8. November 2017
Einfache Sprache

„Unsere Herzenssache: Ihre Sicherheit“

VdK und Polizei zeigen, worauf es bei der Kriminalitäts∙prävention ankommt.
Prävention bedeutet vorbeugen. Das heißt, man tut etwas, um Schäden zu verhindern.
Wenn man vorbeugend nichts tut, dann können Schäden eher eintreffen, als wenn man vorsorgt. Vorbeugen ist besonders in diesen Bereichen notwendig:
Bei Gewalt – und Kriminalprävention. Bei Unfallverhütung und im vorbeugenden Brandschutz. In der Gesundheits- und Sozialpolitik.

Vorbeugen ist immer billiger und stets besser als heilen.
Wir leben in einem sehr sicheren Staat. Die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger hat keine eigenen Erfahrungen gemacht mit der täglichen Kriminalität.
Das verführt zu Leichtsinn und Nachlässigkeit. Dadurch ist man aber zunehmend gefährdet in der persönlichen Sicherheit. Auch die körperliche und geistige Sicherheit ist dann gefährdet. Vorbeugen ist kein Hexenwerk. Schon mit einfachen Vorsorgemaßnahmen und wenig Geld kann man deutlich mehr Sicherheit erreichen.
Unter den vielen täglichen Verbrechen gibt es:
Den Enkeltrick, den falschen Polizisten, den falschen Notar oder Staatsanwalt.
Aber auch vorgebliche Vertreter einer Kirchengemeinde. Das sind hochkriminelle Personen und Taten.

Falsche Versprechen Oft locken Verbrecher mit falschen Versprechen. Zum Beispiel damit:
„Sie haben gewonnen“, melden sie sich bei Ihnen. Entweder per Post, mit einem Telefonanruf oder per Mail. Wenn Sie so eine Gewinnnachricht bekommen, kann es sich um so eine Betrugsmasche handeln. Die Zahl der Strafanzeigen in diesem Bereich ist seit 2010 bundesweit gestiegen. In Einzelfällen gibt es Schadenssummen im fünfstelligen Eurobereich. Das kann bis zu mehreren Hunderttausend Euro ausmachen.
Bedenken Sie: Wildfremde Menschen schenken Ihnen nichts. Deren einziges Ziel ist es an Ihr Geld oder Ihre Vermögenswerte zu gelangen.

Handtaschenraub Handtaschenraub findet oft überraschen und plötzlich statt, wenn man nicht damit rechnet. Die Täter setzen dabei auf den schnellen Zugriff. Dies geschieht beim Vorbeilaufen, vom Fahrrad aus oder vom Motorroller.
Handtaschenräuber sind oft Kinder, Jugendliche und männliche Heranwachsende. Etwa die Hälfte aller Tatverdächtigen sind unter 21 Jahre alt.
Dabei nehmen sie schwere körperliche und seelische Verletzungen ihrer Opfer in Kauf.
Bevorzugte Tatorte sind abgelegene Gegenden oder Parkanlagen, Friedhöfe und Nebenstraßen. Die Opfer sind oft ältere Frauen und Männer, die allein zu Fuß unterwegs sind.

Trickdiebstahl Tragen Sie Ihre Handtasche am besten immer vor Ihrem Körper. Nehmen Sie immer nur das notwendigste Bargeld mit.
Taschendiebstahl und Trickdiebstahl geschieht aber oft auch organisiert auf offenen Straßen und Plätzen, in Bussen und Bahnen, in Kaufhäusern, auf Jahrmärkten und Weihnachtsmärkten. Oder im Gedränge von Großveranstaltungen.
Die häufig jugendlichen Täter arbeiten dabei meist in Gruppen und teilen sich die Arbeit auf. Das geschieht zum Beispiel so: Ein Täter lenkt Sie ab, rempelt Sie scheinbar unabsichtlich an oder fragt Sie nach der Uhrzeit. Während Sie abgelenkt werden, klaut ein anderer Ihr Geld oder Ihre Wertsachen. Sowas passiert 20 Mal mehr als Handtaschen entrissen werden. Die Beute wird dann blitzschnell an einen anderen Täter weitergegeben.

Wenn Sie durch einen Trickdiebstahl außer Bargeld auch Ihre Ausweise, Kreditkarten oder EC-Karten und Kundenkarten verloren haben, müssen Sie sofort alle Karten sperren lassen.
Bei diesen Telefonnummern können Sie dann anrufen:
Zentraler Sperr-Notruf: 116 116
Maestro-EC-Karten: 01805 021021
Mastercard: 0800 819 1040
Visa: 0800 811 8440
American Express: 069 9797 1000
Und informieren Sie sofort die Polizei unter der bekannten Nummer: 110

Geldwechseltricks Überall sind Wechselbetrüger unterwegs. Besonders in Wohngebieten, Fußgängerzonen, Parkplätzen und Einkaufszentren. Dort bitten die Betrüger Euro-Münzen zu wechseln. Meistens bitten sie Senioren darum.
Die Täter ziehen dann dabei, ohne dass sie es merken, Geldscheine aus ihrer Börse.
Wenn Sie unbekannten Personen trotzdem behilflich sein möchten und Geld wechseln, halten Sie Abstand dabei. Dann kann der andere nicht in Ihre Geldbörse schauen. Oder so tun, als würde er Ihnen beim Suchen helfen. Denn dabei nimmt der Täter oft sehr geschickt Ihr gesamtes Papiergeld raus, ohne dass Sie es bemerken. Oft werden dafür Kinder trainiert. Lassen Sie deshalb niemals Fremde beim Geldwechseln in Ihre Geldbörse schauen. Verweisen Sie auch auf Geschäfte in der Nähe oder auf Banken. Nehmen Sie immer nur so viel Bargeld mit, wie Sie unbedingt brauchen.
Nach dem Abheben bei Ihrer Bank oder beim Geldautomat verwahren Sie Ihr Geld sicher. Am besten direkt am Körper.

Gute Beratung Es gibt viele polizeiliche Beratungsstellen im ganzen Land. Die Mitarbeiter dort beraten Sie gerne persönlich. Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrer Polizeibehörde vor Ort.
Polizeiexperten in diesen Dingen beraten Sie auch gerne bei Veranstaltungen der VdK-Ortsverbände und Kreisverbände. Sie klären auf und informieren.
Ihr Uwe Würthenberger, stellvertretender Landesvorsitzender

Hintergrund
„Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen beraten, der Sozialverband VdK unterstützt“, sagt Uwe Würthenberger.
Er befasste sich in den vergangenen Monaten sehr mit dem Thema Kriminalprävention. Dabei traf er sich auch mit dem Kriminalhauptkommissar Karl Heinz Schmidt vom Polizeipräsidium Freiburg.

Erklärung: Dieser Bericht wurde aus dem Originalbericht von Uwe Würthenberger in einfache Sprache übersetzt. Dabei wurden bestimmte wörtliche Aussagen von ihm abgeändert, damit sie leichter verständlich sind. Den genauen Wortlaut können Sie im Originaltext nachlesen.

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