Url dieser Seite: http://vdk.de/ov-itzehoe/ID238377
Sie befinden sich hier:
  • Startseite
  • >
  • Unser Besuch bei der Fischzucht Knutzen am 29.08.2019

Fischzucht Knutzen

-

© AW 2019

Auch in diesem Jahr war es möglich, den Fischzuchtbetrieb Knutzen zu besuchen, um sowohl die Arbeit der Fischwirte besser kennenzulernen, als auch köstlichen Räucherfisch mit Beilagen zu verzehren.

Von den 15 anwesenden Personen des OV Itzehoe besuchten mehrere erstmals eine VdK-Veranstaltung, andere waren schon „alte Hasen“ und einige berichteten, dass sie bereits im vergangenen Jahr den Ausflug zu den Fischteichen mitgemacht hatten.

-

© AW 2019

Nach der Begrüßung durch Frau Widmann lauschte die Gruppe dem Bericht von Frau Knutzen, wie an den Ufern der wassergefüllten Lunken des Torfabbaus seit dem Jahr 1885 eine Fischforschungsanstalt stand, aus der dann über Zwischenstationen mit Landwirtschaft plus Teichwirtschaft die heutige reine Teichwirtschaft entstand. Seit 1930 ist der Betrieb in den Händen der Familie Knutzen. Mittlerweile arbeiten 5 Personen dort.

-

© AW 2019

-

© AW 2019

Es gibt 30 Karpfenteiche auf den 30 Hektar teichwirtschaftlicher Nutzfläche, das Gesamtgelände ist 83 Hektar groß. Die Vorstellung, Spiegelkarpfen hätten viele Gräten, fettes Fleisch und schmeckten moderig, weshalb Verbraucher oft einen Bogen um Karpfen machen, wurde von Frau Knutzen zurechtgerückt: den Gräten kann man mit Grätenschneidern zu Leibe rücken, sodass die zerkleinerten Gräten wie bei Bratheringen kein Problem mehr darstellen. Auch ist das Futter so bemessen, dass die Spiegelkarpfen bei Familie Knutzen ca. 6 Jahre wachsen müssen, um ihr Fanggewicht zu erreichen. Das bedeutet, dass sie höchstens eine kleine Bauchfettschicht haben, die man wegen der gesunden Omega-3-Fettsäuren mitverzehren oder aber abschneiden kann. Der moderige Geschmack von Karpfen komme daher, dass in irgendwelchen Tümpeln gefangene Karpfen aufgrund des Wassers, in dem sie dort leben, auch nur modrig schmecken könnten. Bei Fischzucht Knutzen werden die Spiegelkarpfen vor dem Verkauf über längere Zeit in frischem Wasser gehältert, sodass sie keinesfalls modrig schmecken werden.

-

© AW 2019

Das Fisch-Abendbrot fand guten Anklang, es war sehr lecker. Vielen Dank an Familie Knutzen und die Mitarbeiter.

-

© AW 2019

Gesättigt und bereit für einen kurzen Spaziergang, ging es noch mit Frau Knutzen zu den Fischteichen, wo vor Ort weitere Einblicke gegeben wurden.

Deutlich wurde in Frau Knutzens Bericht, dass es eine große Freude, aber auch eine große Aufgabe ist, den Betrieb zeitgemäß zu führen und zugleich für die Zukunft gut aufzustellen. Ein Stichwort heißt Diversifizierung: neben dem Mästen der Karpfen spielen die vier Angelteiche eine Rolle, die Direktvermarktung incl. regelmäßigem Räuchern, der Partyservice und in dem neuen Betriebsgebäude, welches ein außerschulischer Lernort ist, die Erläuterung wichtiger Zusammenhänge der Fischwirtschaft für Kleine und Große. In der Region nachhaltig produzierter Fisch hat viele Vorteile gegenüber z.B. in Vietnam produziertem Bio-Pangasius-Filet, das schwermetallbelastet ist und um die halbe Welt gereist ist, bevor es auf deutschen Tellern landet.

Tiere, die sich von Fischen ernähren und dadurch den Besatz an Karpfen und den zugekauften Fischarten zur Zucht in Knutzens Fischteichen dezimieren, das sind Graureiher, Silberreiher, Kormoran, Fischadler, Seeadler, Otter. Vor allem der Kormoran ist vor Ort, wie auch überregional, ein großes Problem für die Fischwirte.
Das Gefälle vom Einlauf bis zum Auslauf des Wassers sind 7 m, welches bedeutet, dass diese Wasserführung ermöglicht, die Fischteiche unabhängig von Stromeinspeisung zu betreiben.

Es bleibt nur zu sagen: Herzlichen Dank für den netten Nachmittag, liebe Familie Knutzen.

Bildrechte einblenden

Bildrechte auf der Seite "https://www.vdk.de/ov-itzehoe/ID238377":

  1. - | © AW 2019
  2. - | © AW 2019
  3. - | © AW 2019
  4. - | © AW 2019
  5. - | © AW 2019
  6. - | © AW 2019

Liste der Bildrechte schließen