Url dieser Seite: http://vdk.de/ov-fronhausen-lahn/ID224357
Sie befinden sich hier:

Entstehung und Historie des Ortsverbandes

Erinnern wir uns. Der Krieg war beendet. Das was vom Großdeutschen Reich übrig geblieben war, hatte bedingungslos kapituliert. Für viele Menschen war dieser Tag eine Erleichterung, über das Ende des Krieges, für viele aber ein Tag gefüllt mit Angst und Ungewissheit. Angst um das Schicksal der Väter, der Söhne und Ehemänner, die verschollen oder in Kriegsgefangenschaft waren. Ungewissheit wohin man gehen sollte, wo eine Bleibe war. Wer geglaubt hatte, Not und Bedrückung lasse die Menschen näher zusammenrücken, der hatte sich getäuscht.
Die ehemaligen Soldaten waren gezeichnet durch Krieg und Gefangenschaft und allein gelassen. Für die Besatzungsmacht existierten sie erst gar nicht. Sie mussten zusehen, wie sie allein mit dem Elend fertig wurden. Und in dieser praktisch gesetzlosen Zeit trafen sich überall Kriegsbeschädigte mit dem Ziel, einen Verband aufzubauen, der in Selbsthilfe die drückende Not der am härtesten Betroffenen lindern sollte. Doch dauerte es immerhin bis 1946/1947 bis die ersten Ortsverbände gegründet wurden.
Am 13. Dezember 1946 gründete nach großen Schwierigkeiten mit den Besatzungsmächten, Abraham Sauer die Selbsthilfeorganisation für Kriegsopfer und Hinterbliebene kurz VdK. Kurz danach enstanden die ersten Ortsverbände, wobei 1948 der OV-Fronhausen enstand, das genaue Datum ist uns nicht mehr bekannt.
Der erste Vorsitzende war 1948:

  • Reinhard Spachowsky bis 1957, ihm folgte
  • Anna Kimmel für 3 Monate,danach
  • Konrad Bork bis 1958,
  • Kurt Herpel bis 1983,
  • Heinrich Grebe bis 1986,
    er ist auch ein Gründungsmitglied und war 30 Jahre im Vorstand tätig
  • Hermann Vogel bis 2000,
  • Karlheinz Meier bis 2008
  • zur Zeit ist Veronika Barth unsere Vorsitzende und im Kreisverband im Vorstand als Vertreterin der Frauen

Anfang der 70er Jahre wurde es um den VdK mal etwas ruhiger, jetzt legte man sein Augenmerk mehr auf die Bedürfnisse der Rentner, Behinderten und Kranke. Man änderte nicht das Logo aber den Namen in Sozialverband Hessen-Thüringen und siehe da jetzt stiegen auch wieder die Mitgliedszahlen.
Seit 2008 bis heute haben sich die Mitglieder mehr als verdoppelt auf über 300 und es werden immer mehr.
Bemerkenswert ist dass in Zeiten, in denen Parteien, Kirchen und viele andere Organisationen mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, es beim VdK stetig aufwärts geht. Erstmals in der Geschichte des VdK in Hessen und Thüringen ist es gelungen, die 270.000 Mitglieder-Marke zu knacken. Damit ist der Wandel vom Kriegsopferverband zum modernen Sozialverband erfolgreich vollzogen.
Ohne Zweifel ist gerade das Ehrenamt in unserem Verband ein wichtiges Fundament unserer erfolgreichen Arbeit. Eine hauptamtliche Kraft gab es nicht. Diese Ausprägung macht uns allen vergleichbaren Organisationen gegenüber überlegen. Es besteht also eine tiefe Verbundenheit.

Bildrechte einblenden

Bildrechte auf der Seite "https://www.vdk.de/ov-fronhausen-lahn/ID224357":

    Liste der Bildrechte schließen