29. November 2013

Politischer Herbst beim VdK Wiesloch

Ganz im Zeichen der Bundestagswahl stand die Herbstfeier des VdK Wiesloch. Die gut besuchte Ortsverbandsveranstaltung widmete sich den aktuellen sozialpolitischen Fragestellungen, die der Sozialverband VdK anlässlich der Bundestagswahl 2013 öffentlich thematisiert hatte. Der Vorsitzende Rainer Schlipper wies darauf hin, dass die VdK-Forderungen zu Armut, Rente, Gesundheit, Pflege und Behinderung nach wie vor aktuell sind. Jetzt gelte es, die Koalitionäre damit zu konfrontieren. Vor allen Dingen müsse man sofort die Rente armutsfest machen, damit das Thema Altersarmut nicht zum großen Problem der nächsten Jahre werde, betonte Schlipper. Der Ortsverbandschef sprach sich auch für die Weiterentwicklung der Pflegeversicherung aus und kritisierte, dass die bisherige Bundesregierung diese Thematik vernachlässigt habe. Deshalb müsse schnell der neue fünfstufige Pflegebedürftigkeitsbegriff her, der den Verantwortlichen längst vorliege. Und angesichts von Preissteigerungen seit Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 müsse man auch die Beträge anheben. Schließlich hätten sich alle Leistungen in den vergangenen 18 Jahren auch inflationsbedingt verteuert. In seinem umfangreichen sozialpolitischen Referat kam Schlipper auch auf die Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung zu sprechen und er wies darauf hin, wie sich Mitglieder beim Sozialverband VdK im Rahmen der regelmäßigen Sprechstunden Rat holen können. In Wiesloch finden immer am ersten und dritten Dienstag im Monat Sprechstunden statt.

Nach einem kurzen musikalischen Intermezzo mit Reiner Baumgartner kam Rainer Schlipper in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kreisseniorenrats des Rhein-Neckar-Kreises auf das Thema Vorsorge im Alter zu sprechen. Wichtig sei – auch für jüngere Menschen – rechtzeitig vorzusorgen, um im Falle der Entscheidungsunfähigkeit gewappnet zu sein. Schließlich könne der Fall der Entscheidungs- und Hilflosigkeit durch Unfall, Krankheit oder andere Dinge von einem auf den anderen Tag geschehen. Wichtig sei es, eine Vollmacht zu erteilen, in der für den entsprechenden Fall festgelegt ist, wer und wann wie für einen entscheiden solle. Schlipper wies die Zuhörer auf die hierbei beachtenswerten Punkte hin. Auch informierte er darüber, dass, wenn keine Vollmacht vorliege, von gerichtlicher Seite eine Betreuung festgelegt werde. Auch hier könne man mit einer Betreuungsverfügung rechtzeitig vorsorgen und festlegen, wer die Betreuung wahrnehmen soll und wer nicht. Zum Schluss kam der örtliche VdK- und Seniorenratsvorsitzende noch auf die Patientenverfügung zu sprechen, die mittlerweile schon sehr weit verbreitet sei. Daher würden, so Rainer Schlipper, Krankenhäuser bereits bei der Einlieferung eines Patienten oft danach fragen. In der Patientenverfügung könnten die Menschen festlegen, wie für sie im Notfall die Behandlung erfolgen beziehungsweise nicht erfolgen solle. Schlipper hob zugleich hervor, dass es bei der Patientenverfügung keine allgemeinen Empfehlungen geben könne. „Denn jeder hat zu den angesprochenen Fragen seine ganz persönlichen Antworten“. Zum Schluss war die Bühne frei für Inge Burkhardt, die mit ihrem Rollatorsketch für lustige Momente im Saal sorgte. Ebenso erfreuten sich die Besucher am gemeinsam von Burkhardt und Margot Keller vorgetragenen Rentnerlied. Am Ende der harmonischen und informativen Wieslocher Herbstfeier verwies der Vorsitzende Schlipper noch auf die Ortsverbandsausfahrt nach Ödenwaldstetten.

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