21. September 2015

„Neumitgliedergewinnung und Mitgliederhaltearbeit sind wichtig!“

“Wie können die sozialpolitische Einflussnahme, die Mitgliederwerbung- und die Mitgliederbindung, die Öffentlichkeitsarbeit aber auch die Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt werden?“ Mit diesen und weiteren zentralen und zukunftsweisenden Fragen der Verbandsarbeit befassten sich der VdK Nordwürttemberg und dessen 19 Kreisverbände auf einer Arbeitstagung in Aalen. Schließlich kommen dem Erfahrungs- und dem Gedankenaustausch seit je her eine große Bedeutung zu. Der Einladung des Bezirks- und Landesvorsitzenden Roland Sing waren denn auch neben den Kreisvorsitzenden die Bezirksverbandsvorstandsmitglieder von Nordwürttemberg und etliche hauptamtliche Mitarbeiter gefolgt. Und mit dabei waren die beiden neuen Kreisvorsitzenden Manfred Stahl (Crailsheim) und Martina Heer (Göppingen), die Landesverbandsgeschäftsführer Hans-Josef Hotz herzlich willkommen hieß. In seinem informativen Überblick über die Arbeit von Bezirks- und Landesverband strich Hotz unter anderem die Verjüngung im VdK Baden-Württemberg heraus. Dort beträgt das Durchschnittsalter jetzt nur noch 62,9 Jahre, während es vor gut zehn Jahren noch bei rund 70 Jahren gelegen hatte. Auch die beiden neuen Amtsinhaber gehören mit 59 beziehungsweise erst 48 Jahren zu den jüngeren Mitgliedern.

Landesverbandsgeschäftsführer Hans-Josef Hotz präsentiert seinen Bericht | © VdK

Die Mitgliedergewinnung, auch aus der Gruppe der jüngeren Menschen, war Schwerpunktthema eines von drei Workshops. Nach intensiver Gruppenarbeit kamen die Teilnehmer überein, dass man zum einen eine intensive Neumitgliedergewinnung betreiben müsse. Andererseits sei auch die gezielte Mitgliederhaltearbeit sehr wichtig. Zur „Haltearbeit“ gehörten beispielsweise: Präsenz zeigen, Öffentlichkeitsarbeit über VdK-Serviceleistungen, Öffentlichkeitsarbeit über Mitgliedervorteile, Nachhaken bei Kritik, wiederkehrende Veranstaltungen. In Sachen Neumitgliedergewinnung empfahlen die Workshop-Teilnehmer, die später ihre Arbeitsergebnisse im Plenum präsentierten, unter anderem diese Maßnahmen: Sprechstunden auch durch VdK-Ehrenamt, Beratungsbesuche zu Hause, Vortragsveranstaltungen vor Ort, Ausflüge und Kurzreisen, gute Internetauftritte von Orts- und Kreisverbänden, Aktionen vor Ort, wie beispielsweise öffentliche Begehungen, um auf bauliche Barrieren aufmerksam zu machen oder Aktionstage in Kreisverbandsbüros. Auch sei die örtliche Pressearbeit wichtig, betonten Mitwirkende. Um mit jüngeren Menschen ins Gespräch zu kommen, empfahlen die Workshop-Teilnehmer unter anderem Kontakte zu Berufsschulen oder auch zu Pflegeschulen.

Zur „Aktivierung des Ehrenamts“ hält man sogenannte Helferfeste aber auch Kreisverbandsworkshops sowie Kooperationen von Ortsverbandsvorstandsteams für wichtig, ebenso Aktionen wie „Menschen kennen Menschen“. Zudem müsse die sogenannte Marketing-Info, die es seit über zwei Jahren regelmäßig für die Verbandsstufen gibt, weiter ausgebaut werden. Die Mitwirkenden empfahlen den Vorständen auch, eine Bestandsaufnahme zu betreiben und die Situation vor Ort konkret in Punkto Ehrenamt zu analysieren. So könne man sich wappnen für die Zukunft. Denn der Sozialverband VdK braucht das Ehrenamt. Darüber herrscht seit Langem Konsens. So war es zu Beginn vor 70 Jahren und so ist und bleibt es nach wie vor. Deshalb müsse es auch Schulungsangebote für Ortsverbände geben und das Schulungsangebot müsse auch thematisch erweitert werden, schlugen Workshop-Teilnehmer vor und brachten als Beispiele Rhetorikschulungen oder auch Schulungen in Veranstaltungsführung. Angeschnitten wurde auch die Frage nach einer etwaigen Befreiung von Schulungsgebühren für Ortsverbände. Eine gewisse Selbstbeteiligung wird von vielen jedoch als notwendig erachtet, um zu erreichen, dass Schulungen nur von tatsächlich Interessierten besucht werden. Schließlich bedeute Ehrenamt auch Eigenverantwortung, brachte es einer der Teilnehmer auf den Punkt.

Beim Workshop über Möglichkeiten der Verstärkung der sozialpolitischen VdK-Einflussnahme schlugen die Teilnehmer vor, regelmäßigen Kontakt zu Bundes- und zu Landtagsabgeordneten zu pflegen und mindestens einmal pro Jahr das gezielte Gespräch zu zentralen sozialpolitischen Themen zu suchen. Außerdem solle verstärkt auf die Grundpositionen des VdK Deutschland hingewiesen werden. Der Workshop plädierte auch dafür, Kontakte zu kommunalen Behindertenbeauftragten zu suchen, ebenso zur Kreisärzteschaft, zu den Krankenkassen vor Ort, zur Kreispflegschaft, zum Kreisseniorenrat, gegebenenfalls auch zum Kreisbehindertenring und zu Bürgermeistern und Landräten. Und last but not least sei die aktive VdK-Pressearbeit vor Ort sehr wichtig.

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