1. März 2021
    EINFACHE SPRACHE

    Beratungsfall des Monats: Gürtelrose – impfen oder nicht?

    Herr D. ruft bei der VdK Patienten- und Wohnberatung an. Sein Hausarzt hat ihm gesagt er soll sich gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) impfen lassen. Als Kind hatte er Windpocken. Heute ist er 70 Jahre alt und möchte nicht mehr ins Ausland reisen. Deshalb möchte er wissen, ob für ihn eine Impfung sinnvoll ist. VdK-Patientenberaterin Monika Müller erklärt:

    © David Vogt visupixel

    Ein anderer Name für Herpes Zoster ist Gürtelrose. Bei der Gürtelrose entstehen kleine Bläschen. In ihnen ist ein Virus enthalten, der sehr ansteckend ist. Über die-sen Virus bekommen die Menschen Gürtelrose. Sie können sich also nicht bei an-deren Menschen anstecken.

    Der Virus heißt Varicella-Zoster-Virus. Durch diesen Virus bekommen die Men-schen Windpocken. Wenn jemand noch keine Windpocken hatte oder nicht gegen Windpocken geimpft ist, kann er sie über den Kontakt mit den Bläschen bekommen. Deshalb ist es wichtig, die Bläschen abzudecken, bis eine Kruste entsteht.

    Das bedeutet: Jeder, der einmal Windpocken hatte, kann Gürtelrose bekommen. Es ist egal wie alt Sie sind. Aber ältere Menschen oder schwächere Menschen bekom-men häufiger Gürtelrose . Pro Jahr bekommen etwa 300.000 Menschen Gürtelrose. Und je älter ein Mensch ist, desto leichter kann er diese Krankheit bekommen. Des-halb empfiehlt das Robert-Koch-Institut seit 2018 sich ab einem Alter von 60 Jah-ren gegen Gürtelrose impfen zu lassen.

    Herr D. fragt Frau Müller von der Patientenberatung: “Was passiert, wenn ich mich nicht impfen lasse und dann Gürtelrose bekomme?” Sie erklärt ihm: ”Wie die Krank-heit abläuft ist sehr unterschiedlich. Bei jungen Menschen dauert die Krankheit un-gefähr 2 bis 4 Wochen. Dann sind die Schmerzen, der juckende Hautausschlag mit den Bläschen weg und die Krusten sind abgeheilt. Aber manchmal bleiben die Schmerzen länger als 3 Monate. Oder die Schmerzen sind zuerst weg, kommen später aber noch einmal wieder. Wenn das passiert, nennen die Ärzte das Post-Zoster-Neuralgie. Die Menschen haben dann das Gefühl, dass die Haut sehr emp-findlich ist, die Nerven schmerzen und es juckt. Das alles macht die Krankheit für die Menschen sehr unangenehm.”

    Je älter ein Mensch ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, eine Pos-Zoster-Neualgie zu bekommen. Zum Beispiel haben 27 Prozent der 55- bis 59-Jährigen mit Gürtelrose Nervenschmerzen. Im Alter von Menschen über 70 Jahre sind es sogar schon 73 Prozent.

    Meist tritt der Ausschlag am Rumpf oder am Brustkorb auf. Er kann aber auch über-all am Körper, am Kopf oder im Gesicht auftreten. Wenn Sie die Bläschen aufkrat-zen, kann sich die Haut entzünden, dann können Narben entstehen. Es kann ge-fährlich werden, wenn die Bläschen im Gesicht sind. Denn dann der Virus auch auf die Augen oder Ohren übergehen. Dadurch entsteht dann eventuell eine Entzün-dung im Auge, die Menschen hören schlechter oder ihr Gesicht ist gelähmt. Zum Glück verschwinden die Beschwerden meistens wieder, wenn die Gürtelrose vorbei ist. Aber Menschen, deren Körper sich schlecht gegen Krankheiten wehren kann, können sogar eine Entzündung der Leber, der Lunge oder der Hirnhaut bekommen.

    Herr D. merkt: Die Krankheit kann gefährlich werden. Zum Schluss zeigt Frau Mül-ler von der VdK Patienten- und Wohnberatung Baden-Württemberg Herrn D. noch, wo er im Internet Informationen zum Thema Gürtelrose findet.

    VdK-Tipp:
    Das Robert-Koch-Institut und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Ge-sundheitswesen (IQWiG) beantwortet viele Fragen zu diesem Thema auf ihren In-ternetseiten:

    Robert-Koch-Institut (Abkürzung: RKI): Das Robert-Koch-Institut ist eine Behörde. Ihr Chef ist der Bundesgesundheitsmi-nister. Die Aufgabe des Robert-Koch-Institutes ist es:
    • Krankheiten beobachten
    • Krankheiten untersuchen
    • sich darum zu kümmern, wie die Menschen etwas gegen eine Krankheit tun können, bevor sie entsteht.
    Ein gutes Beispiel dafür ist im Moment das Coronavirus.

    Rumpf: Der Rumpf ist ein Teil des menschlichen Körpers. Er fängt unterhalb vom Kopf an und endet am Becken. Die Arme und Beine gehören nicht zum Rumpf.

    Podcast-Tipp:
    In Episode 14 von "Reingehört beim VdK" beantwortet Monika Müller im Interview mit Redakteurin Nina Petrovic-Foto Fragen rund um das Thema: "Gürtelrose - Herpes Zoster Impfung schützt im Alter".

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    Pressekontakt

    Britta Bühler
    Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V.
    Telefon: 0711 619 56-53
    E-Mail: b.buehler@vdk.de

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