1. April 2020
    EINFACHE SPRACHE

    Von Fitness und gesundem Älterwerden bis zum Bienensterben – Kreisverband Biberach lud wieder nach Bad Buchau ein

    Auf der großen Info-Veranstaltung des Kreisverbands Biberach zogen die Bienen die Zuhörer in ihren Bann. Denn zu dieser Veranstaltung im Goldenen Saal in Bad Buchau hatten diesmal Vorsitzender Helmut Stebner und Team auch einen bekannten Imker verpflichtet. Aber zunächst drehte sich alles um das gesunde Älterwerden.

    © VdK

    Professor Dr. Martin Huonker vom Gesundheitszentrum Federsee in Bad Buchau war Redner. Er wies die 120 Delegierten aus 33 Ortsverbänden darauf hin, dass man heute die Maßnahmen zur Verzögerung des Älterwerdens als „Anti-Aging“ zusammenfasst.

    Erklärungen: Delegierte sind Personen, die zu einer bestimmten Veranstaltung gesandt werden. Sie vertreten die Interessen der Gruppe oder des Vereins zu der sie gehören.
    Der Begriff „Anti-Aging“ ist Englisch und bedeutet „gegen das Altern“.

    Prof. Dr. Huonker erklärte: schon zu Zeiten von Sokrates und Hippokrates hätten regelmäßige und gezielte Aktivitäten beim Älterwerden gegolten. Sie waren ein wirksames Wellnessmittel.

    Erklärung: Sokrates war ein griechischer Philosoph. Hippokrates war ein griechischer Arzt. Beide lebten etwa 400 Jahre vor Christus.

    Heutzutage seien immer mehr Menschen bereits in der Jugend- und Erwachsenenzeit einem Mangel an körperlichem Training ausgesetzt. Besonders die „Kopfarbeiter“. Die körperliche Fitness könne bereits bei 30-jährigen Menschen erheblich eingeschränkt sein. Besonders durch ungünstige erbliche Voraussetzungen wie Gewicht, Körperfett-Anteil oder Muskelmasse. Aber auch in Folge mangelnder Bewegung. Zwischen dem 30sten und 80sten Lebensjahr vermindere sich die Skelett-Muskelmasse um 30 bis 40 Prozent. Ferner nehme die Muskel-Durchblutung stetig ab. Somit falle die körperliche Ausdauer-Leistungsfähigkeit ab dem 40sten Lebensjahr um acht bis zehn Prozent alle zehn Jahre ab.

    Gegensteuern

    Doch da könne man gegensteuern. Durch ein Fitnesstraining ab dem 40sten Lebensjahr. Dabei geht es nicht um den Gedanken des Leistungssports, sagte Martin Huonker. Vielmehr könne man sich an diesem Leitgedanken orientieren: „20 Jahre lang 40 Jahre bleiben“; und dies bis zum 70sten Lebensjahr. Dabei gehe es um die Förderung von Wohlbefinden und Gesundheit.

    Prof. Huonker wies darauf hin: körperliches Fitness-Training könne Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoff-Wechselstörung minimieren. Und deren Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes gegensteuern.

    „Wir sind so alt wie unsere Gefäße“, sagte der Redner. Er informierte darüber, dass bei herzgesunden Personen mittleren Alters mit regelmäßigem Ausdauer-Training eine Verbesserung der Herzfunktion nachgewiesen wurde. Und eine geringere Wandsteifigkeit der Arterien, sowie eine höhere maximale Muskel-Durchblutung unter Belastung. Dieses Ausdauer-Training kann man in Form von Lauftraining, Jogging, Walking oder Radfahren machen.

    Huonker gab zu bedenken, dass zu diesem Fitness-Training auch eine angepasste Ernährungs- und Trinkgewohnheit gehöre. Beispielsweise weniger Alkohol. Schlussendlich zeige dies positive Effekte im Bereich der Lebenserwartung, bekräftigte der Professor.

    Faszination Honigbiene

    Helmut Fesseler lenkte in seinem Vortrag den Blick auf die Honigbiene. Er ist Vorsitzender des Bezirksimker-Vereins Biberach und Vorsitzender im Landesverband Württembergischer Imker. In Deutschland gibt es etwa 130 000 Imker und rund 900 000 Bienenvölker. Das bedeute rund drei Völker pro Quadratkilometer. In Süddeutschland liege man bei vier Völkern.

    Fesseler wird von vielen als „Bienenminister“ bezeichnet. Er erklärte anhand von Bildern die Dreiteilung der Bienenvölker in: Arbeiterin, Königin und Drohne. Er ging auch der Frage nach, warum sich Menschen mit Bienen befassen. Da gehe es um Honig und Gesundheit, um Erholung und Entspannung. Aber auch um Neugierde und Forscherdrang. Zudem um die Herausforderung gegenüber wilden Tieren. Und um den Dienst für Umwelt und Natur – die Wildpflanzen-Bestäubung. „Denn das Halten von Bienen sichert die Herstellung der Nahrung“, stellte der Redner klar.

    Auch das dramatische Thema Insektensterben und Bienensterben blieb nicht ausgespart. Und dem könne jeder einzelne durch das Pflanzen von offenen Blumen entgegenwirken. Fesseler gab zu bedenken, dass Rasenanlagen ohne Blumen im Sommer das Aussterben von Insekten beschleunigten. Aber Fessler ging auch auf die Angst vor Bienenstichen ein. Der Experte riet dazu, ruhig zu bleiben, ruhig zu arbeiten, nicht nach Bienen zu schlagen. Aber auch keine stark duftenden Kosmetik-Artikel zu verwenden.

    Abschließend sprach er über die vielen Produkte, die Bienen neben dem Honig produzieren: Blütenpollen, Gelee Royal, Propolis und Bienenwachs. Ein Zuhörer fragte nach dem gesündesten Honig. Er antwortete: „Alle sind gut und gesund, aber der Waldhonig beinhaltet noch mehr wertvolle Inhaltsstoffe.

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    Britta Bühler
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