2. März 2020
    VdK-ZEITUNG

    Gemeinsames Weihnachtsessen für Alleinstehende beim VdK Markdorf findet viel Zuspruch

    Allein an Weihnachten? Das muss niemand sein, wenn es nach Regina Franz geht. Die Vorsitzende des VdK Markdorf (Kreisverband Überlingen) lädt seit 2015 einsame Markdorfer Bürger, unabhängig von einer Mitgliedschaft, am ersten Weihnachtsfeiertag zu einem gemeinsamen Mittagessen ein. Eine Anmeldepflicht gibt es nicht, die Gäste können einfach vorbeikommen, sagt Franz.

    Regina Franz las eine Weihnachtsgeschichte von Udo Lindenberg und stieß mit den Gästen auf ein schönes, gemeinsames Essen und Miteinander an. | © Christiane Keutner/Südkurier Markdorf

    Das Weihnachtsessen 2019 fand wie immer im Gasthaus Krone statt, weil es laut Regina Franz das einzige barrierefreie Lokal in Markdorf sei. Jeder durfte sich aussuchen, worauf er Appetit hatte, um sein Essen am festlich geschmückten Tisch mit den Lebkuchentellern, Gestecken und Kerzen und zu weihnachtlicher Musik zu genießen. Falls die Spenden nicht ausreichen, mit denen das Angebot finanziert wird, zahlt Regina Franz den Rest aus eigener Tasche. 2019 erhielt die Ortsverbandsvorsitzende einen Zuschuss von der Stadt, von den Kirchen und von privater Seite.

    Das erste Mal kamen gut ein Dutzend Bürger, jedes Jahr wurden es mehr. Sie sind zwischen 50 und gut 90 Jahre alt. Martin, 65 Jahre, ist zum zweiten Mal dabei: „Ich bin alleinstehend und wollte Weihnachten nicht alleine verbringen. Dabei sein ist alles“. Die bald 93-jährige Zina lebt seit 40 Jahren allein, kann wegen ihrer Sehbehinderung nicht mehr kochen und bezieht Essen auf Rädern: „Mir gefällt es hier, weil es eine gesellige Gesellschaft ist“. (…) Der 68-jährige Sebastian ist seit Jahren dabei. „Es ist einfach gut, unter Leuten zu sein. Wenn ich nach dem Essen hier raus gehe, geht es mir einfach besser. Ich kann hier sein, wie ich bin, werde so akzeptiert. Meistens sind es dieselben Leute, die kommen, und man kann Anteil nehmen. Außerdem treffe ich hier Leute, die Gesellschaft schätzen. Das hat einen gewissen Wert. Es geht hier um das ganze Drumherum, nicht nur um das Essen“.

    Im Jahr 2020 möchte Regina Franz das Festessen in der Mittleren Kaplanei ausrichten. Mit dem Pfarrer habe sie schon gesprochen. Nach dem Einbau eines Aufzugs wäre der Raum dort barrierefrei zu erreichen. Die Spitalküche würde die Gäste bekochen. Zur Unterstützung sucht die Ortsverbandsvorsitzende noch Helfer, die die Tische eindecken, bedienen, spülen und aufräumen.

    Was treibt Regina Franz (64, VdK-Mitglied seit 1988) an, nach Heiligabend gleich wieder für andere parat zu stehen? „Weihnachten ist ein Fest für die Gemeinschaft. Viele haben aber keine Familie oder Freunde und ich finde, an Weihnachten sollte man nicht allein sein. Wenn ich die leuchtenden Augen sehe, dann denke ich, das war es wert“, sagt Franz. Letzthin habe sie einen Spruch aus Burnetts „Der kleine Lord“ gehört: Jeder sollte mit seinem Leben die Welt ein bisschen schöner machen.“ Das sei ihr Motto geworden.

    Christiane Keutner/Südkurier Markdorf (leicht gekürzt)

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