Url dieser Seite: http://vdk.de/ov-rod-an-der-weil/ID176907
Sie befinden sich hier:

Rat und Hilfe

Rat & Hilfe in allen sozialen Fragen

Die Mitarbeiter/innen des VdK beraten die Mitglieder in allen Fragen des täglichen Lebens, die im Zusammenhang mit Alter, Krankheit oder Behinderung auftreten können. Sie zeigen Lösungswege auf, vermitteln Hilfen, übernehmen den Schriftverkehr oder begleiten zu Arzt- oder Behördengängen.
In strittigen Fällen - wenn zur Durchsetzung der Rechte Widerspruch oder Klage eingelegt werden müssen - werden unsere Mitglieder durch die hauptamtlichen Anwälte für Sozialrecht in den zehn Bezirksgeschäftsstellen vor Behörden, Verwaltungen und Gerichten vertreten - wenn's sein muss, durch alle Instanzen. Fast jedes 5. Verfahren vor den Sozialgerichten in Hessen und jedes 15. in Thüringen wird von VdK-Bevollmächtigten geführt.

Terminvereinbarungen für alle Sprechstunden erfolgen ausschließlich nur unter der Telefonnummer 06081-5862824

Die Kreisgeschäftsstelle in 61250 Usingen, Kreuzgasse 1 a ist besetzt:
Dienstags von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr,
Donnerstags von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Freitags von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Logo VdK Zeitung

aus VdK-Zeitung
Von Pflegestufe zu Pflegegrad

Was bei der Überleitung zu beachten ist
· Wie verläuft der Übergang vom alten zum neuen Begutachtungssystem? Er erfolgt automatisch. Menschen, die bereits eine Pflegestufe haben, müssen keinen neuen Antrag stellen. Zum Jahresende teilen die Pflegekassen jedem Pflegebedürftigen schriftlich den neuen Pflegegrad mit und stellen die Leistungen unaufgefordert zur Verfügung.

· Müssen sich Menschen, die bereits eine Pflegestufe haben, einer weiteren Begutachtung unterziehen? Nein, das ist nicht notwendig. Der neue Pflegegrad wird anhand der bisherigen Pflegestufe berechnet. Pflegestufe I wird in den Pflegegrad 2 übergeleitet. Wer Pflegestufe II hat, erhält Pflegegrad 3, und wer Pflegestufe III hat, Pflegegrad 4. Kommt eine eingeschränkte Alltagskompetenz hinzu, wird der Betroffene um je einen Pflegegrad höher eingestuft. Menschen mit der sogenannten Pflegestufe 0 und eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten Pflegegrad 2. Ein Pflegebedürftiger mit Pflegestufe III und einer Demenzerkrankung bekommt Pflegegrad 5.

· Müssen Pflegebedürftige befürchten, schlechter gestellt zu werden? Nein, für die Pflegebedürftigen gilt ein Bestandsschutz. Auch wer bereits eine Pflegestufe hat und 2017 einen Antrag auf Höherstufung stellt, kann bei einer Ablehnung nicht heruntergestuft werden. Ausnahme: Der Betroffene ist überhaupt nicht mehr pflegebedürftig.

· Für wen ist es ratsam, noch in diesem Jahr eine Pflegestufe zu beantragen? Für alle Menschen, deren körperlicher und seelisch-geistiger Gesundheitszustand sich verschlechtert und deren Hilfebedarf sich relevant vergrößert hat. Für manche Betroffene mit rein körperlicher Einschränkung könnte es nach dem neuen System unter Umständen sogar schwieriger werden, einen höheren Pflegegrad zu bekommen. Auch Menschen, die vorhaben, neu in ein Pflegeheim zu ziehen, sollten noch in diesem Jahr handeln.

· Was passiert, wenn ich in diesem Jahr einen Antrag gestellt habe, der aber erst im neuen Jahr abgearbeitet wird? Auch wenn der Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) erst 2017 kommt, werden Anträge, die noch 2016 gestellt wurden, nach dem alten System begutachtet.

· Wie wirkt sich das Pflegestärkungsgesetz II auf die Berechnung der Eigenleistung im Pflegeheim aus? Ab 2017 gilt für die Pflegegrade 2 bis 5 ein einheitlicher Eigenanteil. Dieser wird für das jeweilige Pflegeheim festgelegt.

· Welche Neuerungen bringt das Pflegestärkungsgesetz II für pflegende Angehörige? Mit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs werden die Ansprüche auf Rentenversicherungsbeiträge neu berechnet. Entscheidend ist dabei neben dem Pflegegrad die Art der Pflegeleistungen. Außerdem haben Angehörige künftig einen eigenen Anspruch auf Pflegeberatung. Zusätzlich bezahlt die Pflegeversicherung auch Beiträge für die Arbeitslosenversicherung.

Überleitung Pflegestufe zu Pflegegrad

Überleitung Pflegestufe zu Pflegegrad

Überleitung Pflegestufe zu Pflegegrad© VdK

Die Grafik beschreibt die Überleitung von den alten Pflegestufen zu den neuen Pflegegraden. Der neue Pflegegrad wird anhand der bisherigen Pflegestufe berechnet. Pflegestufe I wird in den Pflegegrad 2 übergeleitet. Wer Pflegestufe II hat, erhält Pflegegrad 3, und wer Pflegestufe III hat, Pflegegrad 4. Kommt eine eingeschränkte Alltagskompetenz hinzu, wird der Betroffene um je einen Pflegegrad höher eingestuft. Menschen mit der sogenannten Pflegestufe 0 und eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten Pflegegrad 2. Ein Pflegebedürftiger mit Pflegestufe III und einer Demenzerkrankung bekommt Pflegegrad 5. | © VdK

2017 werden neue Pflegeregelungen wirksam ? Für Betroffene gilt Bestandsschutz
Die Selbstständigkeit ist entscheidend
Mit dem Pflegestärkungsgesetz II werden Menschen mit demenziellen Erkrankungen ab 2017 stärker berücksichtigt. Die bisherigen Pflegestufen werden durch Pflegegrade abgelöst. Entscheidend bei der Beurteilung von Pflegebedürftigkeit ist, inwieweit der Betroffene in der Lage ist, seinen Alltag selbstständig zu meistern.

Bildrechte einblenden

Bildrechte auf der Seite "https://www.vdk.de/ov-rod-an-der-weil/ID176907":

  1. Logo VdK Zeitung | © VdK
  2. Überleitung Pflegestufe zu Pflegegrad | © VdK

Liste der Bildrechte schließen