15. März 2013

Pedelecs erleichtern das Radfahren und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit

Das häufige Auf und Ab kennzeichnet vielerorts in Baden-Württemberg die Topografie. Dies kann gerade älteren Menschen das Radfahren verleiden, werden doch für die in vielen Gegenden üblichen Anstiege Muskelkraft und Ausdauer und vor allem auch Kraftausdauer verlangt. Wie schön wäre es, wenn es jetzt einen kräftigen Rückenwind gebe, mag sich hier mancher schon gedacht haben. „Eingebauter Rückenwind“ ist beim Fahrrad längst Realität: Unterstützende Elektroantriebe in Fahrrädern gibt es seit etlichen Jahren in unterschiedlichen Modellen, zu unterschiedlichen Preisen – und die Entwicklung geht weiter zu noch mehr Produktvielfalt und noch mehr bedürfnisgerechten Fahrrädern.

Die Pedelecs (Kunstwort für „Pedal Electric Cycle“) erfreuen sich denn auch zunehmender Beliebtheit. Der beim Pedelec eingebaute Elektromotor unterstützt die Fahrer beim Treten der Pedale. So bekommt man die nötige Unterstützung, muss aber – anders als bei reinen E-Bikes – weiterhin Radfahren, also in die Pedale treten. Die Pedelecs unterstützen während des Tretens auch nur bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Wer schneller fahren möchte, ist auf die eigene Körperleistung angewiesen. Pedelecs gelten deshalb auch nicht als Elektrofahrräder oder E-Bikes im klassischen Sinne, sondern sie sind rechtlich dem Fahrrad gleichgestellt. Dies hat für die Nutzer wichtige Konsequenzen: Sie benötigen weder ein Versicherungskennzeichen, noch eine Zulassung, noch einen Führerschein. Zudem besteht keine Helmpflicht und auch keine Altersbeschränkung.

Trotz der Begrenzung des Unterstützungsmotors auf 250 Watt und auf eine Geschwindigkeit von maximal 25 Stundenkilometern kann die plötzliche Unterstützung durch den „eingebauten Rückenwind“ für ungeübte Pedelec-Nutzer noch gewöhnungsbedürftig sein. Um den Nutzern die Anpassung zu erleichtern, können bei den Pedelecs die Unterstützungsgrade in mehreren Stufen eingestellt werden. Sensoren berücksichtigen hier beispielsweise die Kraft des Radlers auf den Pedalen und steuern so die Unterstützung. Dies erhöht für die Nutzer die Sicherheit. Außerdem empfehlen sich spezielle Pedelec-Übungskurse, die beispielsweise der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) anbietet. (Siehe Infoartikel auf diesen Seiten.) Auch vor dem Kauf eines solchen Spezialrads sollte man sich gut informieren, Vergleiche anstellen und Pedelecs testen. Unterschiede, die sich auch im Preis niederschlagen können, gibt es beispielsweise beim Akku-Typ. Die Reichweite der Akkus ist abhängig von der darin gespeicherten Energie aber auch von dem Energieverbrauch, der wiederum von Faktoren wie Fahrer- und Radgewicht, Unterstützungsgrad oder Steigungen abhängt. Eine Produktberatung in Sachen Pedelecs gehört mit zu den Serviceleistungen des ADFC. Pedelec-Informationen gibt es beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club zudem unter www.adfc.de/news oder unter www.adfc.de/technik im Internet.

Die auf diesen Seiten beschriebenen ADFC-Kurse „Besser Rad fahren“ für VdK-Mitglieder könnten bei Interesse auch mit Pedelecs absolviert werden. Weitere Informationen hierzu gibt es beim ADFC Baden-Württemberg, Reinsburgstraße 97, 70197 Stuttgart, Telefon (07 11) 62 89 99, Fax (07 11) 6 15 77 37, E-Mail landesverband@adfc-bw.de sowie unter www.adfc-bw.de im Internet.

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