12. September 2017
Einfache Sprache

Gemeinde legt viel Wert auf Barrierefreiheit.

VdK-Kampagne „Weg mit den Barrieren“ geht weiter – Wir haben beim Vorsitzenden Max Frank in Immenstaad nachgefragt.

Die Liste der Maßnahmen ist lang, um Immenstaad am Bodensee liebenswerter zu machen. Vor allem aber, um Immenstaad barrierefreier zu machen.
Der Sozialverband VdK hat hier entscheidend den Takt vorgegeben.

Schon lange vor der bundesweiten VdK-Kampagne „Weg mit den Barrieren“ hat Max Frank wesentlich dazu beigetragen, dass Immenstaad barrierefreier wird.
„Dabei ging es den Verantwortlichen immer auch um die Anpassung der Infrastruktur an die Bedürfnisse der älteren Generation“, sagte Frank im Gespräch mit der VdK-Zeitung.
Erklärung: Infrastruktur umfasst alle Bereiche, die Menschen in einer Stadt brauchen. Zum Beispiel: gute Verkehrswege, gute Einkaufsmöglichkeiten und so weiter.

© VdK

Dazu wurden beispielsweise das Rathaus und der Rathausplatz und etliche Straßen umgestaltet. Es wurden Bordsteine abgesenkt. Im Rathaus gibt es jetzt einen barrierefreien Eingangsbereich.
„Der Zugang wird erleichtert durch Automatiktüren und Rampen für den Eingang vom Rathausplatz aus. Zudem gibt es einen Außenaufzug am Gebäude. Dadurch können auch Rollstuhlfahrer und andere Gehbehinderte, sowie Eltern mit Kinderwagen ohne fremde Hilfe ins Rathaus und in den Bürgersaal gelangen.“
Meersburgerstraße ist jetzt auch barrierefrei

„Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren immer auf die Barrierefreiheit viel Wert gelegt“. So wurde die gesamte Dorfmitte mit Rathausplatz und Parkplatz barrierefrei ausgebaut. Auch die Hauptstraße bis Schwörerkreisel, die Bachstraße bis zur Schiffslandestelle. Die Seestraße West und der Wattgraben.
„Erst kürzlich wurde der barrierefreie Ausbau der Meersburgerstraße fertiggestellt.“ Darauf verwies Frank.
„Barrierefreiheit, so wie wir sie verstehen, darf auch vor dem Freizeitbereich nicht Halt machen“, sagt Max Frank deutlich.

Anlegesteg

Für seinen Ortsverband und für die Verantwortlichen in der kommunalen Politik müssen deshalb auch Schwimmbäder, Promenaden und andere Orte angepackt werden. Im behindertenfreundlichen Aquastaad haben wir jetzt einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich, barrierefreie Umkleidekabinen und Toiletten.
„Auch der Außenbereich wurde ebenerdig gestaltet“, freut sich Frank.
Der frühere VdK- Kreisvorsitzende von Überlingen ist froh, dass auch der beliebte Ortsbus eine Einstiegsrampe bekam.
„Alle Fahrgäste können jetzt problemlos rein“. Und wer gerne eine Schiffsfahrt machen möchte, dem hilft ab sofort eine Einstiegsrampe vor Ort.
Behindertengerechte WC-Anlagen sorgen dafür, dass jeder einen langen und unbeschwerten Aufenthalt am Landesteg genießen kann.
Max Frank machte an weiteren Beispielen deutlich, wie Inklusion gelebt werden kann: barrierefreie Gasthäuser, Apotheken, Kirchen, öffentliche Toiletten und vieles mehr.

© VdK

In seinem Heimatort Kippenhausen wurde auch die Verbindungsstraße von der B31 zum Schloss Hersberg und weiter nach Kippenhausen barrierefrei ausgebaut.
Und die Zufahrt zum Hohberg wurde umgestaltet. Der Hohberg ist der Immenstaader Hausberg. „Denn unser schönster Aussichtspunkt darf nicht außen vor bleiben. Jetzt komme auch ich mit meinem Elektrorolli auf unseren Berg.“

Das Gespräch mit Max Frank führte Britta Bühler von der VdK-Zeitung.

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