21. Mai 2019

Weitere Schritte zum digitalen Patienten

Die Digitalisierung wirkt sich auch auf das Gesundheitswesen aus. So gibt es mit dem sogenannten E-Health-Gesetz einen neuen Zeitplan für den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Dennoch ist es ein langer Weg von der allerersten Krankenkassenkarte 1995 bis zur geplanten elektronischen Patientenakte 2021.

© imago/emil umdorf


Ein Mann ist erkrankt und bucht online einen Arzttermin. Die Ärztin kann sofort auf seine Gesundheitsdaten zugreifen. Aufgrund seiner Vorgeschichte verschreibt sie dem Mann ein anderes Medikament als üblich und überweist den Fall auf elektronischem Wege an denjenigen Facharzt, der aktuell die kürzeste Wartedauer hat. Zugleich geht in der Apotheke das elektronische Rezept ein, sodass der Patient sein Medikament nur noch abzuholen braucht. In einem Internetportal kann er später seine Laborwerte einsehen und erhält den aktualisierten Medikationsplan.

Klingt nach ferner Zukunft? Nein, das Szenario ist absolut realistisch: in unseren Nachbarland Dänemark. Wie viele nordeuropäische Länder hat auch Dänemark vor vielen Jahren konsequent eine digitale Infrastruktur im Gesundheitswesen aufgebaut. Schrittweise wurden digitale Rezepte, Krankenakten und Überweisungen eingeführt. Über das Online-Portal sundhed.dk können die Patientinnen und Patienten alles einsehen und nachvollziehen, wer Zugriff auf die Gesundheitsdaten hat. Die Digitalisierung der Prozesse verhindert Fehlbehandlungen, ermöglicht den Patientinnen und Patienten mehr Kontrolle und spart den Beschäftigten von Praxen und Kliniken Bürokratie. Bei der Digitalisierung von Vorgängen müssen aber auch Bestimmungen des Datenschutzes beachtet werden.

Auch das deutsche Gesundheitswesen befindet sich in einem derartigen Veränderungsprozess. Einiges bewegt sich hierzulande langsamer als in Dänemark, aber die Digitalisierung schreitet voran. Mit dem E-Health-Gesetz wurden die nächsten Schritte festgelegt und der Zeitplan aktualisiert. Die elektronische Gesundheitskarte erhält nach und nach weitere Funktionen und wird langfristig um eine elektronische Patientenakte ergänzt.

Was die elektronische Gesundheitskarte heute schon kann und welche Weiterentwicklungen noch kommen sollen, erfahren Sie im Thema des Monats Juni.

Unser Thema des Monats als Broschüre:

Moritz Ehl

Schlagworte Gesundheit | Gesundheitsdaten | Patientenakte | Digitalisierung

Service für blinde und sehbehinderte Leserinnen und Leser:


Unser Thema des Monats können Sie sich hier als reines Textformat (rtf-Datei) herunterladen:

TdM Juni Elektronische Gesundheitskarte.rtf (4,47 MB, RTF-Datei)

Hier können Sie unser Thema des Monats als pdf-Datei herunterladen:

Elektronische Gesundheitskarte.pdf (255,94 KB, PDF-Datei)

Der Sozialverband VdK - ein starker Partner

Unabhängig. Solidarisch. Stark: Der Sozialverband VdK stellt sich vor. Erfahren Sie, wofür sich Deutschlands größter Sozialverband einsetzt und warum es sich lohnt, Mitglied zu werden.
© VdK

Die Geschäftstellen der Kreisverbände befinden sich flächendeckend in Rheinland-Pfalz. Hier finden Sie eine Liste unserer
Kreisverbände

© imago/blickwinkel

Der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz schult die Vertrauensleute der Schwerbehinderten.
Unsere Seminare für betriebliche Integrationsteams 2019

© Michael Finkenzeller

Auch 2019 veranstaltet der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz Schulungen für ehrenamtliche Richter. Die Termine 2019: Sozialrichterschulungen

© Ringhotel Haus Oberwinter

Das Hotel "Haus Oberwinter" liegt in traumhafter Umgebung oberhalb von Oberwinter mit Blick auf den Rhein.
www.haus-oberwinter.de

Symbolfoto: Zwei junge Frauen bei der Beratungsstelle einer Krankenkasse.
© AOK-Mediendienst

Der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz bietet für seine Mitglieder Beratung in allen Angelegenheiten des Sozialrechts.