Einfache Sprache

Gesundheitstage in Grünsfeld kamen gut an

Tolle Messe mit interessanten Vorträgen, Programm zum Mitmachen und Livemusik lockte viele Besucher


Die Presse hatte die ersten Grünsfelder VdK-Gesundheitstage als besonderes Ereignis angekündigt. Und die gemeinsame Großveranstaltung der Kreisverbände Mergentheim und Tauberbischofsheim hatte dieses Versprechen gehalten. Und sogar mehr als das.

Die zweitägige Großveranstaltung stieß auf sehr viel Begeisterung bei der Bevölkerung und den Politikern.
Es gab rund um das Thema Gesundheit Vorträge, Ausstellungen und spezielle Programme zum Mitmachen. Zudem eine Aktion zur Knochenmarks∙typisierung.
Erklärung: Bei einer Knochenmarks-typisierung wird untersucht, zu welchem Typ die Knochenmarkzellen einer Person passen.
Diese Typisierung wird von der Deutschen Knochenmarks-Spenderdatei Tübingen durchgeführt.

Daneben gab es ein Unterhaltungsprogramm und ein buntes Angebot für Kinder.

Die Idee der beiden Macher Rudi Eckl aus Bad Mergentheim und Kurt Weiland aus Tauberbischofsheim zu dieser Großveranstaltung hatte funktioniert.
Die beiden Kreisvorsitzenden bekamen daher viel Lob vom Grünsfelder Oberbürgermeister Joachim Markert und vom ersten Landesbeamten Dr. Ulrich Derpa. Aber auch vom Bundestagsabgeordneten Alois Gerig (CDU) und vom Landtagsabgeordneten Professor Dr. Wolfgang Reinhard (CDU) und seitens der VdK-Führung.
Die VdK-Führung wurde vertreten durch die Vizepräsidentin Carin E. Hinsinger, durch Landesvize und Bezirkschef Werner Raab und durch Landesgeschäftsführer Hans-Josef Hotz.

Raab wies in seiner Ansprache auf sozialpolitische VdK-Forderungen hin.
Zum Beispiel, dass der „Reha-Deckel“ gestrichen wird.
Erklärung: Der Reha-Deckel wurde von den Krankenkassen und der Rentenversicherung eingeführt, damit eine bestimmte Summe für die Kosten einer Reha nicht überschritten wird.

Eine weitere Forderung ist, dass bei der Rente Verbesserungen geregelt werden.
Raab sagte dazu: „Der Erhalt von Gesundheit darf nicht vom Geldbeutel der Menschen abhängen.“ Geschäftsführer Hotz erwähnte den erfolgreichen VdK-Sozialrechtsschutz und sagte, auch im Blick auf die Bundestagswahl 2017: „Mit dem VdK ist auch in Zukunft zu rechnen.“
450 Besucher beim Gottesdienst im Festzelt
Auch am zweiten VdK-Veranstaltungstag war viel los.
Der Muttertagsonntag wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet.
Erklärung: ökumenischer Gottesdienst ist ein gemeinsamer Gottesdienst von der katholischen und evangelischen Kirche.

Etwa 450 Gottesdienstbesucher waren vormittags im Festzelt bei der Stadthalle.
Das Festzelt wurde damit in eine Kirche verwandelt. Der Altar war voller Blumen.
Die Kanzel war das Rednerpult.
Es predigten der katholische Pfarrer Oliver Störr von der Kirchengemeinde Grünsfeld-Wittighausen und die Schuldekanin Cornelia Wetterich vom Evangelischen Kirchenbezirk Wertheim.
Die musikalische Begleitung hatten die Sängerinnen Britta Frank und Sabine Sbergo und der blinde Pianist Markus Quenzer.
Die beiden Prediger gingen in ihrer Gesprächspredigt auf die Themen Gesundheit und Behinderung ein.

Es gab auch Vorträge von Ärzten zu Gesundheitsfragen und zu Fragen der Vorsorge an beiden Veranstaltungstagen.
Die VdK-Kreisvorsitzenden Weiland und Eckl wollten der Bevölkerung zielgenaue Informationen bieten. Dazu waren auch die 50 Aussteller ausgewählt worden.
Es gab sozialrechtliche VdK-Beratung und Beratung durch Selbsthilfegruppen.
Dazu weitere Aussteller aus dem Gesundheitswesen, der Pflege und der Reha.
Es waren auch Aussteller dabei aus dem Bereich Senioren.
Die Besucher konnten Hörtests machen. Sie konnten sich auch beraten lassen zu Vorbeugemaßnahmen durch die Polizei.
Und es gab viele Hilfsmittel zum Testen und Bestaunen. Zum Beispiel, die flauschige „Robbe“. Sie reagiert auf Berührung und kann demenzkranken Menschen einiges bieten.
Man konnte auch E-Bikes auf einem speziellen Testgelände ausprobieren.

