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Presse

VdK fordert: Die Interessen von Senioren endlich ernst nehmen!

01.10.2019 - Den heutigen Internationalen Tag der älteren Generation kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:
„Zum Internationalen Tag der älteren Generation fordern wir als größte Interessensvertretung älterer Menschen deren Bedürfnisse endlich ausreichend zu berücksichtigen. Denn alle Seniorinnen und Senioren haben ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Eine wichtige Voraussetzung dafür ist ein gutes Einkommen im Alter. In einem reichen Land wie Deutschland kann es nicht angehen, dass Rentnerinnen und Rentner Pfandflaschen sammeln oder bei den Tafeln für Lebensmittel anstehen müssen. Das ist unwürdig und missachtet ihre Lebensleistung, denn sie haben häufig Jahrzehnte lang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt. Ihnen steht eine gerechte Rente zu.
Ältere brauchen außerdem eine gute pflegerische und gesundheitliche Versorgung, die sie sich leisten können. Auch heute gibt es noch unzählige Arztpraxen in oberen Etagen ohne einen Fahrstuhl, die für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich sind. Eine solche barrierefreie Gesundheitsversorgung muss sowohl in der Stadt als auch auf dem Land garantiert sein. Versorgungsengpässe etwa bei ärztlichen Dienstleistungen oder ambulanten Pflegediensten in ländlichen Regionen darf es nicht geben.
Zudem müssen endlich die Barrieren im öffentlichen Nahverkehr verschwinden, damit die Menschen auch im Alter problemlos von A nach B kommen. Viele Seniorinnen und Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, müssen mit dem Taxi zum Einkaufen fahren. das ist teuer. Hier braucht es deshalb dringend einen gezielten Aus- und Umbau des ÖPNV. Gleiches gilt für den barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum. Der Bund, die Länder und die Kommunen müssen schnellstmöglich handeln, denn bereits jetzt fehlen über zwei Millionen altersgerechte Wohnungen.“
bsc

"Bildungszeitgesetz! Jetzt!"
Bündnis kämpft für bezahlte Bildungsfreistellung in Bayern
Wandel der Arbeitswelt stellt Beschäftigte in Beruf und Ehrenamt vor große Herausforderungen
Ein breites Bündnis aus 21 Organisationen aus den verschiedensten Bereichen des Ehrenamts und der Gewerkschaften, darunter auch der VdK Bayern, forderte heute in einer gemeinsamen Presseerklärung die Schaffung eines bayerischen Bildungszeitgesetzes.
"Die Beschäftigten in Bayern fordern jetzt ihr Recht auf die persönliche Weiterbildung ein", sagt der bayerische DGB-Vorsitzende Matthias Jena. "14 andere Bundesländer machen bereits seit vielen Jahren vor, dass das richtig und möglich ist. Angesichts einer sich immer schneller wandelnden Lebens- und Arbeitswelt steigen die Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten, und zwar nicht nur im Beruf, sondern auch im Privatleben und bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. Beschäftigte brauchen endlich auch in Bayern einen gesetzlich garantierten Anspruch auf Bildungszeit, unabhängig davon in welchem Betrieb sie arbeiten."
Bisher haben Beschäftigte in Bayern keinen gesetzlichen Anspruch darauf, sich von der Arbeit für eine Weiterbildung freistellen zu lassen. Das Bündnis fordert 10 Tage Bildungszeit in zwei Jahren für alle Beschäftigten. Sie sollen qua Gesetz die Möglichkeit bekommen, sich beruflich, politisch, allgemein oder für das Ehrenamt weiterzubilden.
Emilia Müller, die Vorsitzende des KDFB Landesverband Bayern, unterstreicht die Bedeutung der Bildungsfreistellung für das Ehrenamt: "Das Ehrenamt leistet in Bayern enorm viel. Allerdings werden die Zeitfenster für bürgerschaftliches Engagement immer enger, während die Anforderungen steigen. Ein Bildungszeitgesetz schafft für alle die gleichen Chancen auf Aus- und Weiterbildung und trägt zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt bei. Dies ist insbesondere für das Ehrenamt und für die Frauen in Bayern wichtig."
Für Eva Jelen, Landesvorsitzende des Bund der Katholischen Jugend (BDKJ), muss das Bildungszeitgesetz auch aus Sicht der Jugend schnellstens umgesetzt werden: "Das Bildungszeitgesetz ist für junge Menschen die Chance, sich als Person, beruflich, politisch und gesellschaftlich fortzubilden. Dies ist auch eine Zukunftsinvestition für unsere demokratische Gesellschaft. So entstehen starke junge Menschen, die für die Gesellschaft, ihren Beruf und im Privaten eine Stütze sind und mit Veränderungen gut umgehen können."
Andreas Oberprieler, Geschäftsführer des Bayerischen Trachtenverbands, ergänzt im Hinblick auf die Erfahrungen, die sein Verband mit dem kürzlich erlassenen Gesetz zur Freistellung zum Zwecke der Jugendarbeit gemacht hat: "Viele unserer ehrenamtlich tätigen Funktionsträgerinnen und Funktionsträger nutzen dieses Gesetz, um bei Jugendbildungs- und Mitarbeiterbildungsmaßnahmen teilnehmen zu können, ohne dafür ihren Urlaub opfern zu müssen. Als Landesverband fordern wir, dass die Möglichkeit der Freistellung auch für den Bereich der Erwachsenen Anwendung finden kann. So wäre gerade bei den Vorständen, Kassierern und Schriftführern in unseren Vereinen eine gezielte Weiterbildung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit leichter und effektiver machbar."

Folgende Organisationen beteiligen sich beim Bündnis "Bildungszeit für Beschäftigte in Bayern":
afa - Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
AWO Landesverband Bayern e.V.
Bayerischer Trachtenverband e. V.
Bildungswerk der ver.di in Bayern e.V.
BDKJ - Bund der Deutschen Katholischen Jugend
BN - BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V.
DBSH Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V., Landesverband Bayern
DGB Bayern – Deutscher Gewerkschaftsbund Bayern
DGB Bildungswerk Bayern e. V.
DGB Jugend Bayern
EFB - Evangelische Frauen in Bayern (03.09.)
IN VIA Bayern e.V. Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit
KAB Landesarbeitsgemeinschaft Bayern e.V.
Katholische Betriebsseelsorge Bayern
Katholischer Pflegeverband e.V. Landesgruppe Bayern
kda – Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
KDFB - Katholischer Deutscher Frauenbund Landesverband Bayern e.V.
Kritische Akademie Inzell
Landesfeuerwehrverband Bayern e.V.
Landesverband Legasthenie & Dyskalkulie Bayern e.V.
Sozialverband VdK Bayern e.V.

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