23. Mai 2014

Tübinger VdK-Kreisfrauentag informierte über Rente und Pflege

Warnung vor Altersarmut


Altersarmut, Mütterrente und Pflegereform standen im Mittelpunkt des diesjährigen Tübinger Kreisverbandstag. Im Gasthaus Germania in Tübingen-Bühl konnte Kreisfrauenvertreterin Ursula Moosburger 24 interessierte Ortsverbandsfrauenvertreterinnen willkommen heißen. Zum Teil hatten die mitgliederstarken Ortsverbände noch zusätzliche Vertreterinnen entsandt oder auch Frauenbeauftragte von zusammengeschlossenen Ortsverbänden. Kreischef Manfred Brüssel freute sich denn auch über diese große Resonanz und würdigte den Einsatz der VdK-Frauen. In seinem Grußwort gab er einen Überblick über den VdK-Einsatz in Sachen Rente und im Bereich Pflegereform. Die Schere zwischen Arm und Reich dürfe nicht noch weiter auseinender gehen, weshalb die Bundesregierung schnell die entsprechenden Maßnahmen ergreifen müsse, mahnte Brüssel.

Vorstandskollegin Moosburger verteidigte in ihrer Rede den seit 2014 geltenden U-35-Beitrag für junge VdK-Mitglieder in Baden-Württemberg. Schließlich benötige der Verband neue und junge Mitglieder, um auch weiterhin zukunftsfähig zu sein und zu bleiben. Mit dem um die Hälfte reduzierten Beitrag für Menschen unter 35 Jahren wolle der VdK Baden-Württemberg ein Zeichen gegenüber der Jugend setzen. Denn, so Moosburger, der Sozialverband VdK könne auch in Zukunft nur mit vielen Mitgliedern schlagkräftig sein. Und dies sei eine Grundvoraussetzung, um Stärke zu zeigen und um im Interesse der Mitglieder bei den Politikern Ansprüche und Leistungen durchsetzen zu können. Zugleich appellierte Ursula Moosburger an die örtlichen VdK-Frauenvertreterinnen, sich in dieser Sache aktiv an der Mitgliederwerbung zu beteiligen. Ein weiteres Thema in der „Germania“ war „Pflegestützpunkt – Erfahrungen vor Ort“. Die Nachfrage bei den Teilnehmerinnen habe ergeben, dass die im Jahr 2011 im Kreis Tübingen eingerichteten Beratungsstellen gut angenommen würden. Hilfsangebote und Kontakte kämen bei den betroffenen pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen gut an. Sodann erinnerte Kreisfrauenvertreterin Moosburger an die VdK-Forderungen anlässlich des Bundestagswahlkampfs 2013. Sie verwies auf den VdK-Appell nach einer rentenrechtlichen Gleichstellung der Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben gegenüber Müttern, die erst ab Januar 1992 ein Kind bekommen haben. Auch weitere rentenrechtliche VdK-Forderungen wie die Abschaffung der Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente oder auch die Rückkehr zur sogenannten dynamischen Rente kamen beim Kreisfrauentag zur Sprache. Für rentenrechtliche Details war Heike Klett von der Deutschen Rentenversicherung zuständig. Die Referentin pickte sich in ihrem Vortrag insbesondere die Renten heraus, die für Frauen eine wesentliche Rolle spielen.

Zum Abschluss der Konferenz wurde allen klar: Der Sozialverband VdK muss und wird auch weiterhin dafür kämpfen, dass die Rente zum Leben reicht und dass keine Altersarmut produziert wird.

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