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Themennachmittag zum Thema "Heimische Kräuter"

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© KH 2019

Wiebke Habbe als Kräuterfachkundige und Naturführerin berichtete den Zuhörern am 6.6.2019 von Wildkräutern und dabei speziell von der Brennnessel und dem Spitzwegerich.

In den letzten Jahrzehnten gab es eine Bewusstseinsänderung: die beim Wunsch nach „sauberen“ Gärten und Äckern störenden „Unkräuter“ wurden später in „Wildkräuter“ umbenannt und schließlich zum „Beikraut“, dem man nun eine Daseinsberechtigung zubilligte. Man erkannte immer mehr, dass diese Beikräuter positive Eigenschaften bzw. Inhaltsstoffe haben. Heute ist es geradezu eine Modeerscheinung, bestimmte Wildkräuter zu essen.

Zunächst wurde die Problematik verdeutlicht, warum heutige Wiesen zur Rinderhaltung über höchstens noch 3 Gräser-Arten verfügen und nicht mehr wie zu früheren Zeiten über ca. 30 Gräser-Arten. Die reduzierte Artenvielfalt zeigt sich auch darin, dass man Wildkräuter, die man früher als Kind am Wegrand sah, heute kaum noch finden kann. Wer sieht denn beispielsweise die Kornblumen mit ihrer blauen Blüte noch in der Natur?

Wiebke Habbe zeigte uns einen Strauß von ihr gesammelte Wildkräuter und ließ uns die Arten benennen, soweit wir das vermochten.

Am Beispiel der Brennnessel, die im Vergleich zum Kopfsalat ein Vielfaches an Vitamin C oder Eisen oder Magnesium hat, wurde deutlich, dass Wildkräuter allgemein einen höheren Wert für die Ernährung des Menschen haben als vergleichbare landwirtschaftlich angebaute Pflanzen und durch ihren geringeren Wassergehalt auch nicht so schnell welk werden.

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Die Brennnessel, die durchaus 25 Jahre an ein und derselben Stelle wächst, hat viele Vorzüge und wird deshalb „Königin der Wildkräuter“ genannt. Brennnesseltee entwässert, Brennnesselblätter kann man (kurz blanchiert) wie Spinat verwenden, die Brennnesselsamen kann man über Müsli oder Salat streuen, die festen Fasern der Stängel wurden früher zu Nesselstoff gewoben. Rheumapatienten schätzen die durchblutungsfördernde Wirkung der Brennhaare.

Der Wegerich (von der Namensbedeutung her „König der Wege“) als Spitz- oder Breitwegerich hat lindernde Eigenschaften bei Hautreizungen (z.B. bei Blasen vom Wandern oder bei Insektenstichen), der Tee aus diesem Wildkraut senkt Fieber.

Es war interessant zu erkennen, wie viel Wissen die früheren Generationen über diese Kräuter bereits besaßen.

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Der Vortrag war sehr anschaulich dargeboten. Abschließend durften die Teilnehmer noch Kostproben von Blätterteighalbmonden mit Wildkräuterfüllung probieren und man hörte überall: Das schmeckt aber gut!

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Selbst an ihrem Fahrrad hatte Frau Habbe noch Kräuter...!© KH 2019

Kurzum: es war ein gelungener Themennachmittag und wir bedanken uns herzlich bei der Referentin

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