Sozialverband VdK - Ortsverband Gomaringen-Bronnweiler
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Gesundheitsforum im Schloss
Der Blick nach vorn - Leben mit der Diagnose Krebs

Immer mehr Menschen können immer länger mit der Krankheit Krebs leben, auch wenn nicht jeder Krebskranke geheilt werden kann. Die therapeutischen Möglichkeiten haben sich verändert, in gleichem Maße wachsen die Hoffnungen. Geändert haben sich aber auch manche Probleme, die sich aus einer Krebserkrankung ergeben können. Birgit Wohland-Braun, Ärztin und Leiterin der Geschäftsstelle des Krebsverbandes Baden-Württemberg, wird einen Einblick bieten in die aktuellen Veränderungen in der Krebsmedizin. Im Mittelpunkt steht in ihrem Vortrag der Patient, sein Umgang mit der Erkrankung, im persönlichen, familiären und sozialen Umfeld und welche Möglichkeiten es zur Information und Begleitung gibt.
In Zusammenarbeit mit der vhs Gomaringen Mi, 18.04.2007, 20:00
Schloss, Bürgersaal
EUR 5,00 (erm. EUR 4,00)
Birgit Wohland-Braun

Leben mit der Diagnose Krebs

Vortrag im Rahmen "Gesundheitsforum im Schloss" Mittwoch, 18.04.2007
Die Referentin Frau Dr. Wohlandt-Braun führte zu Beginn kurz in den Aufbau des Krebsverbandes Baden-Württemberg ein. Sie berichtete über die Aufgaben und Struktur ihrer Organisation.
Anschließend erwähnte sie die verschiedenen Institutionen wie Selbsthilfegruppen, Kompetenzzentren wie Uniklinik Tübingen, Projekte wie die "häusliche Pflege", die vom Verband unterstützt werden.
Sie zeigte auf, wie die Gene erkranken, wie die Krebszelle den Zelltod erleidet (Begriff der Apoptose) und wie die kranken Zellen in unserem Körper streuen. Sie beschrieb die Risikofaktoren, die die Gene verändern, verwies aber gleichzeitig darauf hin, dass es meist nicht nur eine Ursache, sondern mehrere Faktoren sind, die zu einer Krebserkrankung führen.
Im Anschluss deutete Frau Wohlandt-Braun an, wie wichtig die Früherkennung des Krebses ist, und zeigte graphisch auf, wie damit die Überlebens- und Heilungschancen sind, besonders an den Beispielen wie Brust- und Darmkrebs. Größere Aufmerksamkeit sollte dem Hautkrebs, seiner Entstehung und Ursache gewidmet werden. Sie erwähnte dabei, dass dies auch Aufgabe der Frauenärzte sei!
Über Hämatologie/Onkologie wurde von ihr weiters ausgeführt, der Grad und Befall der Zellen (TNM Stadium) dargestellt.
Im weiteren Verlauf ihres Referates schilderte sie dann die drei Möglichkeiten der Krebsbehandlung wie Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Sie berichtete über neue Diagnostikverfahren wie PET-CT und erwähnte dabei auch, dass der Patient sich eine "zweite Meinung" einholen sollte, um sich über die Behandlungsmöglichkeiten im Klaren zu sein.
Die Hauptziele seien die Heilung, die Erhaltung der Lebensqualität und dann auch die Verlängerung der Lebenszeit für die Krebspatienten. Diskutiert wurde u.a. auch über begleitende alternative Maßnahmen wie Hyperthermie und Misteltherapie. Hier verwies Frau Wohlandt-Braun wieder auf die Kompetenz-zentren wie die Uniklinik Tübingen und auf die Selbsthilfegruppen im Land.
Hier sei vor allem das "Onko-Walking" zu erwähnen.
Zum Schluss berichtete sie über die Psychoonkologie, den Umgang mit der Erkrankung, über die Familie, den Partner und seine Rolle. Eine wichtige Adresse nannte sie mit der "ambulanten Krebsberatungsstelle" in Tübingen. Sie verwies noch auf Ansprechpartner und Servicestellen zu diesem Komplex.
Womit befasst sich die psychoonkologische Forschung?
Die psychoonkologische Forschung beschäftigt sich mit Menschen, die mit einer Krebserkrankung konfrontiert sind. Das sind nicht nur die Patienten selbst, sondern auch die Angehörigen der Patienten oder die Ärzte und Schwestern in Krankenhäusern, in denen Krebskranke behandelt werden. Die Forscher sind von ihrer Ausbildung her meist Sozialwissenschaftler (Psychologe, Soziologe) oder Mediziner. In den letzten Jahren hat sich der Begriff "Psychosoziale Onkologie" immer mehr durchgesetzt. Er berücksichtigt die Tatsache, dass eine Krebserkrankung Auswirkungen nicht nur auf die betroffene Person selbst, sondern immer auch auf das soziale Umfeld hat. Psychoonkologie wird allerdings oft als Kurzbegriff gleichsinnig verwendet.

Broschüren und Flyer können über den Vorstand des VdK Gomaringen-Bronnweiler bezogen werden.

Vorträge

Zur Zeit sind keine Vorträge von seiten des VdK Ortsvereins geplant. Wir werden zu einem der nächsten Stammtische eine Vertreterin der Rheumaliga einladen.