11. Oktober 2018

Roland Sing: „Keine Beitragserhöhung in gesetzlicher Pflegeversicherung!“

Sozialverband VdK fordert Solidarausgleich

Eine klare Absage erteilt der Sozialverband VdK Baden-Württemberg anlässlich des Beschlusses des Bundeskabinetts, den Pflegebeitragssatz der gesetzlich Versicherten um 0,5 Prozentpunkte zu erhöhen. Damit will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ab Januar 2019 auf die steigenden Kosten in der Pflege reagieren.

Stattdessen fordert der VdK-Landesvorsitzende Roland Sing: „Angesichts eines Beitragspolsters der privaten Pflegeversicherung von rund 30 Milliarden Euro muss umgehend ein Finanzausgleich zugunsten der gesetzlichen Pflegeversicherung hergestellt werden. Denn die private Pflegeversicherung muss an den zu erwartenden Kostensteigerungen durch mehr und besser bezahltes Pflegepersonal und an den Ausgabensteigerungen im Zuge der notwendigen Pflegereform 2017 unbedingt beteiligt werden“, erneuerte Sing die langjährige VdK-Forderung.

Der VdK-Landeschef verwies in diesem Zusammenhang auf die, so Sing, gesünderen und zahlungskräftigeren Personen, die die private Pflegeversicherung versichere. Es könne nicht sein, Ausgabensteigerungen in der Pflege allein den gesetzlich Versicherten und den Rentnerinnen und Rentnern aufzubürden. „Das sind schließlich gesamtgesellschaftliche Aufgaben!“, bekräftigte Roland Sing die VdK-Forderung nach einem Solidarausgleich zwischen der privaten und der gesetzlichen Pflegeversicherung.