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VdK ist kein antiquierter Rentnerverein

"Der VdK ist kein antiquierter Rentnerverein, sondern schlagkräftiger Sozialverband!". Mit diesen Worten brachte der stellvertretende Landesgeschäftsführer Herbert Lochbrunner auf dem 19. Kreisverbandstag auf den Punkt, was der VdK-Kreisverband in den letzten vier Jahren geleistet hat. Das drückte sich in der Leistungsbilanz und der einstimmigen Wahl des Kreisvorstandes aus, bei der Marianne Keuschnig als Vorsitzende bestätigt wurde.

Rosenheim-Westerndorf. 55 Delegierte aus 32 VdK-Ortsverbänden stellten sich zu hundert Prozent hinter ihren gesamten Kreisvorstand. Sie bestätigten beim 19. Ordentlichen Kreisverbandstag Marianne Keuschnig (Nußdorf) als Kreisvorsitzende für weitere vier Jahre.

In die weiteren Ehrenämter wurden einstimmig wieder gewählt als ihre Stellvertreter Rosemarie Wagner (Wasserburg auch Vertreterin der Frauen), Wolfgang Wörand (Aschau) und Hans Loy (Prutting). Neuer Schriftführer ist Nobert Schindler für den ausscheidenden Lothar Leuthold (beide Raubling). Die Kasse übernimmt erneut Heinrich Rothdauscher (Raubling) und das Amt des Vertreters der jüngeren Generation Andreas Knobelspies (Rosenheim). Als Beisitzer wirken mit: Josef Gropper (Kolbermoor), Andreas Perret (Neubeuern), Maria Luise Kirschnik (Bad Aibling), Christoph Wagner (Kolbermoor), Anton Baumann (Rott am Inn) und neu dabei Joachim Boy (Wasserburg, für den ausscheidenden Hans Dirmeier). Kassenrevisoren sind Wolfgang Wörand (Aschau) und Franz Schmidbauer (Rosenheim).

Noch nie so viele Mitglieder und Aktionen
In ihrem Leistungsspiegel verwies die Kreisvorsitzende Marianne Keuschnig auf den höchsten Mitgliederstand des Kreisverbandes in seiner 69-jährigen Geschichte mit 8.064 Mitglieder zum Jahresende 2015. Geprägt wurde die Arbeit des Kreisvorstandes in den zurückliegenden vier Jahren durch zahlreiche Großkampagnen wie "Pflege jetzt!" und "Weg mit den Barrieren", die Organisation der kreisweiten Haussammlung "Helft-Wunden-heilen" mit jährlichen Theaterbesuchen als Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen Sammler.

Kontinuierlich engagiere sich der Kreisverband in zahlreichen sozialen Gremien auf Stadt- und Kreisebene. Man habe sich 2015 ganz besonders für den Familiensonntag im Rahmen des Sozialforums eingesetzt. Ins Leben gerufen wurde überdies ein Prothesen-Stammtisch als eine Selbsthilferunde. Weitere Höhepunkte in den vergangenen 4 Jahren waren der Inklusionstag, den der Ortsverband Kolbermoor auf die Beine stellte, und jährliche Weihnachtsaktionen sowie Herbstfestbesuche für Blinde und stark Sehbehinderte gewesen. Außerdem galt es, die Ortsverbände durch zahlreiche Einzelmaßnahmen und Arbeitstagungen in ihrer Arbeit vor Ort zu unterstützten. Für 2016 kündigte Keuschnig einen Kino- und Tanznachmittag an.

Ihren Bericht beendet Marianne Keuschnig mit dem "ganz besonderen Highlight", dem 90. Geburtstag des Ehrenkreisvorsitzenden und VdK-Gründungsvaters Willi Hofmann. "Ohne ihn gäbe es den VdK in Bayern und in Rosenheim in seiner lebendigen Vielfalt nicht; viele benachteiligte Menschen hätten dann keine professionelle Hilfe oder Ansprache gefunden", so Keuschnig.

Unzählige Beratungsgespräche und Rechtsvertretungen
Von jährlich rund 750 Anträgen, Widersprüchen und Klagen bei Behörden und Sozialgerichten im Rahmen der Rechtsberatungstätigkeit berichte Kreisgeschäftsführer Dieter Störmann. Übernommen wurden bei der Kriegsopferversorgung, in der gesetzlichen Renten-, Kranken-, Pflege-, Unfall-, Arbeitslosen- und Altersversicherung sowie im Schwerbehindertenrecht insgesamt 1.924 Vertretungen vor Gerichten und Sozialbehörden. Damit habe man für Kranke, Pflegebedürftige, Behinderte und Schwerbeschädigte in vier Jahren Nachzahlungen von 762.494 Euro erwirkt. Erforderlich waren dazu 885 Sprechtage mit 11.856 Beratungsgesprächen.

An Spendengeldern wurden durch die Hilfeaktion Helft-Wunden-Heilen in vier Jahren 223.736, 73 Euro gesammelt, die je zur Hälfte im Landesverband und den Ortsverbänden für mildtätige oder gemeinnützige Zwecke vor allem im Bereich der Behinderten- und Altenarbeit verwendet wurden.

Schlagkräftiger Sozialverband
"Der VdK ist kein antiquierter Rentnerverband sondern schlagkräftiger Sozialverband" sagte Herbert Lochbrunner, stellvertretender Landesgeschäftsführer des VdK Bayern. Mit 649.500 Mitgliedern seien 5,5 Prozent aller Bayern beim VdK Bayern dabei. Man habe weitaus mehr Mitglieder als jede politische Partei, Einzelgewerkschaft oder der FC Bayern mit allen einen Fanclubs. Der VdK Bayern wachse kontinuierlich weiter und habe eine durchaus junge Mitgliederstruktur. Nur elf Prozent sind über 50 Jahre alt.

"Wachsen ist kein Selbstzweck", so Lochbrunner, sondern vielmehr Ausdruck der eigenen Kernkompetenz. Diese liege in einer professionelle Rechtsberatung, die hinter jedem Fall den Menschen mit seine Sorgen und Nöten sehe; einer guten Struktur vor Ort, wo sich viele Mitglieder für mehr Menschlichkeit einsetzen und die sozialpolitische Arbeit in Bund und Land. Der VdK mache es mit jährlichen Schwerpunktaktionen zum Thema, dass es in Deutschland Armut und Hilfebedürftige gibt.

So müsse man von der eigenen Rente leben können. Behinderte dürften nicht länger vor unüberwindbaren Barrieren in ihrem Alltag stehen und die Pflege müsse weg von der Minutenzählerei. Auch die Angehörigenpflege müsse gestärkt werden. Deshalb kämpfe der VdK weiter für die Pflegereform und eine Verbesserung des neuen Pflegebegriffes, der ab 2017 auch psychische und altersbedingte Einschränkungen berücksichtigt, unterstrich Lochbrunner.

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