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{VdK-Gemeinschaft "Stromberg" auf grosser Fahrt.}Für dieses
Jahr hat wiederum Vorsitzender Rolf Schweiher einen Ausflug
organisiert ins Chiemgau und Umgebung. An dieser Fahrt nahmen
Vdkler aus den Ortsverbänden Ochsenbach, Kleinsachsenheim,
Erligheim und Bönnigheim teil, die der VdK-Gemeinschaft
Stromberg angehören. Ausserdem nahmen Gäste teil.
Am frühen Morgen startete diese Reisegruppe, in zügiger
Fahrt erreichte sie den ersten Stop in der Raststätte
Grubingen. Hier wurde das 2. Frühstück eingenommen.
Anschliessend ging die Fahrt weiter bis München, wo die BAB
verlassen wurde, um in Schließheim den Hofgarten der
Schloßanlage zu besichtigen.
Bereits im Jahre 1684 wurde die Grundstruktur der Gartenanlage
geplant, sie war dann im Jahre 1705 angelegt. Ab 1715 wurden die
Parterre und Kaskade nach Plänen von Dominique Girard
angelegt. Das Neue Schloss wurde im Auftrag des Kurfürsten Max
Emanuels begonnen und unter Joseph Effner im Jahr 1719 vollendet.
Hier, im urbayerischen Biergarten der Schloßwirtschaft machte
die Gruppe ihre Mittagsrast.Sie hatte noch genügend Zeit, um
den schön angelegten Hofgarten vor dem Neuen Schloß
anzusehen.

Gestärkt ging die Fahrt dann weiter über
München-Haar und Ebersberg nach Amerang, wo die Reisegruppe
zur Kaffeezeit ankam. Hier in Amerang wurde das Chiemgauer
Bauernhausmuseum besichtigt. Es zeigte der Gruppe vergangenes Leben
und Arbeiten aus der Region zwischen Chiemsee, Inn und Salzach und
vermittelte ein anschauliches Bild der ländlichen
Vergangenheit mit orginal eingerichteten Bauernhäusern,
Werkstätten aus fünf Jahrhunderten. Im dazu
gehörenden Museumstüberl kehrten dann viele noch ein zum
Kännchen Kaffee oder einer "Halberte" und bayerischen
Spezialitäten.
Es waren nur noch wenige Kilometer bis zum Quartiersort am Pelhamer
See, der
zu Bad Endorf gehört. Direkt am See liegend war die Gruppe
untergebracht in einem guten Dreisterne Hotel.

Nach der Einquartierung und dem anschließenden Abendessen
im Rahmen der Halbpension, wurde die Reisegruppe durch Livemusik
unterhalten. Doch die Fahrt war für viele etwas anstrengend,
weshalb sie bald ihre schöne Zimmer aufsuchten.
Ausgeruht, und nach einem vorzüglichen
Frühstücksbuffet unternahm die Gruppe ihren zweiten
Reisetag, der über Trostberg nach Burghausen führte. Hier
wurde die 1000 Meter lange, hoch über der Stadt liegende
Burganlage besichtigt, welche zu den längsten Burganlagen
Europas zählt. "Herzog Georg der Reiche" baute die Burg mit
ihren sechs Höfen im späten Mittelalter zur
stärksten Festung des Landes aus. Sie diente ab 1255 als
Zweitresidenz der niederbayerischen Herzöge. Von der
gewaltigen Burganlage aus hatte man einen herrlichen Rundblick auf
die schöne Altstadt.
Im Anschluß führte die Fahrt weiter nach Altötting,
wo die Gruppe bereits zum Mittagessen erwartet wurde. Danach hatte
sie noch Gelegenheit die bekannte Gnadenkapelle, die klein an
Gestalt, aber groß an Geschichte und Bedeutung ist, zu
besichtigen. Der Legende nach hat hier der heilige Bischof Rupertus
von Salzburg den ersten christlichen Bayernherzog getauft. Der
Kernbau dieser Gnadenkapelle, vermutlich um das Jahr 700 n.C.
entstanden, dürfte der älteste Zentralbau Deutschlands
sein. Danach ging die Fahrt weiter nach Wasserburg am Inn, wo die
Gruppe das Städt. Museum besichtigte. Über mehre
Geschosse ist ein umfangreiches Sammelgut über viele Sparten,
wie z.b. die Sakrale Kunst, Bürgerliche Trachten, das
Schulwesen, Verkehr zu Wasser und zu Lande uvm. zu sehen. Die
Altstadt von Wasserburg liegt auf einer Halbinsel, denn der Inn
umfließt die altertümliche Stadt, mit ihren prachtvollen
Häusern.
Nach dem Abendessen im Hotel, bekam die Gruppe einen Dia-Vortrag
gezeigt über das Chiemgau, mit Bildern von der Herren- und
Fraueninsel, doch auch über die angrenzende Bergwelt mit
herrlichen Naturbildern.
Der dritte Reisetag führte über über Bernau -
Kössen nach Oberndorf in Tirol. Hier besichtigte die
Reisegruppe den im Jahre 1706 erbauten "Müllnerhof" der heute
als Biobauernhof in fünfter Generation geführt wird. Bei
einer sehr interessanten Führung erfuhr die Gruppe vom
heutigen Bauer und Besitzer Informationen über den Hof, deren
Geschichte und
die Bewirtschaftung und Brauchtum.

In einer aus dem 16. Jh. stammenden Tenne ist heute ein Hofmuseum untergebracht. Im Anschluß fuhren die Teilnehmer nach Sankt Johann i.T. das mit ihren prachtvollen Häusern und der Blumenpracht begeisterte. Auch die barocke Dekanatspfarrkirche "Maria Himmelfahrt"

mit ihren Deckenrundgemälde war sehr bewundernswert. Anschließend ging die Fahrt weiter über Lofer - Berchtesgaden in Richtung Autobahn Salzburg-Süd. Doch davor kehrte die Gruppe nochmals ein in der Gaststätte "Zur Kugelmühle" an der Almbachklamm. Hier wurde vom Besitzer die in Deutschland letzte Kugelmühle erklärt, in der heute noch Marmorkugeln gemahlen werden. Jedoch nur noch zu Schauzwecken. Die würfelförmigen Marmorstücke kommen in die von Wasserkraft betriebene Kugelmühle.

Kugelmühle
Zwischen einem feststehenden Schleifstein und einer Drehscheibe
werden die Marmorkugeln gemahlen, die Mahldauer beträgt je
nach Grösse 2-8 Tage. Einst gab es am Almbach 40
Kugelmühlen, zur heutigen Zeit gibt es nur noch die
Schaumühle. Nach der Rückkehr im Hotel fand ein
bayerischer Abend statt mit bayerischen Gerichten.
Am nächsten Morgen hies es schon wieder Abschied nehmen vom
Chiemgau. Doch bevor die lange Fahrt angetreten wurde, besichtigte
die Gruppe noch das EFA-Automuseum in Amerang. Auf einer
Gesamtfläche von 6000 m² werden über 220
Automobil-Klassiker gezeigt, die zu der komplettesten Sammlung
historischer Automobile Deutschlands aus allen Zeitepochen des
Automobils zählt.
Nach dieser interessanten Besichtigung trat die Gruppe die
Heimreise an.
In Wendlingen war dann noch der Abschluß in einer
Gaststätte. Dieser harmonisch verlaufene Viertagesausflug war
für alle Teilnehmer sehr sehenswert.