1. Juli 2022
    VdK-ZEITUNG

    Würdevolles 75er-Jubiläum des KV Mergentheim nachgeholt

    An die große Bedeutung des VdK früher und heute erinnert

    Im Frühjahr 2022 war es endlich soweit: Der von Werner Seeger geführte Kreisverband Mergentheim konnte sein 75-jähriges Jubiläum würdig nachfeiern – wenn auch coronabedingt in kleinerem Rahmen. Namhafte Festredner und musikalische Umrahmung gab es gleichwohl. So betonte Landrat Christoph Schauder: „Seit der Gründung gehen der Kreisverband Mergentheim und dessen Ehrenamtliche dem Motto ‚Im Mittelpunkt steht der Mensch‘ nach.“

    Ehrengäste um das VdK-RollUp 75 jähriges Jubiläum herum
    Als Ehrengäste konnte Kreischef Werner Seeger (Zweiter von links) unter anderem begrüßen: Landrat Christoph Schauder (links), VdK-Landeschef Hans-Josef Hotz (Dritter von links), Bgm-Stellvertreter Klaus-Dieter Brunotte (Dritter von rechts), den damals noch designierten BV-Geschäftsführer Nordbaden, Ronny Hübsch (Zweiter von rechts), und Tauberbischofsheims KV-Chef Kurt Weiland (rechts). | © Peter Daniel Wagner

    Schauder würdigte die VdK-Beratung- und Vertretung im Sozialrecht sowie die VdK-Hilfe bei Fragen des barrierefreien Wohnens, was angesichts des ansteigenden Anteils älterer Menschen zunehmend wichtiger werde. Eine hervorragend funktionierende Zusammenarbeit zwischen dem Kreisverband und der Stadt Bad Mergentheim bescheinigte Bürgermeisterstellvertreter Klaus-Dieter Brunotte und verwies hier auch auf den Umzug der VdK-Kreisgeschäftsstelle in größere und barrierefreie Räume im Oberen Graben.

    „Die Stadt Bad Mergentheim weiß die wichtige gesellschaftspolitische Arbeit und Kernkompetenzen sehr zu schätzen. Deshalb wird sie den Orts- und den Kreisverband auch weiterhin unterstützen“, kündigte Brunotte an. An die VdK-Gründung in schwierigster Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erinnerte der Landtagsvizepräsident Professor Wolfgang Reinhart per Videobotschaft. Zugleich dankte er allen Beteiligten für ihren gesellschaftlichen Einsatz.

    „Sie alle haben mehr getan als nur ihre Pflicht und damit dazu wesentlich beigetragen, dass sich der VdK in Deutschland sowie in Baden-Württemberg als auch in unserem Landkreis zum größten Sozialverband entwickelt hat“, meinte MdL Reinhart. „Der freiwillige Dienst von Menschen für Menschen ist die beste Basis für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“. In seiner Festrede beleuchtete der Vorsitzende Werner Seeger die 75-jährige Historie und Entwicklung seines Kreisverbands Mergentheim. Zugleich präsentierte er die Jubiläumsfestschrift.

    Historischer Rückblick

    Der Kreisverband Mergentheim hatte schon im April 1946, kurz nach seiner Gründung, eine erste große Veranstaltung und Anfang Februar 1947 die erste Mitgliederversammlung durchgeführt. Bis 1956 war die Mitgliederzahl von ursprünglich 70 auf 600 Personen gestiegen. „Es folgte eine beispiellose jahrzehntelange Geschichte dieser bedeutenden und effektiven Interessenvertretung für Kriegsopfer, später auch für Menschen mit Behinderung oder in Rente“, resümierte Seeger. Als Mitte der 1980er-Jahre die Mitgliederzahl stagnierte und sank, da die Anzahl der Kriegsopfer weniger wurde, entwickelte man sich in den 1990er-Jahren zu einem zeitgemäß modernen und breit aufgestellten Sozialverband und für jedermann offenen „Sozialverband VdK“ weiter.

    Werner Seeger erinnerte auch daran, dass sowohl im Jahr 1986 als auch in 2006 über eine Fusion mit dem KV Tauberbischofsheim nachgedacht worden war. Da jedoch sowohl im nordbadischen Tauberbischofsheim als auch in nordwürttembergischen Bad Mergentheim jeweils ehrenamtlich VdK-Geschäftsstellen fortbestehen sollten, blieben beide Kreisverbände separat erhalten. „Die heutige gute Zusammenarbeit bestätigen den Erfolg beider Kreisverbände auch durch stetig steigende Mitgliederzahlen“, betonte Vorsitzender Seeger vom Jubiläumskreisverband. So sei der KV Mergentheim bis Juni 2021 auf 3340 Mitglieder und aktuell noch weiter angewachsen.

    Ehrenamt gewürdigt

    Landesvorsitzender Hans-Josef Hotz bei seiner Festrede.
    Landesvorsitzender Hans-Josef Hotz bei seiner Festrede. | © Peter Daniel Wagner

    „Es gibt kaum eine Organisation, in dem das Ehrenamt eine so große Rolle spielt wie beim VdK“, bekräftigte Landesvorsitzender Hans-Josef Hotz in seinem Vortrag. Gerade der Vielzahl an aktiven Orts- und Kreisverbänden sowie deren eminent wichtigen Einsatz sei es zu verdanken, dass sich der VdK zum größten Sozialverband in Deutschland mit über 2,1 Millionen Mitgliedern und mit rund 250.000 Mitgliedern in Baden-Württemberg entwickelt habe.

    „Corona hat einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie kostbar das Verbandsleben und das solidarische Miteinander sind“, zeigte sich Hotz überzeugt. Auch hier habe sich der VdK als zuverlässiger Interessenvertreter der sozial schwächeren Menschen bestätigt. Ebenso würdigte der Landesvorsitzende die Arbeit der hauptamtlichen VdK-Juristen, die auch in der Pandemie pro Jahr viele Tausende Verfahren erfolgreich geführt hatten. Hans-Josef Hotz hob zudem die in 2021 vor den Sozialgerichten erstrittenen mehr als 16 Millionen Euro an Nachzahlungen, allein in Baden-Württemberg, hervor.

    „Auch nach rund 75 Jahren hat der VdK noch längst nicht seinen Auftrag erfüllt“, bekräftigte er und ergänzte mit Blick auf Corona-Pandemie und Russland-Ukraine-Krieg, dass jede Epoche ihre speziellen Herausforderungen und Aufgaben habe. Zugleich bestätige Hotz, dass das Ehrenamt eine der wichtigsten Stützen der Demokratie sei. Selbst der beste Sozialstaat könne auf persönliche Zuwendung und praktische Nächstenliebe nicht verzichten. Hinsichtlich der Sozialpolitik in Bund und Land forderte der VdK-Landeschef eine grundlegende Pflegereform sowie ein altersgerechtes Gesundheitssystem.

    B. Bühler

    Schlagworte Jubiläum | Mergentheim

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