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Gründung

Der in der Not der Nachkriegsjahre 1948 gegründete Bundesverband diente der Hilfe von Menschen die der Krieg körperlich und geistig, materiell und persönlich geschädigt hat. Es war die Zeit Ende der 40 er Jahre, geprägt von den unmittelbaren Auswirkungen des 2. Weltkrieges, der neben materiellem Verlust vor allem auch Leid und Trauer in viele Familien hinein trug.

So wurde auch der Geislinger VDK Ortsverband am 11. März 1949 imGasthaus zur Harmoniein Geislingen von 34 Mitgliedern als Verband für Kriegsbeschädigte, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen gegründet.

1. Vorstand Ernst Durst
2. Vorstand Albert Traub
Schriftführer Hans Hauser
Kassier Paul Winterholer
Beisitzer Reinhold Scherer, Wilhelm Knaisch, Frieda Straub,

Alfons Koch gehört heute noch als Gründungsmitglied unserer Ortsgruppe an.

Parallel dazu wurde am 23. Mai 1949 die VDK Ortsgruppe Binsdorf und Erlaheim gegründet.
In den Ortsverband Geislingen wurden 1972 Erlaheim und im Jahr 2000 Binsdorf integriert.

Aller Anfang war schwer und von viel Arbeit und Armut gezeichnet. Es wurde geholfen, wo es möglich war. Nur um einige Aktionen in Erinnerung zu rufen, ist die Haussammlung 1949 zu erwähnen bei der für die Wohnungsbaugesellschaft für Hinterbliebene und Kriegsverletzte 592 DM zusammen kamen. ( Damals betrug der Stundenlohn eines Arbeiters 1.26 DM.) Kinder von Hinterbliebenen erhielten Zuschüsse von 20.- DM für Kommunionen oder Konfirmationen. Zuschüsse von 10.- DM für über 6 wöchige Bettlägrigkeit oder Krankenhausaufenthalt. Seit 1962 20.- DM Sterbegeld für Hinterbliebene. Ebenso bekamen bedürftige Kameraden Holzzuteilungen. Die Ortsgruppe machte sich auch die Verteilung von Schokolade und Osterhasen an schulpflichtiger Kinder von Kriegsversehrten und Hinterbliebenen zur Aufgabe. Sachen deren Notwendigkeit man sich heute nicht mehr vorstellen kann.

Seit 1981 erhält jedes Mitglied über 75 Jahre zu Weihnachten 1 Flasche Wein. Auch der kameradschaftliche Teil kam nicht zu kurz. In Frühlings- und Sommerfesten, Muttertags- und Adventsfeiern sowie unvergessliche Ausflüge konnten die Mitglieder für wenige Stunden den Alltag vergessen und bei Witz und Reim, Liedern und Gesprächen ein paar gesellige Stunden verbringen. Dabei sind die Beiträge in Form von Mundartgedichten und Reimen von Inge und Hans Hauser, Dora Schlaich, Emma Eith, Margarethe Sieber und anderen unvergesslich.

Aber es gab in der vergangenen VDK Geschichte nicht nur Höhen sondern auch Tiefen.
1949 bei der Gründung waren es 34 Mitglieder
1953 waren es bereits 100 Mitglieder
1972 mit dem Zuammenschluß von Erlaheim 140 Mitglieder
1996 sank durch zahlreiche Todesfälle auf 82 Mitglieder
2009 zum 60 jährig. Jubiläum ein Anstieg auf 190 Mitglieder
2015 stetiger Anstieg auf inzwischen 230 Mitglieder

Zuwachsraten auf die mancher Verein stolz sein könnte. Doch die Arbeit des VDKs hat sich in den letzten Jahren verändert. Der einstige Kriegsversehrten und Hinterbliebenen Verband VDK ist inzwischen der größte Sozialverband Deutschlands mit über 1.4 Millionen Mitgliedern. Bedauerlicherweise gibt es 70 Jahre nach Kriegsende bedingt durch die Auslandseinsätze der Bundeswehr wieder neue Kriegsversehrte oder Hinterbliebene. Doch Hauptgrund dieser Zuwachsraten des VDK's ist die immer größer werdende Zahl der sozial Schwachen, Rentnern, Älteren, chronisch Kranken, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftigen und deren Angehörigen.
Auch hat sich der VDK die Bekämpfung der immer größer werdenden Kinder- und Altersarmut zur Aufgabe gemacht. Der VDK ist zum Mittler und Mahner, aber auch zum Gestalter geworden und soll es zukünftig auch bleiben.

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