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70 jähriges Jubiläum VdK Grünberg

Bericht der Feierstunde zum 70-jährigen Jubiläum
VdK Ortsverband Grünberg ORTSVERBAND G R Ü N B E R G
.am 20. August 2017 um 11.00 Uhr im Barfüßerkloster in Grünberg
Der Vorsitzende, Dieter Halbich,

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begrüßte im Namen des Vorstandes vom VdK Ortsverband Grünberg

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alle Anwesenden Mitglieder und Gäste vom VdK.

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Als Ehrengäste wurden willkommen geheißen vom VdK Landesverband
Frau Helma Schnell-Kretschmer in Vertretung von Herrn Paul Weimann, dem neuen Landesvorsitzenden

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und vom VdK Kreisverband Gießen Frau Gisela Petry-Ruhl in Vertretung des Kreisvorsitzenden Herrn Horst Weitze,

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sowie der Bürgermeister von Grünberg, Herr Frank Ide.
Von den fünf weiteren Ortsverbände der Großgemeinde Grünberg konnte von Weitershain Frau Christiane Pausch und von Queckborn-Harbach Herr Wolfgang Schwane begrüßen werden.
Halbich dankte Allen für ihr Kommen, welches das Interesse am Ortsverband Grünberg zeigen würde, und, dass der VdK kein isoliertes Verbandsleben führt, sondern stets einen guten Kontakt und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Anderen pflegt. Für die musikalische Untermalung der Feierstunde war VdK-Neumitglied Martin Philippi zuständig, er wurde mit Applaus begrüßt.
Beim geschichtlichen Rückblick berichtete der Vorsitzende, dass der VdK Ortsverband Grünberg offiziell am 01. Juli 1947 durch die Initiative von Herrn Enoch Hilken und Herrn Wilhelm Sann gegründet wurde. Herr Sann, mit ihm habe er sich noch vor 10 Jahren wegen dem damals 60-jährigen Bestehen über die Geschichte des Ortsverbandes unterhalten können, berichtete ihm damals, dass es schon 1946 viele Bestrebungen in diese Richtung gegeben hätte, um Hilfe für die Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen zu bekommen, doch die Besatzungsmächte wollten das zuerst nicht zugelassen.
Da Herr Sann den späteren Kreisvorsitzenden von Gießen, Herrn Albert Benner, persönlich kannte, und dieser, lt. seiner Aussage, eine gute Beziehung zu den verantwortlichen Amerikanern hatte, konnte in der Richtung dann doch etwas erreicht werden.
Herr Abraham Sauer, der spätere Landesvorsitzende des VdK in Hessen, und Herr Adam Rembser haben zusammen mit Herrn Albert Benner auf Bitten bei den Amerikanern erreicht, dass sie am 13. Dez. 1946 die Lizenz zur Gründung einer Selbsthilfeorganisation erhalten hatten.
Bedingung der Alliierten war, im Namen der Organisation durfte der Begriff Krieg nicht verwendet werden. Die Selbsthilfeorganisation wurde dann unter dem Namen Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen vom damaligen Großhessischen Staatsministerium zugelassen.
Aus dem Namen ?Verband der Körperbehinderten leitete sich dann die noch heute verwendete Abkürzung VdK ab. Der heutige Landesverband VdK Hessen-Thüringen ist der Älteste, und als sein Gründer ging Herr Abraham Sauer in die VdK-Geschichte ein.
Nachdem in den anderen Bundesländern ebenfalls VdK-Landesverbände zu Stande kamen, erfolgte in 1950 die Gründung des VdK Deutschland als Dachorganisation aller VdK-Landesverbände. Allerdings hat jeder Landesverband seine eigene Satzungen und Bemessung der Mitgliedsbeiträge.
Halbich erklärte weiter, dass trotz der Erhöhung zum Jahr 2017 der Landesverband Hessen-Thüringen zu den preisgünstigen Landesverbänden gehört.
