2. Oktober 2019
Einfache Sprache

Bedarf an Heimplätzen steigt: Sing widerspricht Landes-Sozialminister Lucha

Der Landesverband VdK Baden-Württemberg will mit seiner landesweiten Aktion 2019 „Pflege macht arm!“ das erreichen: Pflegeheim-Bewohner sollen bei den Investitionskosten entlastet werden.

Roland Sing widerspricht Landessozial-Minister Manne Lucha. | © Eibel

Erklärung: Investitionskosten sind die Kosten für Gebäude, Ausstattungen, Geräte oder auch Fahrzeuge.


Landessozial-Minister Manne Lucha hatte unlängst diese Forderung abgelehnt. Er sprach davon, dass es vorwiegend um den Ausbau ambulanter Pflegedienste geht. Dem widersprach Landesvorsitzender des VdK-Baden-Württemberg, Roland Sing. Er sagt: „Es ist richtig, dass rund drei Viertel der pflegebedürftigen Menschen zu Hause gepflegt werden. Und wir wissen, dass die meisten Menschen möglichst lange zu Hause wohnen bleiben möchten, auch bei Pflegebedürftigkeit. Aber, die Schaffung von stationären Pflegeangeboten darf nicht vernachlässigt werden."

Das ist übrigens eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, im Rahmen der Daseinsvorsorge. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass zunehmend auch Kurzzeit-Pflege, Tagespflege und Nacht-Pflegeplätze in stationären Einrichtungen benötigt werden.

Es gibt einen zunehmenden Bedarf an Pflegeheim-Plätzen. Schon heute werden in Baden-Württemberg 96181 Menschen in Heimen gepflegt. Das ist der Stand Ende 2017. 2013 waren es nach dem Statistischen Landesamt noch 90845 Personen gewesen.

Erklärung: Das Statistische Landesamt sammelt Zahlen und Dokumente zu bestimmten Themen oder Personen des Landes. Diese werden dann ausgewertet und für verschiedene Fragestellungen genutzt. Zum Beispiel: bei der Frage, wie viele Heimplätze müssen in der Zukunft geschaffen werden.


Dass es 2017 mehr Personen waren als 2013 hängt mit der Entwicklung einer steigenden Zahl älterer Menschen zusammen. Diese sind oft pflegebedürftig. Und es gibt immer mehr hochaltrige Menschen. Seit 2007 ist die Zahl der Menschen im Alter 80 plus stark angestiegen. Ab 80 steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit stark an. Zudem führen die geänderten familiären Verhältnisse zu einem größeren Bedarf an Heimplätzen. Man denke hier an die wachsende Zahl von Single-Haushalten. Oder auch an den geringeren familiären Zusammenhalt als früher. Aber auch an die schlechte Vereinbarkeit von Pflegetätigkeit und Beruf.

Außerdem sind viele Häuser und Wohnungen nicht altersgerecht. Und schon gar nicht barrierefrei. Und technische Hilfen sind noch zu selten. Dies erschwert die Pflege zu Hause zusätzlich. Besonders dann, wenn es sich um alte Menschen handelt.

PRESSEKONTAKT

Britta Bühler
Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V.
Telefon: 0711 / 6 19 56 53
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