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Herzlich Willkommen im Sozialverband VdK - Ortsverband Mauenheim-Weidenpesch-Niehl-Longerich

Grüner Hof

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Köln Mauenheim
Der kleinste Stadtteil von Köln - eingebettet im Osten und Norden von Weidenpesch.
Im Westen grenzt die Eisenbahnlinie Köln-Neuss-Krefeld den kleinen Stadtteil Mauenheim, der sich an den Stadtteil Bilderstöckchen anschließt.
Mauenheim, klein aber fein, ist mit ca. 6000 Einwohnern sehr dicht besiedelt. Die Franken hatten bereits im Jahre 1199 Mauenheim seinen heutigen Namen gegeben. Im Laufe der Jahrhunderte erlangte die "Herrlichkeit Mauenheim" eine
immer größere Bedeutung.
Im 16.Jahrhundert entstand auf dem Gebiet der "Herrlichkeit Mauenheim" die heutige Ortschaft Nippes, die immer bedeutender wurde. Nachdem die Franzosen 1794 diese "Herrlichkeit Mauenheim" aufgelöst haben, ging der Name "Nippes" auf die ganze Siedlung über, welche nach dem Wiener Kongress zur "Bürgermeisterei Longerich" gehörte.
1888 wurde dieses Gebiet nach Köln eingemeindet.
Nordwestlich vom Stadtteil Nippes wurden 1919 weitläufige neue Siedlungen gebaut, und somit erhielt der neue Stadtteil 1933 den frei gewordenen alten Namen "Mauenheim".
Die Hauptsehenswürdigkeit von Mauenheim ist der "Grüne Hof". Dabei handelt es sich um eine große Wohnanlage, die insgesamt ca. 700 Wohnungen umfasst. Der Architekt Wilhelm Riphahn errichtete die Anlage nach britischem und niederländischem Vorbild. Dieser Bau war 1920 einer der ersten Sozialbauten Deutschlands. Die Bauweise erinnert an mittelalterliche Häuser, was den eigentlichen Reiz ausmacht. Hier vergisst man, dass man in einer Großstadt wohnt, denn die Atmosphäre erinnert eher an ein Dorf, wo das familiäre Milieu hoch geschätzt wird.
*) Wikipedia
**) cityinfo

MADONNA IM GRÜNEN
Diese kleine Kapelle hat für Weidenpesch - vormals Merheim linksrheinisch -eine besondere Bedeutung, denn auf diesem Grundstück befand sich die Pfarrkirche ST.STEPHANUS.
Sie wurde in den Jahren 1860 - 1862 erbaut und war die Pfarrkirche mit Friedhof für die Bewohner von Merheim lrh.. Das alte Merheim war noch von ländlichem Charakter geprägt. Der zweite Weltkrieg hat seine Spuren durch die Zerstörung vieler Häuser in Merheim lrh. hinterlassen, und auch St. Stephanus wurde sehr stark beschädigt.
Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau von Merheim lrh.
Im Jahre 1949 wird Johannes Fürtjes Pfarrer von Merheim lrh. Dieser lernt den ansässigen Fabrikanten Thomas Carl Tromm kennen. Herr Tromm stiftete aus Dankbarkeit, dass seine Familie die Kriegszeiten wohlbehalten überstanden hatte und sein Unternehmen erhalten geblieben war, diese Kapelle. Sein Sohn Carl erstellte den Entwurf mit den Sechsecken des Firmenlogos der Wachsfabrik.
Am 04. Dezember 1954 wurde die Kapelle fertig gestellt und von Weihbischof
Wilhelm Cleven feierlich eingeweiht. Jahrzehntelang haben dort Andachten in den Marienmonaten, zu Fronleichman sowie Trauungen stattgefunden. Durch wiederholte Einbrüche und Beschädigungen wurde von regelmäßigen Öffnungen abgesehen. Die Pflege dieser Kapelle liegt in den Händen der Familie Tromm und Ehrenamtlern aus Weidenpesch.
Seit dem Jahre 1995 ist die Kapelle MADONNA IM GRÜNEN in der Denkmalliste des Landes Nordrhein-Westfalen eingetragen.

Köln Niehl
Nicht nur die Kriege haben Niehl sehr zugesetzt, sondern auch der Rhein. Die Darstellung der Geschichte von Niehl erweist sich als sehr schwierig, da die uralten Niehler Kirchenbücher im 30jährigen Krieg verlorengingen; eine Sammlung von alten Niehler Urkunden wurde 1670 dem damaligen Pfarrer Balthasar Kratz gestohlen; die Revolutionsarmee Napoleons zerstörte die Urkundensammlung des Domherrn Professor Hillesheim, und im März 1945 gingen im Pfarramt viele Dokumente beim Einmarsch der Amerikaner verloren.

1740 brachte der Rhein mit Hochwasser und Eisgang viel Leid. Vorher war er von Stammheim in gerader Richtung an Flittard (etwa 50 m von der Kirche entfernt) vorbeigeflossen, nun grub er sich 200 m westlich ein neues Bett. Eine Menge Ackerland, zwei Gutshöfe, die uralte St.-Leonardus-Kapelle sowie 7 Wohnhäuser wurden durch Eis und Wasser fortgeschwemmt. 1746 wiederholte sich der Vorgang, wobei noch mehr Ländereien verwüstet wurden, und der Rhein sein Bett wiederum etwa 150 Meter auf Niehl zu verlegte. 1784 drückte zum 3. Male die Eisversetzung zusammen mit dem Hochwasser den Rhein in das heutige Strombett wieder um 40 m westlich, und nun direkt an den Häusern Niehls vorbei. Die alten Rheinarme waren wieder gefüllt. Von Riehl und Niehl aus floss in ihnen das Wasser bis Worringen, wo es sich wieder mit dem Rhein vereinigte. Niehl war über Nacht eine Insel geworden.

