Url dieser Seite: http://vdk.de/ov-penzberg/ID185118
Sie befinden sich hier:

Renteninformationen

„Wir brauchen eine gesetzliche Rentenversicherung für alle – auch Abgeordnete sollen einzahlen!“

11.10.2019 - Die Alterssicherung der Landtagsabgeordneten in Baden-Württemberg soll in Zukunft über das Versorgungswerk der Landtage in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg geregelt werden. Am Mittwoch wurden entsprechende Pläne im Stuttgarter Landtag debattiert. Dass die Abgeordneten nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen, kritisiert der Sozialverband VdK Deutschland. Der VdK fordert in seiner aktuellen Kampagne Rentefüralle ein gesetzliches Rentensystem, in das alle Erwerbstätigen Beiträge einzahlen, also auch Politiker, Beamte und Selbstständige.
„Die für Baden-Württemberg geplante Neuregelung ist inakzeptabel, weil die Abgeordneten sich auf diese Weise weiterhin der solidarischen gesetzlichen Rentenversicherung entziehen“, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. Die Landtagsabgeordneten aus Baden-Württemberg wollen ab Dezember 2019 dem Versorgungswerk der Landtage von NRW und Brandenburg beitreten. Der Sozialverband VdK Deutschland lehnt dieses Vorhaben ab.
In seiner Kampagne Rentefüralle fordert der VdK, dass es keine Ausnahmen bei der Altersvorsorge geben soll. „Mit dem Beitritt zum Versorgungswerk sagt eine weitere wichtige Berufsgruppe mit Vorbildfunktion ‚Nein‘ zu einer solidarischen Alterssicherung“, kritisiert die VdK-Präsidentin. „Das gesetzliche Rentensystem muss langfristig zu einer Erwerbstätigenversicherung ausgebaut werden. Wenn alle ihren fairen Beitrag leisten, ist die gesetzliche Rente auch in Zukunft finanziert.“
Im Mai diesen Jahres startete der Sozialverband VdK seine Kampagne Rentefüralle. Mehr Informationen dazu: www.rentefüralle.de
bsc

Armut – und kein Ende in Sicht? Der VdK Bayern fordert eine gerechte Rentefüralle

„Am bittersten ist die Armut, aus der man sich nicht mehr selbst befreien kann“, sagte VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher auf der heutigen Pressekonferenz des Sozialverbands VdK Bayern in München. In Bayern trifft das vor allem auf ältere Menschen zu. 21,5 Prozent der über 65-Jährigen im Freistaat weisen – gemessen an ihrem Haushaltseinkommen – ein hohes Armutsrisiko auf. Insbesondere Frauen: 24,2 Prozent der bayerischen Rentnerinnen sind armutsgefährdet. Die bayerische Staatsregierung beharrt jedoch darauf, dass nur 3 Prozent der Rentnerinnen und Rentner arm sind, nämlich die, die Sozialleistungen beziehen. „Armut darf nicht kleingeredet werden“, stellte Mascher klar. Sie verwies auf Studien, die festgestellt haben, dass 70 Prozent der Berechtigten ihre Ansprüche auf Sozialleistungen aus Angst und Scham nicht wahrnehmen.
Die Armutsgefährdungsschwelle in Bayern liegt bei 1114 Euro. Sowohl der Grundsicherungs-Regelsatz von 424 Euro (plus angemessene Mietkosten) als auch viele Renten in Bayern sind sehr deutlich darunter. Im Jahr 2018 erhielten männliche Bestandsrentner durchschnittlich 1179 Euro, Frauen 680 Euro.
Für eine gute Rente braucht es ein gutes Einkommen. Und auch daran hakt es in Bayern: 27,16 Prozent aller Hartz-IV-Bezieher im erwerbsfähigen Alter sind „Aufstocker“, verdienen in ihrem Job also so wenig, dass sie zusätzlich zu ihrem Gehalt Arbeitslosengeld II benötigen. 21,5 Prozent dieser Aufstocker gehen sogar einer Vollzeittätigkeit nach. „Diese Menschen laufen trotz Arbeit schnurstracks in die Altersarmut, denn von Hartz IV werden keine Rentenversicherungsbeiträge bezahlt. Ihre Lebensleistung wird in der Rente nicht anerkannt“, erklärte Mascher.
VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Altersarmut verstößt gegen die Menschenwürde“

