„Gemeinsam aufs Rad ? das ist geradelte Inklusion!“

Behindertenbeauftragte Verena Bentele bei 8. Bäder- und Reha-Radtour dabei

VdK-Landeschef Roland Sing radelte 2015 wieder mit

VdK-Landeschef Roland Sing, Landesärztekammerpräsident Dr. Ulrich Clever, DRV-Chef Hubert Seiter und Dr. Axel Reimann, DRV-Präsident Bund, (von links). | © DRV

Wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam auf ihre Räder, Handbikes und Trikes steigen, dann gibt es wieder, die „Bäder- und Rehatour“. Dann fahren behinderte und nichtbehinderte Menschen, chronisch Kranke und Gesunde gemeinsam quer durch Deutschland und Europa. 2015 ging es am 28. August nach dem Startschuss durch Sozialministerin Katrin Altpeter in Bad Rappenau los und in der Kurstadt endete am 5. September die Tour nach Etappenstopps in Amorbach, Bad Orb, Bad Hersfeld, Gotha, Saalfeld, Bad Colberg, Bad Kissingen und Kloster Bronnbach. Häufig – und auch dieses Jahr wieder mit von der Partie – war der VdK-Vizepräsident und Landesverbandsvorsitzende Roland Sing. Sing, der nur wenige Wochen später sein 74. Lebensjahr vollendete, gehörte zur Gruppe der rund 40 Radlerinnen und Radler. Auf dem Fahrrad ebenfalls mit dabei waren Vertreter der deutschen Gesundheitswirtschaft, Ärzte und Klinikchefs sowie der Landesärztekammerpräsident Dr. Ulrich Clever – und zum ersten Mal die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele. Die blinde frühere Spitzenbiathletin und Paralympicssiegerin fuhr die 9. Etappe auf dem Tandem, gemeinsam mit Hubert Seiter, dem Ersten Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (DRV).

Seiter, seit vielen Jahren ein passionierter Radsportler und bei allen Bäder- und Rehatours auf dem Rad persönlich mit dabei, ist Initiator der vorbildlichen Veranstaltung. Er hatte 2015 zum Auftakt betont: „Inklusion ist viel mehr als ‚nur‘ Integration. Bei uns gehören alle zum Team, sind alle herzlich willkommen! Unsere Tour ist daher ‚geradeltes‘ Miteinander mit viel, viel Spaß dabei.“ So stand die zukunftsweisende Veranstaltung erneut unter dem Motto: „Zeigen, was möglich ist!“ Denn seit Anbeginn will man gemeinsam zeigen, was mit Hilfe guter Reha, solidarischer Unterstützung und viel Willenskraft möglich ist. Bei den ersten sieben Touren wurden bereits rund 280 000 Kilometer zurückgelegt, anders ausgedrückt, 9,6 Mal die Erde umrundet, betont der Krebsverband Baden-Württemberg. Dort weiß man, wie wichtig moderater Sport gegen, bei und nach Krebs ist. Auch gab es schon etliche Tourteilnehmer mit persönlicher Krebserfahrung. Der Krebsverband hatte in 2015 erneut die Schirmherrschaft über die inklusive Mehrtagestour übernommen. Und der Krebsverband sammelte mit der Tour Spenden für Projekte zugunsten krebskranker Menschen.

Zugleich hatten die teilnehmenden Radler eine weitere Botschaft im Gepäck: Sie warben für die vielfältigen Möglichkeiten der Inklusion, der Rehabilitation und der Prävention in Deutschland. Auf der Fahrt durch die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Bayern standen denn auch Besuche bei Reha-Einrichtungen auf dem Programm. Denn mit guter fachlicher und medizinischer Unterstützung bei einer Reha sowie der notwendigen Willenskraft des Einzelnen könne nach einem Unfall oder einer Krankheit die Rückkehr in den Job und damit auch in die Gesellschaft und ins Leben gelingen, ist sich Hubert Seiter sicher. Schließlich bedeute Sport Lebensqualität. Dies bewiesen erneut einige Tourteilnehmer, denen die Rehabilitation nach schweren Unfällen oder Krebserkrankungen wieder ermöglichte, Sport zu treiben und sogar an der Tour teilzunehmen. „Die Tour ist für mich wichtig, weil gerade Sport mich physisch und psychisch fit fürs Leben hält!“, betonte beispielsweise Thomas Gensler, der nach einem schweren Motorradunfall mit dem Liege-Dreirad mitfuhr.

Spendenkonto: Landesbank Baden-Württemberg, Bankleitzahl: 600 501 01, Kontonummer 1 013 900, IBAN: DE 97 6005 0101 0001 0139 00, BIC: SOLADEST600, Stichwort: Bäder- und Rehatour 2015.

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