2. Februar 2021
    Presse

    VdK-Landesvorsitzender Hotz: „Endlich kommt Bewegung in Investitionskostendebatte!“

    „Wir sind froh, dass sich die Politik endlich der jahrelangen VdK-Forderung nach Rückkehr zu einer Förderung der Pflegeinvestitionskosten nicht mehr verschließt“, betont der VdK-Landesverbandsvorsitzende Hans-Josef Hotz. Hotz bezieht sich insbesondere auf das Wahlprogramm der Südwest-CDU und freut sich über die in Gang gekommene Diskussion um Pflegekosten und Pflegeinvestitionskosten.

    Pflege macht arm!
    © VdK

    Der VdK-Landeschef verweist in diesem Zusammenhang auch auf die vor zwei Jahren vom Sozialverband VdK Baden-Württemberg gestartete Aktion „Pflege macht arm!“. Sie verlangt in einem ersten Schritt die Rückkehr zur Förderung der Pflegeinvestitionskosten – wie dies bis 2010 im Lande der Fall war – und plädiert in einem zweiten Schritt für eine Pflegevollversicherung vergleichbar der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Aktion wurde nach VdK-Angaben allein im Jahr 2019 von 100 000 Baden-Württembergern unterstützt.

    Sozialverband VdK plädiert weiterhin für Übernahme der Pflegeinvestitionskosten und Pflegevollversicherung

    „Angesichts eines durchschnittlichen Eigenanteils der Heimbewohner im Südwesten in Höhe von 2461 Euro Monat für Monat, könnte die Investitionskostenübernahme durch das Land Baden-Württemberg für eine monatliche Entlastung von mehreren Hundert Euro sorgen“, so Hans-Josef Hotz. Zugleich hebt er aber hervor: „Wegen der stetig steigenden Eigenanteile kann langfristig nur eine Pflegevollversicherung die rund 400 000 pflegebedürftigen Menschen im Lande und insbesondere die rund 100 000 Heimbewohner vor der Gefahr von Altersarmut und vor dem von vielen als sehr beschämend empfundenen Gang zum Sozialamt bewahren“.

    Der von den Landes-Grünen vorgeschlagene „Sockel-Spitze-Tausch“ bei den von der Pflegeversicherung zu übernehmenden Kosten sei ein erster Schritt, um vom bisherigen „Teilkasko-Prinzip“ wegzukommen und „für die dringend nötige weitere Entlastung der Pflegebedürftigen zu sorgen“, merkt Hans-Josef Hotz an. Denn das unlängst von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgelegte Eckpunkteprogramm für eine Pflegereform hält der VdK Baden-Württemberg nicht für ausreichend. „Denn da werden nur die reinen Pflegekosten gedeckelt“, ergänzt Landesvorsitzender Hotz. Abschließend bekräftigt er: „Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch aus Steuermitteln zu finanzieren ist. Und er mahnt erneut einen Finanzausgleich mit der privaten Pflegeversicherung, die über ein 36-Milliarden-Finanzpolster verfüge, an.

    Die Presseinformation als PDF-Datei zum Herunterladen: PM_VdK_BW_Bewegung bei Pflegeinvestitionskosten begruesst.pdf (408,91 KB, PDF-Datei)

    VdK-Themen
    Pflegebedürftigkeit wird zunehmend zum Armutsrisiko. Der Sozialverband VdK fordert von der Landesregierung in Baden-Württemberg eine finanzielle Entlastung der Pflegeheimbewohner.

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