21. Mai 2019
Einfache Sprache

„Wohnen im Alter – gut und bezahlbar?“

„Wohnen im Alter – gut und bezahlbar?“

Darüber diskutierten Vertreter aus Politik, Architektur, Mieterbund und Sozialverbänden auf diesem Fachtag Anfang April. Der Fachtag fand im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart statt.


VdK-Landeschef Roland Sing sagte bei seiner Eröffnung der Tagung:
„Wohnen ist ein Grundrecht und eine zentrale Fragestellung.“

Landesvorsitzender Roland Sing bei seiner Begrüßungsansprache | © Verdi Baden-Württemberg


An der Tagung nahmen über 30 Sozialverbände, Gewerkschaften, kirchliche und private Organisationen teil. Sing verwies auf die steigenden finanziellen Belastungen mit Wohnkosten. Und mit Wohn-Nebenkosten. Und er betonte: „Wohnkosten sind ein zentrales Anliegen.“ Dies gelte für junge und auch ältere Menschen in Haushalten mit geringem oder mittlerem Einkommen.

Immer mehr ältere Menschen sind wegen dieser Kosten-Entwicklung von Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt bedroht. Sing lenkte den Blick auch darauf:
50 Prozent der Wohnungen, in denen ältere Menschen leben, sind nicht altersgerecht. Sing sagt auch, dass die Beratungsangebote zu Barrierefreiheit sehr wichtig sind.

Die Kommunen und die Landesregierung müssen die richtigen Weichen stellen in Sachen sozialer Wohnungsbau. Das gilt auch für den Mieterschutz und die Wohnungsmarkt-Politik. Das machte Rolf Gaßmann klar. Er ist Vorstandsmitglied des Deutschen Mieterbunds. Und Vorsitzender des Mieterbunds Baden-Württemberg. Er forderte eine gesetzliche Stärkung der Mieterrechte und der Mietpreis-Bremse. Und er forderte vor allem mehr sozialen Wohnungsbau.

Von Europa lernen

Karin Zauner-Lohmeyer, Leiterin der Servicestelle Wiener Wohnen, und Damaris Hégé vom Verband der Evangelischen Nachbarschaftshilfe in Frankreich stellten beste Beispiele für gutes und bezahlbares Wohnen in Europa vor. Mit dabei waren auch:
Barbara Steenberger, Leiterin des EU-Verbindungsbüros der International Union of Tenants in Brüssel.
Dann richteten sie ihr Anliegen an alle Teilnehmer: Sie sollen sich bei der kommenden Europawahl am 26. Mai 2019 mit ihrer Stimme für eine soziale Wohnungsmarkt-Politik einsetzen. In der folgenden Diskussion wurde deutlich, dass Landesregierung und Bundesregierung von lokalen Initiativen aus Europa und dem Ländle viel lernen können. Frau Prof. Dipl. –Ing. Susanne Dürr von der Hochschule Karlsruhe zeigte in einem Vortrag die Bedeutung der Bürgerbeteiligung dabei auf.

Viel interessiertes Publikum und große Medienresonanz auf dem Fachtag "Armut" | © Verdi Baden-Württemberg

Diskussion auf der Bühne


Moderator Romeo Edel, der Wirtschafts- und Sozialpfarrer des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt, leitete die Diskussion. Es nahmen auch weitere Experten an der Diskussion teil. Dabei war allen Teilnehmern wichtig, Kommunen dabei zu unterstützen, neue Wege mit neuen Wohnformen zu gehen. Die Verantwortung für den Sozialen Wohnungsbau haben die Kommunen.

Am Ende des Fachtags fassten Verdi-Landesbezirksleiter Martin Gross und seine Stellvertreterin Susanne Wenz die Ergebnisse zusammen: Der soziale Wohnungsbau muss zukunftssicher aufgestellt werden. Die finanzielle Belastung von steigenden Wohnkosten ist ein Thema für Jung und Alt. Gerade die Altersarmut hat viele Gesichter. Und eines davon sind die hohen Wohnkosten, denn: „Mieten fressen Tariferhöhungen und Renten auf“, sagte Wenz abschließend.

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