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Was bedeutet Inklusion eigentlich?

Inklusion

© waph

Lesen Sie untenstehend: Der VdK verhilft Mitglied aus Villingen zu einem behindertengerechten Auto

Unsere Gesellschaft besteht aus vielen verschiedenen Menschen.

Zum Beispiel aus:

Männern und Frauen,
Kindern und älteren Menschen,
Menschen aus anderen Ländern,
und Menschen mit und ohne Behinderung.

und das ist gut so.

Denn so können alle Menschen voneinander lernen.
Alle Menschen haben besondere Fähigkeiten.
Jeder Mensch kann etwas besonders gut.

Zum Beispiel:
Ältere Menschen haben schon viel in ihrem Leben erlebt. Das können sie den jüngeren Menschen erzählen. Und die jungen Menschen können viel von den älteren Menschen lernen.
Junge Menschen können viel für ältere Menschen tun. Sie können älteren Menschen im Alltag helfen. Oder sie können für die älteren Menschen da sein. Damit sie nicht einsam sind. Die Menschen in einer Gesellschaft müssen sich gegenseitig helfen und unterstützen.
Damit es allen in dieser Gesellschaft gut geht. Und so ist es auch bei Inklusion.

Denn Inklusion bedeutet:

Alle Menschen sollen überall dabei sein.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Alle Menschen können selbst bestimmen, was sie wollen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Dafür brauchen Menschen mit Behinderung Unterstützung und Hilfe, damit es ihnen in unserer Gesellschaft gut geht.
Es geht um die Rechte von allen Menschen
Es gibt schon viele Gesetze und Regeln für Inklusion.
Zum Beispiel die Behinderten-Rechts-Konvention der Vereinten Nationen. Die Vereinten Nationen sind 192 Länder.

!Inklusion in 80 Sekunden erklärt! Sehen Sie im Film, was Inklusion ist:
http://www.youtube.com/watch?v=COJyb3D_JjA

Das erste Mal

© Aktion Mensch

Die Länder haben sich zusammen getan und machen zusammen Politik.
Die Behinderten-Rechts-Konvention ist ein Vertrag.

In dem Vertrag steht:

Menschen mit Behinderungen sollen die gleichen Rechte haben wie Menschen ohne Behinderungen.
Menschen mit Behinderung sollen ernst genommen werden.
Das soll überall auf der Welt gleich sein.
Diesen Vertrag hat Deutschland unterschrieben.
Diese Gesetze und Regeln sind wichtig.
Aber Vieles steht nur auf dem Papier.

Es muss sich viel mehr in den Köpfen von den Menschen verändern.

Sie müssen verstehen:

Alle Menschen gehören zu einer Gesellschaft dazu.
Und alle Menschen können etwas für diese Gesellschaft tun.
Denn alle Menschen haben besondere Fähigkeiten.

So hilft der VdK: Ein behindertengerechtes Auto für Carolin Schmid, VdK Mitglied aus Tuttlingen

Inklusion ist mehr als nur ein Begriff: Mitglied aus Villingen setzt seinen Anspruch auf Kfz-Beihilfe mit Unterstützung des VdK durch

VdK-Mitglied Carolin Schmid aus Villingen in Baden-Württemberg ist von Geburt an schwerstbehindert. Sie ist auf Hilfe sowie auf ihren Rollstuhl mit Kamera und Sprachcomputer angewiesen. Dank des VdK setzte sie ihren Anspruch auf Kfz-Beihilfe durch und ist jetzt mit einem behindertengerechten VW-Bus mobil.

Selbstbestimmt am Leben teilhaben, Ausflüge und andere Fahrten zu geselligen und kulturellen Veranstaltungen zu unternehmen, war schon immer ein großer Wunsch von Carolin Schmid. Doch bis dieser endlich in Erfüllung ging, dauerte es einige Zeit. Vor ein paar Monaten bekam die 25-Jährige nun endlich das langersehnte eigene Fahrzeug. Mit ihrer Mutter Heike am Steuer kann sie nun die gewünschten Fahrten realisieren.