Nach der Grenzöffnung zur ehemaligen DDR, durch den Mauerfall im November 1989, wurden auch dort VdK-Landesverbände gegründet. Nach dem Aufruf vom VdK Deutschland die Verbände in den neuen Bundesländern mit der Erfahrung der Verbände von den alten Bundesländern zu unterstützen, schlossen sich in 2003 als Einzige die Landesverbände Hessen und Thüringen zum Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e. V. zusammen.
Nach der Gründung des Landesverbandes im Dez. 1946, war nun auch der Weg bereitet, Ortsgruppen zu gründen. Nur ein halbes Jahr später, am 01. Juli 1947, einstand bereits in Grünberg eine VdK Ortsgruppe. Dadurch gehört er mit zu den ältesten Ortsverbänden des VdKs. 22 Personen waren die Mitglieder der sogenannten ?ersten Stunde?. Als erster Vorsitzender wurde Franz Schmitz gewählt, der aber dann von Enoch Hilken abgelöst wurde. Danach übernahm Wilhelm Sann das Amt des Vorsitzenden, welches anschl. Georg Rühl übernahm. Von 1955 bis zu seinem Tod in 1980 war Josef (Jupp) Speckmann Vorsitzender. In den 25 Jahren seiner Amtszeit prägte er den Ortsverband maßgeblich. Danach wurde Werner Trettin für dieses Amt gewählt. Nach 14 Jahren, Ende 1994, musste er es aus gesundheitlichen Gründen abgeben. 1995 wurde als Vorsitzende Hedwig Kienholz gewählt, sie war die Ehefrau des verstorbenen Wilhelm Kienholz, der auch ein Mitglied der ersten Stunde war. Sie hatte das Amt 8 Jahre ausgeübt.
In 2003 wurde dann er gewählt, berichtete Halbich weiter. Bis einschl. heute, also schon über 14 Jahre, sei nun er der Vorsitzenden vom Ortverband Grünberg. Zum ersten Mal in der Geschichte des OVs gab es durch ihn nun einen Vorsitzenden, der den Krieg nicht miterlebt hat.
Das sollte auch erkennen lassen, dass sich der VdK in seinen Aufgaben vom Kriegsopferverband zum modernen Sozialverband gewandelt hatte. Seit sehr vielen Jahren bemüht sich der VdK vorwiegend um die Belangen von chronisch Kranken, Behinderten und Rentnern. Mehr als 40.000 Personen jährlich suchen inzwischen Rat und Hilfe in den Rechtsschutzstellen und Außensprechstunden. Etliche Verfahren vor den Sozialgerichten in Hessen und Thüringen werden von VdK-Bevollmächtigten geführt.
Die Mitglieder der Kriegsbeschädigten und -hinterbliebenen stellen heute nur noch einen kleinen, aber sehr wichtigen Teil der Mitglieder dar. Ihre Belange sind dank des VdK zum größten Teil mit Erfolg abgeschlossen worden. Aus Solidarität und Vorbild für die jüngeren, neuen Mitglieder, sind sie dem Verband treu geblieben und zahlen dankenswerter Weise schon über Jahrzehnte ihre Mitgliedsbeiträge.
Es darf nicht vergessen werden, betont Halbich, erst durch die Mitgliedsbeiträge, wird die finanzielle Grundlage geschaffen, um helfen zu können. Das hat allerdings nur dann einen guten Erfolg, wenn man sich das Ziel einer langjährigen Mitgliedschaft im Sozialverband VdK gesetzt hat. Die VdK-Mitglieder, bilden somit eine Solidargemeinschaft, und die VdK-Ortsverbände sind die Basis des Sozialverbandes VdK.
Kurze Zeit nach der Gründung hatte der VdK Grünberg mit seinen damaligen Stützpunkten in Lauter und Göbelnrod bereits ca. 250 Mitglieder, so ein Zeitungsbericht zum 40-jährigen Bestehen des Ortsverbandes.
Die ähnlichen Schicksale der Mitglieder haben sie damals eng miteinander verbunden. Dieses starke Gemeinschaftsgefühl führte jedoch dazu, dass die VdKler auf Außenstehende als eine in sich geschlossene Gemeinschaft wirkte. Der Ruf eines Kriegsopferverbands, der nachfolgenden Generationen wenig zu bieten hatte, und Sterbefälle der Älteren führten auf längere Sicht zu einem Mitgliederrückgang. Auch wurde zu dieser Zeit der Suche nach Mitgliedernachwuchs nicht genug Bedeutung zugemessen.
Als er vor 14 Jahren gewählt wurde, berichtet Halbich, hatte der Ortsverband 179 VdK-Mitglieder zu betreuen. Es gehörten zu diesem Zeitpunkt bereits schon neben Göbelnrod und Laubach-Lauter auch die Stadtteile Stangenrod und Lehnheim zum VdK Ortsverband Grünberg.
