25. April 2017
    Presse

    Reform der Pflegeausbildung begrüßt

    Roland Sing mahnt Umsetzung der Empfehlungen der Enquetekommission an – erneuert auch Forderung nach unabhängigem Landes-Patienten- und Pflegebeauftragten

    „Wir müssen die Pflegeberufe in Gesellschaft und Arbeitswelt aufwerten, um dauerhaft gute Pflege in Deutschland zu bekommen“, betonte VdK-Vizepräsident Roland Sing vor VdK-Vorstandsleuten in Rauenberg (Nordbaden). Dort hält der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V. heute seine Landesvorstandssitzung ab. Sing, zugleich VdK-Landesverbandsvorsitzender, hält attraktivere Pflegeberufe mit besserer gesellschaftlicher Anerkennung, leistungsorientierter Bezahlung, mehr Durchlässigkeit sowie mehr Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für unverzichtbar, um dem drohenden Pflegenotstand in Bund und Land zu begegnen.

    Im Beisein des neuen Landes-Demografiebeauftragten Thaddäus Kunzmann begrüßten Sing und die rund 35 VdK-Landesvorstandsmitglieder die Einigung der Koalition auf eine Reform der Pflegeberufsausbildung. Im vorgesehenen Pflegeberufsgesetz, das ab 2019 gelten soll, gebe es, so Sing, gute Ansätze wie die geplante Schulgeldabschaffung, die vorgesehene Ausbildungsvergütung und die Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung sowie zu einem späteren pflegewissenschaftlichen Studium.

    Ebenso grundsätzlich positiv sieht der VdK-Vizepräsident auch die vorgesehene zweijährige generalistische Pflegeausbildung mit anschließender Entscheidungsmöglichkeit für die Auszubildenden entweder für den klassischen Abschluss oder für die Vertiefung in den Bereichen Alten- oder Kinderkrankenpflege samt speziellem Abschluss. „Diese Maßnahmen können die Pflegeberufe attraktiver machen – immens wichtig angesichts des demografischen Wandels und zukünftig mehr pflegebedürftigen Menschen“, sagte Roland Sing.

    An Thaddäus Kunzmann ging die Aufforderung, die von der Landesregierung schon länger versprochene Prioritätenliste zur Umsetzung der Empfehlungen der Enquetekommission „Pflege“ bei der Regierung anzumahnen. „Jede weitere Verzögerung erschwert die Umsetzung, da die Daten ihre Aktualität verlieren“, hob Sing hervor.

    Der VdK-Landeschef erneuerte in Rauenberg auch die Forderung nach einem regierungsunabhängigen Landes-Patienten- und Pflegebeauftragten. Die derzeit schon fast 330 000 Pflegebedürftigen im Südwesten und die unzähligen Patienten und chronisch Kranken bräuchten einen unabhängigen Ansprechpartner und Fürsprecher auch in Baden-Württemberg.

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