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Missstände in Pflegeheimen aufdecken

"Demenzkranke können sich nicht wehren. Um menschenunwürdigen Missständen auf die Spur zu kommen, muss der Medizinische Dienst der Krankenkassen die Pflegeheime regelmäßig unangemeldet kontrollieren." Dies fordert der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, anlässlich des aktuellen Pflege-Prüfberichts.
Demenz ist die Hauptursache für die stationäre Pflege. Die Zahl der Demenzkranken wird weiter steigen. Hirrlinger: "So viele Altenheime, wie bei der demographischen Entwicklung erforderlich wären, können kaum gebaut werden, weil das Geld fehlt. Deshalb müssen die ambulanten Dienste ausgebaut werden, damit Pflegebedürftige ausreichend zu Hause versorgt werden können."
Menschen, die nicht mindestens 90 Minuten Hilfe am Tag brauchen, bekommen bisher überhaupt keine Pflegeleistungen. Das sind diejenigen, die beispielsweise nur zu drei Viertel in die Pflegestufe 1 gehören. Dazu zählen insbesondere Demenzkranke, die vor allem Betreuung und nur teilweise Pflege benötigen. Daher fordert der Sozialverband VdK im Rahmen der Pflegereform eine Pflegestufe 0 einzuführen.
Die Anhebung der Leistungen für Demenzkranke von 460 Euro auf bis zu 2400 Euro im Jahr reicht bei weitem nicht aus, um die Pflege von Demenzkranken zu Hause zu organisieren. VdK-Präsident Hirrlinger: "Die finanziellen Leistungen für niederschwellige Angebote für Menschen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung müssen kurzfristig angehoben werden." (Sabine Kohls)
Lesen Sie hier das VdK-Positionspapier zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung von Juni 2007:
[06/2007] Vorschläge des Sozialverbands VdK Deutschland zur Weiterentwicklung der sozialen Pflegeversicherung