Heute steht der VdK jedem Menschen offen, der Rat und Unterstützung in sozialen Fragen benötigt. Sozialpolitisches Engagement, umfassende Angebote rund um die Themen Sozialrecht, Gesundheit, Behinderungen, Rente und Pflege, sowie gelebte Solidarität im Ehrenamt, bilden das Fundament einer starken offenen Gemeinschaft. Hierdurch stieg die Mitgliederzahl im VdK wieder stark an. Das konnte man auch in den Ortsverbänden beobachten. Vor 10 Jahren in 2007, also schon vier Jahre nach Halbich´s Amtsantritt, konnte bereits das 250. Mitglied bei der JHV des OV Grünberg begrüßt werden.
Letztes Jahr wurde das 500. Mitglied begrüßt, und bis zum heutigen Zeitpunkt hat der Ortsverband Grünberg 535 VdK-Mitglieder zu betreuen. Das ist das Dreifache an Mitgliedern die zu betreuen sind, seit dem Anfang in 2003 mit 179 Mitgliedern.
Das Anwachsen der Mitglieder in den Ortsverbänden spiegelt sich natürlich im Kreis-, Bezirks- und Landesverband wieder. Letztes Jahr wurde sogar aus den Reihen des OV Grünberg ein Neu-Mitglied als 50.000 VdK-Mitglied vom Bezirksverband Gießen begrüßt.
Man sieht also, der OV Grünberg ist kein kleiner Ortsverband. Somit gehören er nicht nur zu den ältesten, sondern auch mit zu den größten Ortsverbänden im Kreisverband Gießen.
Stolz könne auf jeden Fall der Ortsverband auf folgendes sein: Wie der VdK allgemein, so hat auch der OV Grünberg mitgeholfen, das Leben zahlreicher Menschen zu verbessern. Auch er steht für soziale Gerechtigkeit und ein soziales Miteinander von Mensch zu Mensch vor Ort ein, das es sonst so nicht geben würde. Und auch für unsere gesellschaftliche und sozialpolitische Zukunft spielt der OV Grünberg eine wichtige Rolle. Die vielen Stunden, die ehrenamtlich für die Mitglieder an die persönliche Zuwendung in Gesprächen aufgewendet werden, würden zahlreichen Menschen andernfalls nicht zuteil.
Es wurde in der Vergangenheit viel bewegt, denn der Sozialverband VdK zählt mit 70 Jahren keineswegs zum alten Eisen, im Gegenteil: Er gewinnt mit dem Alter an Ansehen, seine Stimme an Gewicht. Seit über 70 Jahren setzt er sich für soziale Gerechtigkeit und die Interessen der Mitglieder ein. Über 260.000 Menschen sind schon Mitglied im Landesverband und es werden täglich mehr. Der Zuwachs der Mitglieder ist natürlich auch der Politik im Sozialwesen zu verdanken. Aber auch ohne den besonderen Einsatz jedes einzelnen Mitstreiters in den Ortsverbänden wäre das nicht möglich. Halbich dankte an dieser Stelle allen Mitstreitern, egal in welcher Form sie sich im Ortsverband ehrenamtlich betätigen, da dies keine Selbstverständlichkeit ist! Ohne sie gäbe es keine VdK-Zeitungen mit Einlegern über Infos und Veranstaltungen von uns, die persönlich ausgetragen werden und so einiges mehr.
In Vertretung des Landesvorsitzenden sprach Frau Helma Schnell-Kretschmer ein paar Grußworte. Sie dankte dem Vorsitzenden, sowie den Vorstandsmitgliedern für Ihren unermüdlichen Einsatz vor Ort. Desweiteren verdeutlichte Sie auch nochmals die Leistungen des VdKs, insbesondere was er in den Jahren alles bewirkt hat. Ein grundsätzlicher Verdienst sei die Anerkennung der Mütterrente von 2 Jahren. Seit dem 01. Juli 2014 kann jede Mutter diese beantragen, die Kinder geboren hat, egal wie alt Sie ist. Allerdings müssen die Voraussetzungen erfüllt sein. Die Mütterrente ist eine staatliche Rente und muss mindestens die Anwaltschaft von 5 Jahren erfüllen. Hat man 2 Kinder geboren, so habe man nur 4 Jahre erfüllt, also fehlt noch ein Jahr. Was viele nicht wissen ist, das 5. Jahr kann mit ca. € 1020,00 nachgezahlt werden. Das bedeutet, wenn man diese Summe auslegt, entspricht das die ersten 10 Monate Rente á € 102,00. Ab dem 11. Monat hat man dann aber diese Summe als monatliche Rente.
Halbich danke für ihre aufschlussreiche Ausführung, da dies vielen Betroffenen so nicht bekannt sei.
Bürgermeister Frank Ide ging in bei seinen Grußworte

