1. April 2015
Pflege-TÜV

VdK begrüßt Überarbeitung

Forderung nach mehr Aussagekraft durch K.O.-Kriterien

„Endlich will die Bundesregierung handeln“, begrüßt Willi Jäger, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Rheinland-Pfalz, die angekündigte Reform des Pflege-TÜVs. Ab Januar 2016 soll die Bewertung von Pflegeeinrichtungen nach Schulnoten ausgesetzt werden, bis ein neues Bewertungssystem erarbeitet worden ist.

© imago/Westend61


Bereits bei Einführung des Pflege-TÜVs 2009 hatte der VdK kritisiert, auf welche Weise die Abschlussnote für ein Heim zustande kommt. Denn alle Einzelergebnisse werden miteinander verrechnet – egal, wie wichtig oder unwichtig sie sind. „So lässt sich eine schlechte Note für Druckgeschwürvorsorge mit einer guten Note für eine gepflegte Gartenanlage ausgleichen“, macht Jäger auf die größte Schwäche des Bewertungssystems aufmerksam. Deshalb fordert der Sozialverband VdK seit Jahren die Einführung von „K.O.-Kriterien“. Nur so könne garantiert werden, dass schlechte Ernährung, zu wenig Flüssigkeit, falsch behandelte Druckgeschwüre, Hygienemängel und verkehrter Umgang mit Demenzkranken automatisch zu einer „mangelhaften“ Bewertung führen.

Bis ein neues Bewertungssystem erarbeitet wird, sollen Kurzzusammenfassungen über die Pflegeinrichtungen informieren. „Wie aussagekräftig und hilfreich diese Zusammenfassungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörige sein werden, können wir noch nicht sagen“, erklärt Jäger. „Aber das darf nur eine Zwischenlösung sein. Wir brauchen ein aussagekräftiges Bewertungssystem, das auf den ersten Blick für Klarheit sorgt und eine menschenwürdige Pflege garantiert.“

Katie Scholl

Schlagworte Pflege-TÜV | Pflegereform | Bundesregierung

Kontakt

Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kaiserstraße 62
55116 Mainz

Telefon: 06131/66970-0
Telefax: 06131/66970-30

Michael Finkenzeller

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 06131/66970-33

E-Mail schreiben