In Niehl setzt 1874 eine allgemeine Konjunktur ein, bedingt durch die hohen Landverkaufspreise, die der Militärfiskus für die benötigten Ländereien zahlte.
Die erste Straßenbeleuchtung mit Petroleumlaternen bekam Niehl 1890.
1892 wurde ein Teil schon durch eine Wasserleitung versorgt.
1894 wurde die neue Kirche an der Sebastianstraße konsekriert.
1898 wurde zwischen Niehl und Merheim (dem heutigen Weidenpesch) die Pferderennbahn eingeweiht.
1905 erhielt Niehl eine elektrische Beleuchtung, und das St.-Agatha-Krankenhaus und - Altersheim wurde eingeweiht.
1906 wurde Niehl an das städtische Gasnetz angeschlossen.
Etwa 1923 wurde mit dem Bau der Kaimauer und zwei Jahre darauf mit der Ausbaggerung des Niehler Hafens begonnen.
1930 brachten die Ford-Automobil-Werke viele neue Arbeitsplätze nach Niehl sowie viele andere Betriebe auf dem Gelände im Norden.
1958 wurde mit dem Bau eines Ölhafens an der Nordseite der Ford-Werke für die Versorgung der Esso begonnen.
1974 wurde ein Heizwerk der GEW im Niehler Hafen fertiggestellt, das die Innenstadt mit Fernwärme versorgt.

Niehl hat sich im Laufe der Jahre vom Fischerdorf zum Kölner Industrie-Vorort entwickelt.

*) copyright by Niehl (Robert Christ undJosef Dollhoff), J.P. Bachem Verlag

Die Historie vom Nachbarort Longerich Am Anfang des 5. Jahrhunderts vor Christus wurden die Kelten in unserer Gegend von den Germanen verdrängt oder gingen in dem keltisch-germanischen Mischvolk der Europiden auf.
An den Bergheimer Höfen sowie auf dem Gelände des Butzweiler Hofes in Longerich fand man Geräte aus der Steinzeit. Früheisenzeitliche Gruben am Heckhof weisen ebenfalls darauf hin, dass Longerich seit mind. 3.000 Jahren besiedelt ist. Die Landwirtschaft prägte diesen Ortsteil seit den Anfangszeiten seiner Besiedlung. Die Erzbischöfe waren die Herrscher und auch Schenker von Stiftungen, u.a. des Ursula-Stifts.
Einige Daten zu den Einwohnerzahlen: Im Jahre 1802 zählte Longerich 392 Einwohner, während der Nachbarort Niehl bereits 793 Einwohner aufweisen konnte, obwohl die Grundfläche von Longerich mit 19 km² größer war. Die Longericher gehörten 20 Jahre lang zu Frankreich, bis sie 1815 den Preußen unterstellt wurden. Die Volkszählung im Jahre 1900 ergab eine Einwohnerzahl von 1.660. Hier zeigt sich die Entwicklung dieses Dorfes, welches später ein Stadtteil von Köln wurde.
Der Name Fritz Contzen ist bis heute im Raum des Kölner Nordens bekannt. Die Contzen`s waren Stifter der Dionysos-Kirche und des Krankenhauses in Longerich sowie eines Teils des alten Friedhofs.
1913 stiftete der Sanitätsrat Dr. Hubert Dormagen die orthopädische Heil- und Lehranstalt als "Krüppelheim" in Merheim lrh. In den Kriegsjahren und eine Zeit lang danach diente dieses Heim auch als Krankenhaus. Als im Jahre 1962 die Stadtteilgrenzen neu festgelegt wurden, wurde die "Dormagen-Stiftung" dem Ortsteil Longerich zugeordnet. Heute ist das SBK gGmbH mit seinen weiteren Heimen in Köln der Träger.
Die 30er Jahre veränderten den Longericher Bereich durch viele Baumaßnahmen. Die "Neue Heimat" errichtete hier viele Wohngebäude, es entstand die "Gartenstadt-Nord" - die Katholiken-Siedlung -.
Die Pionier-Kaserne wurde nach dem zweiten Weltkrieg saniert, umgebaut und erweitert. Im Jahre 1961 wurde das Geschwister-Scholl-Haus als Freizeithaus für die Soldaten eingeweiht.
Bereits im Jahre 1902 landete der erste Zeppelin auf dem Gelände des Butzweiler Hofes, und auf Veranlassung des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer entstand in den Jahren 1910 - 1912 hier in Köln der erste Flughafen. Nach dem ersten Weltkrieg wurde dieser für den zivilen Luftverkehr ausgebaut. Die Luftfahrt-Shows waren etwas Besonderes und wurden zum Anziehungspunkt von zigtausenden Zaungästen.
Am 23.Oktober 1961 konnte der erste Zug der Linie 9 nach Longerich fahren, später nach Heimersdorf bzw. Chorweiler.
Ein besonderes Ereignis im 20.Jahrhundert war für Longerich der 15.Nov.1980: der Massenandrang auf dem Bahnhof in Longerich anlässlich des Besuches von Papst Johannes Paul II. In strömendem Regen harrten die Menschen aus und umjubelten den "Heiligen Vater" bei seiner Ankunft. Longerich - das "Dorf" - glich einer Großstadt!
Die 10 km² haben sich im Laufe von Jahrhunderten auch wirtschaftlich verändert: Auf vielen Freiflächen sind Gewerbegebiete entstanden - die vielen Unternehmen wurden ansässig, u.a. Ford und der Möbelriese IKEA aus Schweden.
Ein kleines Dorf aus dem Mittelalter hat zum Wohle seiner Bürger Geschichte hinterlassen.

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