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was ist der VdK

Wofür steht "VdK"
Erinnerungen an die Gründung des VdK
Nach dem Kriegsende im Mai 1945 gab es 5,5 Mill. Kriegsbeschädigte, Kriegerwitwen und Waisen. Viele junge Kriegsbeschädigte hatten keinen Beruf.
Wer nahm schon einen Einarmigen, einen, der am Stock ging, selbst wenn er ein Handwerk erlernt hatte. Sie und viele junge Witwen standen ohne Rente da und wurden Sozialfälle. Es lag nahe, sich zusammenzuschließen, um überleben zu können. So bildeten wir eine Schicksalsgemeinschaft, heute würde man sagen, eine Solidargemeinschaft. Zusammenkünfte entstanden auf örtlicher Ebene, zunächst in den Städten und dann landesweit.
In der französischen Zone, also Südbaden und Südwürttemberg, galt das Wehrmachtsfürsorge- und Versorgungsrecht weiter. In der US-Zone gab es ein entsprechendes Kriegsbeschädigten-Leistungsgesetz ab Ende 1947, in der britischen Zone erst 1948. Damit konnte die Beschädigung anerkannt werden und es gab eine kleine Rente.
Aus den nicht streng organisierten Ortsgruppen bildete sich von Ende 1945 an eine zunächst lose Verbindung, eine Art Landesverband. Erst 1946 wurde er als VdK Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerwitwen angemeldet. Aber prompt wurde er von der amerikanischen Behörde für die amerikanische Zone abgelehnt. Ein Soldatenverband war nicht genehmigungsfähig.
Als sich dann der Verband in VdK Verband der Körperbeschädigten umbenannte, wurde dieser 1946 für die amerikanische Zone genehmigt. Nun schlossen sich die vielen örtlichen Verbände dem Landesverband an. Dieser war ab 1948 auch für die französische Zone zuständig. So gesehen, war das Jahr 1946 wahrscheinlich das offizielle Gründungsjahr des Landesverbandes. Ortsgruppen mit gleichem Ziel gab es bereits seit 1945. In Berlin wurde der VdK erst 1952 zugelassen.
1948, vor Gründung der BRD, wurde in Stuttgart der BKD gegründet, kurz Bund der Körperbeschädigten Deutschlands, der sich ab 1950 "VdK Deutschland" nannte. Der Verband hatte bis dahin schon 500.000 Mitglieder. Als 1949 auch der Verband der französischen Zone beitrat, wurden es 750.000.
1947 kam die Mitgliederzeitung "Die Fackel" heraus, die heute schlicht VdK - Zeitung heißt.
Das unbefriedigende Bundesversorgungsgesetz wurde 1950 erlassen, aber 1957 reformiert. Es blieb unzulänglich. Deshalb marschierten 1963 ca. 35000 Kriegsopfer nach Bonn. Wer erinnert sich heute noch daran?
1970 erweiterte der Verband seine Bezeichnung und nannte sich VdK Verband der Kriegs-, Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner. Er öffnete sich langsam auch für Zivilopfer. Das war auch richtig, denn die Zahl der Kriegsopfer nahm altersbedingt ab. Einen rechtlichen Unterschied zwischen Kriegs- und Zivilbeschädigten gab es nicht. Sie waren eben "Schwerbehinderte".
Seit 1994 heißt der Verband offiziell "Sozialverband VdK Deutschland e. V".
Der Sozialverband VdK hat neue, große soziale Aufgaben übernommen. In Zeiten zunehmender sozialer Ungerechtigkeiten brauchen wir ihn mehr und mehr!



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Aktualisiert: 20.07.2018_MSCH

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