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Medikamente richtig einnehmen

Nahrungsmittel beeinflussen Wirkung

Redner

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Vortrag von Apotheker Josef Parzefall über die richtige Einnahme von Medizin

Neufahrn. (wt) Bei einem gemeinsamen Treffen von VdK und Seniorenclub hielt Apotheker Josef Parzefall einen Vortrag über die richtige Anwendung von Arzneimitteln. Dabei ging es vor allem um die Beachtung des Einnahmezeitpunkts und Wechselwirkungen mit anderen Arzneien und Nahrungsmitteln.
Zum Treffen des Seniorenclubs in der vergangenen Woche war auch der VdK- Ortsverband geladen. Apotheker Josef Parzefall hielt dabei einen Vortrag über die richtige Anwendung von Arzneimitteln. Ein Schwerpunkt war die Wichtigkeit des Einnahmezeitpunkts. Je nach Wirkungsweise des Medikaments werden als Einnahmezeitpunkte "nüchtern", "vor , während oder nach der Mahlzeit"," morgens" oder "abends" von den Herstellern angegeben. Nur wenn diese Vorgaben eingehalten würden, könnten die Medikamente ihre volle Wirksamkeit entfalten, so der Apotheker. Denn der therapeutische Effekt hänge immer auch mit der Aktivität bestimmter Körperfunktionen zu bestimmten Tageszeiten zusammen. Für viele Arzneien wie den Schmerzmitteln Ibuprofen und ASS gelte, dass sie während der Mahlzeit eingenommen werden sollen. Gründe dafür seien eine bessere Verträglichkeit oder bessere Löslichkeit. Zudem habe die Koppelung an die Mahlzeit Erinnerungsfunktion. Nüchtern müssten Medikamente wie das Schilddrüsenhormon Thyroxin eingenommen werden, sagte der Redner, weil der in der Tablette enthaltenen Wirkstoff zusammen mit Nahrung nicht in dem nötigen Maß freigesetzt werden könne. Man spreche dann von geringer "Bioverfügbarkeit" erklärte Josef Parzefall. Damit leitete er über auf den zweiten Schwerpunkt seines Vortrags , die Wechselwirkungen. Auf die Wechselwirkung gleichzeitig oder fast gleichzeitig eingenommener Medikamente werde in Beipackzetteln und von Ärzten hingewiesen. Vorsicht sei zum Beispiel geboten bei der gleichzeitigen Einnahme von Schmerzmitteln und Bluthochdruckmitteln, so die Ausführungen des Redners. Weniger beachtet würde aber, dass auch bestimmte Nahrungsbestandteile die Effektivität von Arzneistoffen verringern oder ganz aufheben können. So würden Calcium, enthalten auch in der Milch, und Magnesium den Abbau von Antibiotika negativ beeinflussen. Grapefruitsaft könne zum Beispiel hinderlich sein für den Abbau des Bluthochdruckmittels Amlodipin und anderer Arzneimittelstoffe. Alkohol sollte in Zusammenhang mit der Einnahme von Medikamenten immer vermieden werden. Kurz ging der Redner auch auf häufig auftretende Nebenwirkungen wie Husten, geschwollenen Knöchel und Muskelkater ein. Viele Patienten sähen darin eigenständige Erkrankungen, obwohl sie Begleiterscheinungen eines eingenommenen Medikaments seien. Sollte eine Änderung der Medikation gewünscht werden, sei sie aber nur in Absprache mit dem Arzt vorzunehmen, so der eindringliche Rat des Apothekers.
Für den aufschlussreichen Vortrag mit vielen praktischen Beispielen bedankten sich VdK -Vorsitzender Franz Meier.

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VdK- Vorstand Franz Meier und Redner Hr. Parzefall

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