„Wir brauchen eine gerechte Rentefüralle“, erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland und stellvertretende Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Bayern. „Wir finden: Altersarmut verstößt gegen die Menschenwürde.“ Mit der aktuellen VdK-Kampagne Rentefüralle soll das System der gesetzlichen Rente gestärkt und verbessert werden. „Der VdK fordert ein Rentensystem, in das alle einzahlen: Arbeitnehmer, Selbstständige, Beamte, Freiberufler, Manager und Politiker“, sagte Bentele.
Zu einer gerechten Rente gehört auch eine Steuerpolitik, die mehr Umverteilung im Blick hat. Geringverdienerhaushalte geben 23 Prozent ihres Einkommens allein für die Mehrwertsteuer und andere indirekte Steuern aus, Haushalte von Spitzenverdienern lediglich 7 Prozent. Schon auf kleine Renten ab 764 Euro werden Steuern fällig, doch die Vermögenssteuer wurde vor über 20 Jahren abgeschafft. „Das ist sozialer Zündstoff“, warnte Bentele.
Die heftig diskutierte Grundrente verteidigte Bentele ausdrücklich: „Der VdK will die Grundrente, aber ohne Bedürftigkeitsprüfung. Wer die Voraussetzungen erfüllt, also genügend Beitragsjahre hat, soll die Grundrente bekommen – ohne Wenn und Aber.“
„Solange die Rentenkommission geheimnisvoll hinter verschlossenen Türen tagt, geht der VdK selbstbewusst mit seinen Forderungen nach vorne“, versprach Bentele. Begleitet wird Rentefüralle bundesweit mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen. So trifft sich Bentele beispielsweise am 26. September in Berlin mit dem Vorsitzenden der Jungen Union, Tilman Kuban, und dem Juso-Chef Kevin Kühnert zum Schlagabtausch über die Generationengerechtigkeit des deutschen Rentensystems.
VdK Bayern: „Bunt, lautstark und eindrucksvoll für eine gerechte Rentefüralle“
VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder kündigte auf der Pressekonferenz für den März 2020 eine große VdK-Demonstration in München als bayerischen Höhepunkt der Kampagne Rentefüralle an. „Wir wollen mit mindestens 20.000 Menschen von der Theresienwiese bis zum Odeonsplatz ziehen“, erklärte er. Pausder versprach „eine bunte, lautstarke und eindrucksvolle Demonstration“. Dass der VdK mit seinem Einsatz für eine gerechte Rentefüralle die Menschen zahlreich auf die Straßen ziehen wird, davon ist er fest überzeugt: „Wir setzen ein Zeichen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt statt wachsender sozialer Spaltung.“
Die Mitgliederzahl des VdK Bayern steigt von Jahr zu Jahr immer schneller an. Von 2017 bis 2018 um 15.000, von 2018 bis 2019 um 25.000 auf jetzt insgesamt 705.000 Mitglieder. Pausder: „Seit der Wiedervereinigung haben sich die Mitgliederzahlen politischer Parteien in Deutschland halbiert. Im selben Zeitraum haben sich die Mitgliederzahlen des VdK Bayern mehr als verdoppelt.“ Die Gründe für das große Mitgliederwachstum sieht Pausder im klaren Verbandsprofil: kompetent in der sozialrechtlichen Beratung und kämpferisch in der sozialpolitischen Interessenvertretung.
bsc

VdK-TV: Witwenrente und Witwerrente: Die wichtigsten Informationen

6DUENhv-3Uw

Im 4. Teil unserer Serie "Ratgeber Rente" informieren wir Sie über die Witwenrente und die Witwerrente. In unserem Video zeigen wir Ihnen die Voraussetzungen, die Hinterbliebene nach dem Tod ihres Partners erfüllen müssen, um diese Art der Rente zu erhalten. Wir erklären auch, was die große und die kleine Witwenrente sind und wie sich im Hinterbliebenenrecht die alte Rechtslage von der neuen unterscheidet.© VdK-TV

VdK-TV: Arbeiten neben der Rente: Was muss man beachten? (UT)

6KPqfN2eEi8

Inge Eckl ist Rentnerin, doch sie arbeitet auch und geht, wie viele Rentner, einer geringfügigen Beschäftigung nach. Für arbeitende Rentner stellen sich zahlreiche sozial- und arbeitsrechtliche Fragen. Die wichtigsten beantwortet Daniel Overdiek, Leiter der Landesrechtsabteilung im Sozialverband VdK Bayern, in diesem Video.© VdK-TV

VdK-TV: Renten wegen Todes: Waisenrente und Erziehungsrente (UT)

JpMtAU_9xWM

Im letzten Teil unserer Serie „Ratgeber Rente“ informieren wir Sie über die Erziehungsrente sowie die Waisenrente. Wir klären in unserem Video, für wen diese beiden Rentenarten gelten, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um sie zu erhalten, und wann die Rentenversicherung sie auszahlt.© VdK-TV

VdK gegen weitere Anhebung des Renteneintrittsalters
Die Forderung der OECD, höhere Renten-Altersgrenzen in Deutschland einzuführen, kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:
"Aus Sicht des VdK wäre es völlig falsch, das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Wenn damit argumentiert wird, dass das in einigen Ländern funktioniert, dann müssen wir für Deutschland ganz klar feststellen: Hier geht eine solche Forderung völlig an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen vorbei. Erst vor wenigen Tagen haben Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung vor immer mehr sozialer Ungleichheit als Folge der steigenden Altersgrenzen gewarnt.
Wenn es Millionen einkommensschwache und kranke Menschen nicht schaffen, bis 67 Jahre zu arbeiten, dann dürfen Politiker und Arbeitgeber nicht über eine weitere Erhöhung der Rentenaltersgrenze nachdenken. Schon heute arbeitet längst nicht jeder bis zur Regelaltersgrenze. Eine weitere Erhöhung wäre für die, die wenig verdienen, vor allem ein reines Rentenkürzungsprogramm, das noch mehr Menschen aufs soziale Abstellgleis führen würde. Einer weiteren Anhebung des Renteneintrittsalters erteilt der größte Sozialverband Deutschlands daher eine klare Absage.
Am 6. Mai startet der VdK unter dem Motto
bsc

