Die Radolfzeller wissen, was sie ihrem Städtchen mit seiner
traumhaften Umgebung und ihrer Geschichte schuldig sind.
Schließlich war die Cella Ratoldi, so der frühere Name
des heutigen Radolfzell, einst der Alterswohnsitz des Bischof
Ratoldus von Verona, der in jungen Jahren im Kloster auf der nahen
Reichenau lebte. Er gründete, schon damals fasziniert von der
landschaftlichen Schönheit, 826 nach Christus direkt am
Seeufer das erste, eher bescheidene Gotteshaus. Damit war der
Grundstein für die heutige Stadt gelegt, die dank ihrer alten
Bausubstanz zu einer der reizvollsten am Bodensee zählt. Beim
Bummeln in der ausgedehnten Fußgängerzone merkt man,
dass die Radolfzeller besonders viel Wert auf Natur und Erhaltung
ihres historischen Erbes legen: So lädt heute der einst
wasserdurchflutete Stadtgraben als schmucke Parkanlage
zum Ausspannen ein.
Höllturmpassage
Ein weiterer Teil der früheren Stadtbefestigung am
sogenannten Höllturm ist mit modernen architektonischen
Mitteln zur flotten Einkaufspassage umgebaut und somit geschickt in
die Fußgängerzone integriert worden.
Griener Winkel - links vorne:
Villa Windschief
In der Seestraße stehen noch die alten
Fischerhäuser
mit ihren großen Speichertüren unter den Dachgiebeln.
Ein besonderes Schmuckstück im Grienen Winkel sind die
Fischer- und Bauernhäuser aus dem 18. Jahrhun-
dert und die Villa Windschief. Über allem aber thront
das Münster Unserer Lieben Frau, eine gotische Pfeilerbasilika
genau an der Stelle, an der Bischof-
Ratoldus eine RadolfsZelle gegründet hat.