Krankenkassen müssen Gebärdenkurs bezahlen

Das Sozialgericht Koblenz hat in seiner Entscheidung vom 1. März 2016 entschieden, dass gesetzlich Krankenversicherte einen Anspruch auf Gebärdensprachkurse haben, wenn ihnen ein Arzt eine entsprechende Hörstörung bescheinigt (Aktenzeichen S 14 AS 760/15).

Im streitigen Fall entschied das Gericht zu Gunsten des Versicherten, welcher an einer unheilbaren Hörstörung leidet. Da dem Betroffenen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Taubheit droht, beantragte er bei seiner Krankenkasse die Kostenübernahme für einen Sprachkurs. Der Kläger wollte vor Eintritt der vollständigen Taubheit die Gebärdensprache erlernen. Der Facharzt bescheinigte ihm die Wichtigkeit des frühzeitigen Erlernens, um damit vertraut zu werden. Das Gericht stufte die Teilnahme an einem solchen Kurs als Krankenbehandlung ein. Aufgrund der medizinischen Notwendigkeit müsse die Krankenkasse die Kosten hierfür übernehmen, wenngleich die Gewährung von Sprachkursen normalerweise nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehört.

Schlagworte Gebärdensprachkurs | Hörstörung | Taubheit

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Wird man aus dem Krankenhaus entlassen, stellt sich oft die Frage, wie es Zuhause mit der Versorgung weitergehen soll. Dafür gibt es in Deutschland das sogenannte "Krankenhaus-Entlassungsmanagement": Damit sollen bisherige Versorgungslücken beim Übergang vom Krankenhaus nach Hause oder in die Kurzzeitpflege geschlossen werden.
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