Mütterrente war Thema am Muttertag Am Sonntag eröffnete Vizepräsidentin Carin E. Hinsinger den zweiten Teil der Großveranstaltung. Hinsinger war offizielle VdK-Vertreterin. Und als Landfrauen-vertreterin hatte sie den Muttertag zum Thema. Er wird seit fast 90 Jahren in Deutschland gefeiert.
„Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai gedenken wir in besonderer Weise unserer Mutter. Ihr verdanken wir nicht nur die Muttersprache, sondern das Leben und alles was zum Leben gehört“, sagte Hinsinger.
Sie ist 1939 geboren und erinnerte an die vielen Mütter, die ihre Kinder in der Kriegszeit und Nachkriegszeit großgezogen haben. Das war sehr schwierig. Sie hatten ja kein Kindergeld und keine technischen Hilfsmittel im Haushalt. Die Kinder waren ohne Väter und es gab keine Kindertagesstätten. Außerdem fehlte es an Geld.

Der Sozialverband VdK hatte 2014 die Mütterrente erkämpft. Daran erinnerte Hinsinger auch sehr gerne.
Und sie forderte die Politik auf, Frauen, die ihre Kinder vor 1992 geboren hatten, bei den Kindererziehungszeiten im Rentenrecht mit den anderen Müttern gleichzustellen.
Außerdem drängte Hinsinger darauf: auf mittlere Sicht sollte eine Pflegezeit eingeführt werden, die ähnlich ist wie die Elternzeit.
Und die Pflegeversicherungs∙leistungen sollen sich besser anpassen. Oft sind Frauen von Armut und Altersarmut betroffen, weil sie Lücken haben in den Arbeitsjahren. Frauen tragen doch den Hauptteil der Pflege von Angehörigen zuhause. Inzwischen gibt es etwa 4 Millionen pflegebedürftige in Deutschland.
Hinsinger erinnerte auch an die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen. Zudem haben Frauen nach Babypausen und Pflegepausen oft keine Chance auf eine Beförderung im Beruf.

Im Anschluss an die Rede wurde das Rätsel um den Überraschungsgast gelüftet, das in der Presse angekündigt wurde: Schlagersängerin Liane.
Sie ließ mit Hinsinger und vielen Kindern Luftballons vor dem Festzelt steigen. Auf den Luftballons waren VdK-Botschaften. Die Kinder kamen auch sonst auf ihre Kosten. Sie konnten sich schminken lassen, einen Flohmarkt betreiben oder sich die Feuerwehrschau ansehen.
Inzwischen gab die Sängerin Liane ihr Konzert. Und später auch Michael Korn.
Und es gab ein spezielles Spargel-Muttertagsmenü.

Hauptpreis der Verlosung: Mittelmeerkreuzfahrt Der Höhepunkt der Veranstaltung war später die große Preisverleihung.
Jeder Besucher konnte daran teilnehmen. Dazu musste man sich auf einer Stempelkarte bei jedem Aussteller eine Unterschrift oder einen Stempel abholen.
Christina Wenz, die Sekretärin des Oberbürgermeisters Markert war die Glücksfee und zog zum Abschluss der Veranstaltung drei Gewinner.
Der Hauptgewinn war eine siebentägige Mittelmeerkreuzfahrt.
Die beiden anderen Gewinne waren: ein Wellness-Set und Musical-Karten im Wert von jeweils 100 €.

(Ausführliche Berichte über die Deutsche Knochenmarkspende∙typsierung (DKMS) folgen. Ebenso über den AAL-Container samt „GERT“ Einsatz.
Erklärung: AAL bedeutet: Alltagsunterstützende Assistenzleistungen.
GERT ist ein Alterssimulationsanzug. Das ist ein Anzug mit eingebauten Schwierigkeiten und soll verschiedene Probleme zeigen, die man im Alter haben kann. Dabei kann man erfahren, wie ein 80 bis 85 Jähriger sich fühlt.

In der nächsten Ausgabe erscheint auch ein Interview mit den Diätassistentinnen von der Rehaklinik Ob der Tauber. Sie war auch Aussteller in Grünsfeld).

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