihren Eigenanteil nicht bezahlen können. Und, dass sie Hilfe zur Pflege beantragen müssen. Auf diese Weise werden sie zu Sozialhilfe-Empfängern.

VdK-Pflegeaktion

„Damit wird in immer weniger Fällen das Ziel der Pflegeversicherung erreicht“, sagte Anni Körber. Und sie betonte, dass die Pflegeaktion von 2019 des Landesverbands 2020 weitergeht. Denn „steter Tropfen höhlt den Stein!“, ist sie überzeugt. In diesem Zusammenhang konnte die Brühler Vorsitzende auch gleich ein gutes Beispiel geben für einen erfolgreichen langjährigen VdK-Einsatz: Ab Januar 2020 gibt es das Angehörigen-Entlastungsgesetz. Damit sollen nur noch diejenigen Kinder Eigenanteile an das Sozialamt zurückzahlen, die mehr als 100 000 Euro im Jahr verdienen. Körber sagte, dass es dem VdK zu verdanken ist, dass das Problem der steigenden Pflegekosten in der Politik angekommen ist. Denn mit diesem Anstieg der Kosten geht eine finanzielle Überforderung der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen einher.

Einfache Sprache
Pflege macht arm. Eigenanteile von zweieinhalb oder dreitausend Euro sind für Pflegeheim-Bewohner keine Seltenheit. Und das Monat für Monat! Mit der Rente ist das meistens nicht zu stemmen. Über kurz oder lang muss die Sozialhilfe hier einspringen. Sie muss dann „Hilfe zur Pflege“ leisten nach dem SGB XII.
PRESSE
Am 28. Januar hat sich die Pflegekommission auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege geeinigt. Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg begrüßt diese Steigerungen. Landesvorsitzender Roland Sing betont jedoch: „Die von Minister Jens Spahn geschätzten zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe dürfen keinesfalls auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden!“
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