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Landestreffen 2012 auf dem Hessentag in Wetzlar

Das diesjährige Landestreffen des Vdk fand wie üblich auf dem Hessentag, diesmal in Wetzlar, am 02. Juni 2012 statt
Rund 5500 Mitglieder des VdK Hessen-Thüringen kamen nach Wetzlar im Festzelt auf den Hessentag zum Landestreffen zusammen.

Unser Landesvorsitzender Udo Schlitt sprach sich dabei für einen Mindestlohn von zehn Euro und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer aus. Der als Gastredner geladene Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier verteidigte dagegen den Kurs der Landesregierung.
Das Hauptthema von Udo Schlitt war die Armut von jungen Menschen, Familien und Rentnern, das an vielen Stellen mit Beifall bedacht wurde. Wir in unserem Lande haben den größten Niedriglohnsektor Europas, sagte Schlitt: »Mit diesen Hungerlöhnen muss nun Schluss sein.« Schlitt forderte deshalb, einen Mindestlohn von zehn Euro, um ein Rentenniveau über der Grundversorgung zu halten.
Auch werde vor allem zu wenig gegen die Armut von jungen Menschen getan. Dies sei beschämend für ein reiches Land, in dem der Wind im sozialen Bereich immer kälter blase. In diesem Zusammenhang kritisierte er auch die »Energiearmut«, bei der in immer mehr Haushalten sprichwörtlich das Licht ausgehe, weil das Geld nicht für die Stromrechnung ausreiche. Eine Lösung sagte er, wäre ein »Sozialtarif« für Energie und Anpassungen bei der Grundsicherung und Harz IV.
Es müsse auch »Schluss sein mit Steuergeschenken für Reiche und Superreiche«, betonte Udo Schlitt und forderte im Namen des Landesverbandes, dass nach Leistungsfähigkeit besteuert werde außerdem die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, eine Anhebung der Spitzensteuersatzes und eine Finanztransaktionssteuer. Die Rente mit 67 nannte Schlitt ein »Rentenkürzungsprogramm«, und rief den Mitgliedern zu: »Man kann die Rente mit 67 auch wieder ändern«.
Ministerpräsident Volker Bouffier verteidigte indes die Leistungen seiner Regierung und würdigte vor allem die starke Beteiligung am Landestreffen als »ein machtvolles Zeichen«. »Es ging uns noch nie so gut wie heute«, Deutschland sei ein »Erfolgsmodell, um das wir auf der ganze Welt beneidet werden«.
Der VdK-Landesvorsitzende habe in seiner Rede ein "verzerrtes Bild" gezeichnet. »Wenn man die Armutsquote in Hessen gesenkt hat, dann ist das gut«, entgegnete der Ministerpräsident einigen VdK-Mitgliedern, die ihn für diese Aussage mit Pfiffen bedachten. Er sagte ganz klar, dass der Schuldenabbau Priorität genieße. Bei der Forderung nach einem gleichbleibenden Rentensatz gäbe es keine Differenzen.
Trotz weniger Meinungsverschiedenheiten lobte der Ministerpräsident den VdK-Landesverband als einen »anerkannten, wichtigen und streitbaren Partner« und dankte für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des Landessozialberichts.

Fotogalerie Landestreffen Hessentag 2012

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