4. Mai 2020
    EINFACHE SPRACHE

    Es zählt nicht, wie alt du bist, sondern wie alt du wirst!

    Infos zum Pflegestützpunkt auf Jahreshaupt-Versammlung in Mosbach

    Im Mittelpunkt der Jahres-Hauptversammlung 2020 des VdK Mosbach standen wichtige Infos zum Pflegestützpunkt Buchen. Dieser Pflegestützpunkt gehört zum Neckar-Odenwald-Kreis und zum Pflegestützpunkt in Mosbach. Aber es gab auch Ehrungen treuer Mitglieder bei der Versammlung.

    Gruppenfoto VdK Ortsverband Mosbach
    Der Vorstand von Mosbach mit Jubilaren und Gast: Referentin Jutta Landwehr (links), daneben Ortsverbands-Vizin Annette Kusche und Vorsitzender Hubert Kusche (ganz rechts). | © Sigrid Scholl

    Starker Mitgliederzuwachs

    Der Vorstand um Hubert Kusche hatte dazu in die „Alte Mälzerei“ eingeladen. Er konnte stolz den fast 100 Anwesenden berichten, dass sein Vorstand bereits seit 13 Jahren geschlossen zusammensteht. Und der Ortsverband hat mittlerweile 948 Mitglieder. Das sind 126 mehr als im vergangenen Jahr. Rund 6300 VdK-ler gibt es im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis.Er erwähnte auch in seiner Eröffnungsrede, dass sich Ratsuchende bei sozialrechtlichen Streitfällen an Marcel Hofmann in der örtlichen VdK-Geschäftsstelle Am Henschelberg wenden können. Marcel Hofmann ist Sozialrechtsreferent.

    Erklärung: Die Sozialrechtsreferenten des VdK sind Mitarbeiter des VdK, die sich besonders gut im Sozialrecht auskennen. Sie helfen Mitgliedern bei Streitfällen ihre Rechte durchzusetzen.

    Der Ortsverband um Hubert Kusche lädt auch regelmäßig zu Info-Nachmittagen, Feiern, Ausflügen und Reisen ein.„Neben Infos und Beratung werden auch die Geselligkeit und das menschliche Miteinander beim VdK-Mosbach großgeschrieben“, betonte Hubert Kusche.

    Kassier Erich Schilling präsentierte einen erfreulichen Kassenbericht. Dabei gab es auch viel Dank an die Adresse etlicher Spender. Und die Vorstandschaft versicherte, die Geldspenden stets zum Wohl der Mitglieder bei Veranstaltungen weiterzugeben. Angesichts dieser guten Arbeit durften sich die Verantwortlichen über die einstimmige Entlastung freuen.

    Erklärung: Entlastung bedeutet: Nach einem Kassenbericht des Kassiers müssen die Mitglieder die Richtigkeit des Berichtes bestätigen. Dabei geben sie ihre Stimme ab, ob sie mit dem Bericht einverstanden sind.

    Im Rahmen der Ehrung gab es auch einen Rückblick auf den 100. Geburtstag des langjährigen Mitglieds Ursula Czymay. Über goldene Treueabzeichen durften sich die 25er-Jubilare Clemens Kaiser und Waltraut Weber-Wellmann freuen. Und „Silber“ ging sodann an 14 Mosbacher Mitglieder fürs erste VdK-Jahrzehnt. Dann waren alle ganz Ohr, als Jutta Landwehr vom Pflegestützpunkt Buchen des Neckar-Odenwald-Kreises ihren Vortrag startete. Dieser Pflegestützpunkt ist erst im Juni 2019 feierlich eröffnet worden. Landwehr leitet gemeinsam mit Jutta Baumgartner-Kniel die wohnortnahe Betreuungsstelle.

    Bei der Eröffnung 2019 hatte Landrat Dr. Achim Brötel klargestellt, dass es im Pflegestützpunkt um die umfassende Beratung für die betroffenen Menschen zum Pflegethema geht. Expertenwissen und neuster Wissenstand solle diesen Mitbürgern mehr Sicherheit geben, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen können.

    Jutta Landwehr hob auf der Ortsverbands-Versammlung die Kernpunkte der Einrichtung „Pflegestützpunkt“ hervor. Diese sind: unentgeltliche und unabhängige Beratung zu Fragen rund um das Thema Alter und Pflege. Sowie Auskunft zu sozialrechtlichen und finanziellen Leistungen. Aber auch die Feststellung des persönlichen Hilfebedarfs mit der Erstellung eines persönlichen Hilfeplans. Und die Organisation und Begleitung, wenn Leistungen und Angebote in Anspruch genommen werden.

    Zweiter Stützpunkt

    Jutta Landwehr ist gelernte Krankenschwester und heutige Pflegeberaterin. Sie hatte aber auch beängstigende Zahlen dabei: Die Pflegebedürftigkeit sei zwischen den Jahren 2001 und 2017 um 89 Prozent gestiegen und werde noch weiter zunehmen. Der Neckar-Odenwald-Kreis sei Spitzenreiter in Sachen Pflegequote. 5,4 Prozent der Einwohner des Neckar-Odenwald-Kreises seien pflegebedürftig. Und rund 76 Prozent der Betroffenen würden zu Hause versorgt. Davon nutzten 17 Prozent der Betroffenen einen ambulanten Pflegedienst.

    Erklärung: Pflegequote ist der Anteil der Gesamtbevölkerung der auf eine Pflege angewiesen ist.
    Die interessierten Zuhörer freuten sich zu hören, dass in Mosbach bald ein weiterer Pflegestützpunkt eröffnen soll.

    Abschließend gab Rednerin Landwehr den Anwesenden noch mit auf den Weg:
    „Es zählt nicht, wie alt du bist, sondern wie alt du wirst!“ Denn eine hohe Lebensqualität – gerade auch im Alter – sei notwendig und erstrebenswert.

    bü, Übersetzung: Brigitte Seidel

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