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Willkommen beim VdK-Ortsverband Geretsried
Hier erfahren Sie, was sich im Geretsrieder Ortsverband tut:

Beim VdK-Stammtisch: Selbst helfen oder geholfen bekommen
Die Pflegekasse finanziert mit

Cornelia Irmer (li.) dankt Claudia König-Heinle für ihren Vortrag über die Seniorenhilfe Oberlaand e.V.

Cornelia Irmer (li.) dankt Claudia König-Heinle für ihren Vortrag© VdK-Geretsried

24.11.2017 - Die gemeinnützige Seniorenhilfe Oberland e.V. stellte sich auf Einladung des VdK-Ortsverbandes beim Stammtisch vor, um über ihr Hilfsangebot für Senioren zu informieren.
Der Verein wurde im Januar 2017 gegründet, um das Angebot für ältere Menschen bei der Bewältigung des Alltags auszubauen und zu sichern. Mehr als 65 Interessierte waren gekommen, um der Diplom-Sozialpädagogin (FH) Claudia König-Heinle zuzuhören, was der Verein anbietet und wie man dazu kommt, seine Dienste zu nutzen oder beim Verein ehrenamtlich mit zu arbeiten.

Claudia König-Heinle stellte gleich zu Beginn klar: der Verein ist kein neuer Pflegedienst. Er bietet keine Pflegeleistungen an. Vielmehr geht es ihm darum, die "kleineren" Probleme bei der Bewältigung des Alltags zu lösen. Wem es schwer fällt, zu Hause die Gardinen abzunehmen weil sie dringend gewaschen werden müssen, sollte nicht auf einen Stuhl steigen, um das selbst zu erledigen. Wer allein und nicht mehr so mobil ist und sich wünscht, einmal in der Woche mit jemanden "Mensch ärgere Dich nicht!" zu spielen, wer nicht mehr gut sieht und vorgelesen bekommen will, wer mit jemanden sein Essen zubereiten oder einkaufen will, wer unsicher läuft und einen Gottesdienst besuchen will, wer, wer, wer ....
Dem kann bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, durch Besuche und soziale Kontakte geholfen werden. Ziel der Vereins ist, den Menschen so lange als irgend möglich ein selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen. Die Angebote des Vereins kann man selbstverständlich auch zusätzlich und unabhängig zu der Pflege durch einen Pflegedienst nutzen.

Der Verein hat mehr als 30 Helferinnen und Helfer für diese Dienste geworben und in einem Kurs auf ihre unterschiedlichen Aufgaben vorbereitet. Die Ehrenamtlichen bekommen für jede Stunde, die sie bei einem Hilfsbedürftigen eingesetzt werden 10 Euro als Aufwandsentschädigung. Wer einen Helfer "bucht", zahlt 20 Euro pro Stunde.

Ein besonderer Charme liegt darin, dass Menschen, die gerne helfen wollen, bei der Seniorenhilfe Oberland e.V. eine anerkannte Ausbildung als Helferin und Helfer erhalten können. Dazu muss man aber keine Prüfung ablegen. Durch die Teilnahme am Kurs erhalten die Ehrenamtlichen die Zulassung für diese Tätigkeit. Die so geschulten Kräfte können dann bis zu 2.400.- Euro jährlich steuerfrei dazu verdienen. Hier gilt die gleiche gesetzliche Regelung wie z.B. bei den Übungsleitern im Sportverein. Wer also Zeit und Lust hat, anderen Menschen zu helfen, kann so seine Rente oder das Taschengeld ein wenig aufbessern und Sinnvolles in einer guten Gemeinschaft tun. Weitere Helfer und Helferinnen sucht der Verein immer.

Pflegebedürftige, für die ein Pflegegrad festgestellt ist und zu Hause leben, haben Anspruch auf einen sog. "Entlastungsbetrag" in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich, den die Pflegekasse zusätzlich zu den sonstigen Leistungen zahlt. Diesen Betrag kann man jeden Monat für entsprechende Aufwendungen einsetzen. Was es dazu braucht, erläutert Claudia König-Heinle gerne in einem persönlichen Gespräch. Wer den Papierkram mit der Pflegekasse scheut, kann auch den Verein beauftragen, die Abrechnung mit der Kasse direkt zu machen.

Mehr Informationen über den Verein gibt es hier. (ab)

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VdK beim Volkstrauertag:
Kein leichtes Erbe für junge Menschen

Ansprache des VdK zum Volkstrauertag

Gisela Lucht und ein Schüler des Geretsrieder Gymnasiums tragen Gedanken zum Gedenken an die Opfer der Kriege vor© VdK-Geretsried

19.11.2017 - Der Volkstrauertag ist für den Sozialverband VdK Anlass, sich im Namen derer zu versammeln, die Opfer von kriegerischer Gewalt wurden. Bei der Feier am Waldfriedhof gedachte er zusammen mit den Vertretern der Kirchen, der Stadt, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und den Geretsrieder Vereinen derer, denen es nicht vergönnt war, den Frieden zu erleben.

In den Ansprachen klang mehrfach die Frage an, ob der Gedenktag noch zeitgemäß sei. Der VdK-Geretsried hatte sich für seinen Beitrag zur Gedenkstunde mit einem Schüler aus dem Gymnasium Geretsried zusammen getan. Der sprach davon, dass er mit dem Volkstrauertag wenig anfangen könne: "Gefühlsduselei", "verordnete Trauer" und "Partyverbot" sind die Worte, die der Jugendliche für den Volkstrauertag fand. Ortsvorsitzende Gisela Lucht bezeichnete die stillen Tage um Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertage, Ewigkeits- und Totensonntag als Tage der Begegnung zwischen den Lebenden und den Toten. Sie wies den Schüler auf die Inschrift des Gedenksteins hin, vor dem die Feier stattfand: Euer Opfer ist unsere Verpflichtung zum Frieden. "Dieses Versprechen muss die ältere Generation an euch Junge weitergeben. Das ist unser Vermächtnis", so Gisela Lucht.

Der Schüler resümierte seine Beschäftigung mit dem Thema Volkstrauertag mit den Worten: "Kein leichtes Erbe, das ihr uns auferlegt. Annehmen oder ausschlagen?
Vertraut darauf, dass wir erwachsen werden und dass die Werte, die ihr uns vermittelt habt, unser Handeln bestimmen werden. Ein Leben in Frieden ist nicht selbstverständlich, das ist mir klar geworden."

Die Feierstunde wurde mit den Kranzniederlegungen und dem Singen der Bayernhymne und des Deutschlandliedes abgeschlossen. Viele Besucher waren sich einig, dass die jungen Menschen mehr von der Geschichte der Kriege wissen müssten, damit sie die Freiheit und die europäischen Werte schätzen lernen und bewahren können.

Wenn Sie Bilder der Feierstunde am Waldfriedhof sehen wolle, klicken Sie bitte hier!


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  1. Frohe Weihnachten | © VdK-Geretsried
  2. Kampagnen-Motiv von "Weg mit den Barrieren!" - Ein Männchen mit Rollator scheitert an einer unüberwindbaren Treppe | © VdK
  3. Cornelia Irmer (li.) dankt Claudia König-Heinle für ihren Vortrag über die Seniorenhilfe Oberlaand e.V. | © VdK-Geretsried
  4. Ansprache des VdK zum Volkstrauertag | © VdK-Geretsried

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