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nochmals auf das Wachstum der Mitgliederzahl im Ortsverband ein. Die Beitritte seien zwar größtenteils der Politik geschuldet, aber es wäre auch ein Verdienst des Vorsitzenden und seinem ehrenamtlichen Engagement. Er bedankte sich bei ihm und dem Vorstand für den von ihnen erbrachten Einsatz, da ihm bekannt ist, was beim Ortsverband geleistet wird. Auch bei ihm bedankte sich Halbich für sein Lob und seine Worte über den Ortsverband.
In Vertretung des Vorsitzenden vom Kreisverband Gießen gratulierte Frau Gisela Petry-Ruhl dem Ortsverband und richtete Grüße aus. Sie hatte nach ihren Grußworten eine Überraschung für den Vorsitzenden und noch drei weitere langjährige Vorstandsmitglieder mitgebracht.
Frau Schnell-Kretschmer 1. von links und sie überreichten vom VdK-Landesverband Ehrenplaketten und Urkunden.

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2. von rechts Herr Dieter Halbich wurde für 14 Vorsitzender mit Gold ausgezeichnet, Mitte Frau Rosemarie Hahn für 14 Jahre Kassenführung mit Silber, 2. von links Frau Hannelore Klipp seit 9 Jahren Verteilerin VdK-Zeitungen an Austräger und nunmehr auch als Vertreterin der Frauen mit Bronze und 3. von links Herr Alfred Hammerschick seit 10 als Verantwortlicher für die Homepage ebenfalls mit Bronze.
Halbich dankte Frau Schnell-Kretschmer und Frau Petry-Ruhl 1. von rechts , auch im Namen der Anderen für die Auszeichnungen. Man sei sehr erfreut darüber, dass das Ehrenamt auf diese Weise ein Dank vom Landesverband erhält. Auch bedankte er sich bei Frau Petry-Ruhl für Ihre Grußworte und dafür, dass sie alle Urkunden für Ehrungen im Auftrag des Landesverbandes schreibt.

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Halbich dankte auch den anderen Gratulanten aus den Reihen der Ortsverbände, sowie für Ihre Spendengeschenke dem Bürgermeister und dem Sängerkranz Grünberg.
Ein weiterer Dank ging an alle, welche dazu beigetragen haben, dass das Jubiläum in diesem Rahmen gefeiert werden konnte. Der Dank gilt auch den Barfüßern und der Stadt Grünberg für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten vom Barfüßerkloster.
Er dankte im Namen des Vorstandes den Anwesenden für Ihr Interesse am Geschehen vom VdK und der Geschichte vom Ortsverband. Er lud Alle ein bei einem kleinen Sekt-Imbiss noch zu verweilen und die Zeit für Gespräche zu nutzen und wünschte anschl. einen guten Nachhauseweg.

Gezeichnet: Dieter Halbich

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