18. Oktober 2013

Italien wie im Bilderbuch bei bestem Spätsommerwetter

Abwechslungsreiche Radreise mit VdK und ADFC durch schöne Emilia Romagna

Italien wie aus dem Bilderbuch erlebten die 31 Teilnehmer der einwöchigen Radreise, die der VdK Baden-Württemberg gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), erstmals veranstaltete. Von Stuttgart aus ging es mit Stationen in Ulm und Memmingen über den Brenner per Bus in die Emilia Romagna. Auf dem Anhänger die eigenen Räder und Leihräder. Am Ankunftstag an der Adria gab es eine kleine Einrolltour zum Muskeln lockern an den Hafen und durch die schöne Altstadt von Cesenatico. Neben Tourenradfahrern, Mountainbikern, Rennradfahrern und E-Pedelec-Nutzern waren auch eine Liegeradfahrerin und ein Tandempaar mit von der Partie.

Das Hotel Riz ist ganz auf die Bedürfnisse von Radfahrern eingestellt. Die Räder stehen über Nacht sicher und bei Reparaturen hilft eine Werkstatt in der Nähe schnell weiter. Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten die Teilnehmer in der Regel gegen 9 Uhr. Die Touren mit unterschiedlichen Anforderungen wurden jeweils am Vorabend von den drei ehrenamtlichen Führern Hans-Jürgen, Inge und Hans vom ADFC vorgestellt und erläutert. Jeder trug sich dann auf der entsprechenden Liste ein. Man konnte die Gruppen wechseln und auch problemlos mal einen Tag aussetzen, falls erforderlich. Abends gab es einen Rückblick auf die Touren, Anregungen und Änderungen wurden flexibel gehandhabt.

In drei Gruppen wurde je nach Kondition die jahrhundertealte Kulturlandschaft der Emilia Romagna entlang der Flüsse Rubicon und Marecchia erradelt. An die Römerzeit erinnerten die zahlreichen Cäsarbüsten. Im Mittelalter herrschte die Familie Malatesta drei Jahrhunderte in der Region. Die für die Gegend so typischen zahlreichen Festungen, Türme und Schlösser stammen weitgehend aus dieser Zeit. Das Spätsommerwetter war hervorragend, kein Regen und Temperaturen um die 25 Grad. Da macht Radfahren Freude. Die drei erfahrenen ADFC-Tourenführer hatten weitgehend Wege abseits vom Autoverkehr ausgesucht. Täglich fuhren die Gruppen 40 bis 80 Kilometer durch die Region, die je nach Strecke etliche Höhenmeter zu bieten hat. Natürlich stand das Radfahren im Vordergrund. Doch die Gruppen machten immer mal wieder kurz Halt, sei es für eine Besichtigung oder eine Pause. Die verschiedenen Tagestouren führten durch die fruchtbare weite Ebene mit Gemüsefeldern und Obstplantagen. Parallel zur Adriaküste ging es durch Pinienwälder bis nach Rimini mit dem Augustusbogen und der Tiberiusbrücke. Der Blick vom Radsattel schweifte über die Ebene hinaus auf die immer hügeliger werdende Landschaft mit ihren schönen alten Orten.

In Cesena wurde die Biblioteca Malatestiana aus dem 15. Jahrhundert mit kostbaren Originalhandschriften und einer außergewöhnlichen Architektur besichtigt, die seit 2005 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Im Bergort Sogliano testeten einige den Pecorino di Fossa, einen Schafsmilchkäse, der in einer Tuffsteingrube mehrere Monate heranreift. In Gambettola bedruckt die Familie Pascucci seit 1826 Leinen der Region mit typischen Mustern. Kaltgepresstes Olivenöl in Bioqualität gab es in einer Ölmühle zu kosten. Cappuccino, das für die Emilia Romagna typische Fladenbrot Piadina und frische Piselli-Nudeln im Cafe in Bertinoro waren die Belohnung für eine fordernde Bergfahrt in den wunderschönen Ort, gekrönt von einer Burg, in der sich heute die Universität befindet. Ein besonderes Erlebnis: die Führung durch die Gänge unterhalb der Festung von Santarcangelo. Zu den Höhepunkten zählten die hoch auf einem Felsen gelegene uneinnehmbare Festung San Leon mit der berühmten romanischen Kirche und der Ort Verucchio. Der Bus inklusive Fahrradanhänger fuhr durch viele Kurven den Berg hinauf. Für den erfahrenen Busfahrer Klaus von „Weiss & Nesch Radreisen“ war das ein Kinderspiel. Oben angekommen, wurden die Räder ausgeladen. Die Aussicht in alle Richtungen war ebenso einmalig wie die Abfahrt bei bestem Spätsommerwetter. Der Blick reichte in das bergige Hinterland, an die Adriaküste und hinüber nach San Marino. Wer wollte, konnte auch ein Stück mit dem Bus mit hinunter fahren. Zwischen 15 und 16 Uhr kamen die Gruppen nach jedem Ausflug wieder am Hotel an. Für den ersten Hunger stand dort ein Nudelbuffet bereit. Anschließend konnte man im Wellnessbereich mit Sauna, Massage und Whirlpool auf der Dachterrasse entspannen oder an den Strand gehen. Das Abendbuffet um 19 Uhr ließ keine Wünsche offen. Von einem reichhaltigen Antipasti-Angebot, über Suppe, Pasta und warme Gerichte, eine qualitativ hochwertige Käseauswahl und tolle Nachspeisen inklusive einem extra Eisbuffet wurde alles geboten, was die leckere Küche der Emilia Romagna bereithält; Getränke inklusive, die man sich vom Vino über Softgetränke und Wasser selbst zapfte. Für einen Abend hatte das Hotel ein Abendessen mit Weinprobe in einem typischen Lokal in Santarcangelo auf dem Festungsberg organisiert. Köstlichkeiten aus der Region, alle frisch aus der Küche auf den Tisch. Da hieß es trotz täglichem Radfahren, die Waage im Blick zu behalten. Es war eine sehr schöne Reise. Alle sind heil und gesund angekommen, einschließlich vieler toller Eindrücke aus einer einmaligen Landschaft. Hinweise zur diesjährigen Fahrt und Vorschläge für attraktive neue Ziele haben die Tourenleiter auf ihren Auswertebögen mit nach Hause genommen. Man darf gespannt sein, welches schöne Ziel im nächsten Jahr lockt.
Sabine Kohls

Denkmäler von Julius Cäsar begegneten der Radgruppe des Öfteren. | © Sabine Kohls
Auch in der Ebene gab es interessante Ziele für die Vdk-Radtouristen. | © Sabine Kohls
Fels im bergigen Hinterland. | © Sabine Kohls
Wer wollte, konnte auch Berge mit dem Fahrrad erklimmen. Von dort hatte man eine Fernsicht bis zum Mittelmeer. | © Sabine Kohls
Die Gruppe in Cesenatico vor dem Denkmal für den verstorbenen italienischen Radrennfahrer Marco Pantani. | © Thomas Sperling
Landestypische Produkte werden hier angeboten. | © Sabine Kohls
Pausen müssen sein und bereiten Freude. | © Sabine Kohls
Täglich gab es kulinarische Köstlichkeiten der Emilia Romagna. | © Sabine Kohls
Viele Radfahrer in der Stadt. | © Sabine Kohls
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