Unter dem Vorsitz von Alfred Blum, Georg Engroff, Philipp Geyer,
Georg Scholz, Emilie Thomas , Peter Diehl u.a. wurde der VdK
Ortsverband Nauheim in 1947 als Selbsthilfeorganisation für
die Kriegsopfer und Hinterbliebenen gegründet.
Dafür ist es wichtig zu wissen, dass der VdK-Landesverband am
13.12.1946 gegründet wurde.
Der damalige Vorsitzende Herr Blum, selbst kriegsversehrt,
kümmerte sich gemeinsam mit den anderen Ehrenämtlern um
die Mitglieder. Die Betreuung beschränkte sich nicht nur auf
die Beratung. Sondern damals wie heute gehörte zu
Verbandsleben, dass sich die Mitglieder regelmäßig
trafen und auch auf zwischenmenschlicher Ebene austauschten.
Ähnliche Schicksale schweißten die Mitglieder zusammen.
Dies hatte zwar den Vorteil, dass das Gemeinschaftsgefühl
stark ausgeprägt war, aber es führte gleichzeitig dazu,
dass die VdK ler eine sehr homogene Gruppe bildeten, die anderen
gegenüber nicht sehr offen erschien.
Diese Entwicklung gab es auf allen Ebenen des Verbandes.
Nicht von ungefähr hatten wir lange mit dem Ruf eines
"sterbenden Verbandes" zu kämpfen- mit dem Ruf des
Kriegsopferverbandes, der den nachfolgenden Generationen nichts
bieten kann.
Auch in Nauheim wurde die Suche nach Mitgliedernachwuchs lange
vernachlässigt.
Der langjährige Vorsitzende Franz Honheiser (1972 -1998)
mußte aus Alters- und Krankheitsgründen seinen Vorsitz
aufgeben und für kurze Zeit stand Frau Wyborni als Vorsitzende
zur Verfügung.
In 2002 stand unser Ortsverband kurz vor der Auflösung.
Erst nachdem mit Dieter Roski als Kassierer und Jörg Jungblut
als Vorsitzender ein neuer Vorstand gebildet wurde, begann ein
neuer Aufschwung.
Seit 2008 ist Brigitte Breckheimer Vorsitzende des Nauheimer
Ortsverbandes.
Zur Zt. haben wir einen gut funktionierenden ehrenamtlichen
Vorstand.
Heute steht unser Sozialverband allen Menschen offen, die Rat und
Hilfe in sozialen Fragen suchen. Die Kriegsopferversorgung macht
nur noch einen ganz geringen Bruchteil unserer Beratungen aus. Die
Mitglieder kommen zu uns, weil sie Probleme mit ihrer Kranken- oder
Pflegeversicherung haben, Hilfestellung für ihren Rentenantrag
brauchen, Schwerbehinderungen anerkannt haben möchten und
viele Fragen haben, die im Umgang mit Behinderungen und Alter
auftreten können.
Die monatlichen Sprechstunden, Beratungen nach Vereinbarung,
Kaffeenachmittage der Frauen, Treffen und Tagesfahrten werden sehr
gut angenommen.
Am 2.6.2007 fand im Saalbau die 60 Jahrfeier bei Kaffee und Kuchen,
Rückblicken auf bewegende Jahre und Ehrung der noch lebenden
Gründungsmitglieder statt.