"Bis zum behindertengerecht umgebauten VW-Bus war es jedoch ein harter und steiniger Weg", sagt der Kreis- und Ortsverbandsvorsitzende des VdK Villingen, Dieter König. Das Plus an Selbstständigkeit und Mobilität für Carolin Schmid ist insbesondere dem tatkräftigen VdK-Einsatz sowie dem Engagement weiterer Stellen und zahlreicher hilfsbereiter Bürgerinnen und Bürger zu verdanken.

Viele Menschen aus Schmids Heimatgemeinde Tuttlingen hatten Geld gespendet. Dank des vorbildlichen Bürgereinsatzes beteiligten sich auch offizielle Hilfsorganisationen wie Caritas und Diakonisches Werk an der Aktion. Die junge Frau hatte auch einen Antrag auf Kfz-Beihilfe beim Landratsamt Tuttlingen gestellt. Dieser war jedoch abgelehnt worden. Hier schaltete sich der Sozialverband VdK Baden-Württemberg ein und machte Schmids Anspruch geltend. Der VdK legte Widerspruch für sie ein. Er stellte gegenüber dem Landratsamt klar, dass es hier um "gelebte Inklusion geht, nicht mehr und nicht weniger". Immerhin hat sich die Bundesrepublik Deutschland bereits 2009 rechtlich dazu verpflichtet, die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen auch in Deutschland umzusetzen.

"Wir haben gegenüber der Behörde verdeutlicht, dass die Inklusion nicht einfach nur als vielversprechender Begriff im Gesetz stehen darf", stellt Dieter König klar. "Es geht hier nicht um ein schönes Programm. Die Inklusion muss auch tatsächlich in die alltägliche Praxis umgesetzt werden. Sie muss bei den einzelnen Menschen mit Behinderung ankommen."

Die engagierte Überzeugungsarbeit des VdK war erfolgreich. Das Landratsamt Tuttlingen hielt nicht länger an seiner Ablehnung fest. So konnte mit der Kfz-Beihilfe und dank der Unterstützung aus Organisationen und Bürgerschaft ein VW-Bus angeschafft und behindertengerecht aus- und umgebaut werden.
"Jetzt kann unser Mitglied Carolin Schmid mit ihrer Mutter Heike die gewünschten Unternehmungen machen, Selbstbestimmung erfahren und so auch ein wenig Normalität erleben", bekräftigt der Kreisvorsitzende König. Für die 25-jährige schwerstbehinderte Frau ging damit ein lang gehegter Wunsch nach mehr Teilhabe und Teilnahme in Erfüllung. Beim "Tag der offenen Tür" des VdK Villingen teilte Carolin Schmid über ihren Sprachcomputer allen VdK-Verantwortlichen mit: "Ich danke euch."

Hier geht´s zum Film "Autofahren, aus dem Ärmel geschüttelt" www.vdktv.de/index.php?id=22&rid=508

Autofahren - aus dem Ärmel geschüttelt

Gerade für Menschen mit Behinderung ist das Auto ein wichtiges Mittel, um mobil bleiben zu können. Und inzwischen ist technisch auch fast alles denkbar, was einem behinderten Menschen das Autofahren ermöglicht. Beschleunigen und Bremsen geht leicht von der Hand über Hebel, die mechanisch mit den Pedalen verbunden sind. Es gibt aber auch elektronische Lösungen, beispielsweise über einen ins Lenkrad integrierten Ring.
Obwohl die Umrüstung von Fahrzeugen zum großen Teil standardisiert ist, die Anpassung für den Kunden mit Behinderung ist dennoch immer individuell. Etwa wenn - wie in unserem Beitrag - der Fahrer Tetraplegiker und darüber hinaus armamputiert ist.

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