VdK-Rentenkampagne: Wieso wird die Rente gekürzt, wenn man sich kaputt gearbeitet hat?

VdK-Kampagne #Rentefüralle

VdK-Rentenkampagne: Wieso wird bei der Rente Alt gegen Jung ausgespielt?

Es ist Zeit für mehr Rentengerechtigkeit! Gemeinsam gegen Altersarmut und für gute Renten für Jung und Alt. Dafür setzen wir uns mit unserer Kampagne #Rentefüralle ein. Seien Sie dabei und unterstützen Sie uns, damit wir mehr Rentengerechtigkeit für alle Generationen erreichen. Hier finden Sie alle Informationen zur großen Renten-Kampagne des VdK: www.rentefueralle.de

Eine Frage der Solidarität
VdK fordert die Finanzierung der Grundrente aus Steuermitteln
Die Diskussionen um die Grundrente für Menschen, die nach 35 Beitragsjahren eine Aufstockung kleiner Renten über Grundsicherungsniveau bekommen sollen, hält an. Der Sozialverband VdK warnt vor einer Finanzierung aus Rentenversicherungsbeiträgen.

Noch weiß keiner genau, was die Grundrente an Zusatzausgaben bedeuten würde. Bundessozialminister Hubertus Heil geht von einem „mittleren einstelligen Milliardenbetrag“ für bis zu vier Millionen Berechtigte aus. „Die Honorierung der Lebensleistung von Menschen, die ein Leben lang zu niedrigen Löhnen hart gearbeitet haben, ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Deshalb muss die Grundrente steuerfinanziert werden“, stellt VdK-Präsidentin Verena Bentele klar und unterstützt damit die Deutsche Rentenversicherung (DRV). Diese wies laut Deutscher Presseagentur darauf hin, dass anders als bei sonstigen Rentenzahlungen den Leistungen keine Einzahlungen der Bezieherinnen und Bezieher der geplanten Grundrente gegenüberstünden.
Dieses Problem ist von der Mütterrente bekannt. Bis heute erfolgt die Rentenfinanzierung für Kindererziehungsjahre aus der Rentenkasse und nicht aus Steuern. In diesem Zusammenhang fordert der VdK die Bundesregierung auf, endlich die Weichen für eine gerechte Steuerpolitik zu stellen. So würde eine solidarische Finanzierung von Grundrente und Mütterrente ohne das Aufreißen von Haushaltslöchern ermöglicht. „Die Umverteilung von oben nach unten muss endlich energisch angepackt werden“, sagt Bentele.
Arbeitnehmer zahlen bis zu 42 Prozent Einkommensteuer, auf Wertpapiergewinne werden aber nur 25 Prozent Kapitalertragssteuer fällig. Internationale Digitalkonzerne müssen teils überhaupt keine Steuern zahlen. „Das ist sozialer Zündstoff“, warnt Bentele. Mehr Gerechtigkeit Eine Bedürftigkeitsprüfung bei der Grundrente lehnt der VdK ab. „Anspruch ist Anspruch. Bei der Mütterrente fragt auch zu Recht keiner nach dem Haushaltseinkommen“, erklärt Bentele.
Neben der Grundrente ist dem VdK ein anderes Thema wichtig: die Einführung eines Freibetrags für Leistungen der Rentenversicherung bei Grundsicherung im Alter. Bisher gibt es nur für private oder betriebliche Vorsorge einen Freibetrag von 212 Euro. „Alle Vorsorgesysteme müssen hier gleichgestellt werden. Dies wäre ein aktiver Beitrag gegen Altersarmut“, so Bentele. Dann lohnt es sich auch für Geringverdiener, in die Rentenkasse einzuzahlen, da eine Rente oberhalb der Grundsicherung garantiert wäre. Langfristig fordert der VdK eine Erwerbstätigenversicherung für alle Arbeitnehmer inklusive Beamten und Selbstständigen.
Dr. Bettina Schubarth

Bildrechte einblenden

Bildrechte auf der Seite "https://www.vdk.de/ov-penzberg/ID185118":

  1. VdK-Rentenkampagne: Wieso wird die Rente gekürzt, wenn man sich kaputt gearbeitet hat? | © VdK
  2. VdK-Rentenkampagne: Wieso wird bei der Rente Alt gegen Jung ausgespielt? | © VdK

Liste der Bildrechte schließen