10. Juli 2015

VdK-Tagung mit erneuter Rekordbeteiligung

Betriebliches Eingliederungsmanagement realisieren, Inklusion im Arbeitsleben umsetzen

570 Behindertenvertreter und 44 Aussteller auf - 13. VdK-Landesschulung in Harmonie Heilbronn

„Wir brauchen das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), um die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zu erhalten“, war eine der zentralen Forderungen der Referenten der 13. VdK-Landesschulung für Behindertenvertreter in Heilbronn.

Auf der alljährlichen Fachtagung des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg, seit 2008 stets in der Harmonie Heilbronn durchgeführt, warben die Behindertenexperten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für das BEM – gerade auch in Zeiten des demografischen Wandels und angesichts von mittlerweile einem Drittel der Beschäftigten im Alter 50+. Es gelte, die Ausgliederung von Menschen aus dem Ersten Arbeitsmarkt zu verhindern und es gelte, alternde Belegschaften und insbesondere auch Fachkräfte in den Unternehmen zu halten und Fachwissen zu bewahren. Die Experten hoben die Bedeutung des BEM als wichtiges betriebsnahes Rehabilitations-Instrument hervor, um Langzeiterkrankungen Beschäftigter zu vermeiden und um eine schnelle Rückkehr erkrankter Arbeitnehmer an den Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Außerdem gelte es, die von der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) geforderte Inklusion von Menschen mit Behinderung auch im Arbeitsleben zu realisieren.

In Sachen Inklusion gebe es gerade in Deutschland und in Baden-Württemberg noch viel Handlungsbedarf. Und hier bilde das bereits seit elf Jahren gesetzlich verankerte Betriebliche Eingliederungsmanagement einen wesentlichen Baustein. Die Experten riefen die 570 anwesenden Behindertenvertreter, Betriebs- und Personalräte, Arbeitgeberbeauftragte und VdK-Behindertenobleute dazu auf, für das BEM zu werben. Ebenso plädierten Referenten und Teilnehmer für eine Stärkung der Schwerbehindertenvertretungen in Betrieben und Behörden und vor allem auch für die Verbesserung der Position der Ersten Stellvertreter der Schwerbehindertenvertrauenspersonen.

Auch im Foyer der Harmonie und vor dem Kongresszentrum, wo diesmal 44 Aussteller ihre Arbeit präsentierten, ging es um Betriebliches Eingliederungsmanagement, um Gesundheitsvorsorge, um Barrierefreiheit, um Selbsthilfearbeit sowie um Sozialrechtsschutz. Hier präsentierte die Heilbronner VdK-Servicestelle ihre Arbeit. Wie in den Vorjahren konnten sich nicht nur die Schulungsteilnehmer, die aus ganz Baden-Württemberg und anderen Bundesländern angereist waren, sondern auch alle anderen interessierten Bürger informieren und mehrere behindertengerechte Autos sowie Spezialfahrräder besichtigen.

Der Sozialverband VdK, der zu Schulung und begleitender Ausstellung eingeladen hatte, hat bundesweit über 1,7 Millionen Mitglieder, in Baden-Württemberg 220 000. Sie erhalten Sozialrechtsschutz und weitere Leistungen. Zudem vertritt der VdK die sozialpolitischen Interessen von Menschen mit Behinderung, von Pflegebedürftigen, von Rentnern und Senioren sowie von Grundsicherungsbeziehern. Ebenso unterstützt der VdK seit Jahrzehnten die Arbeit von Schwerbehindertenvertrauenspersonen und organisiert Schulungen für diese Personenkreise.

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