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Der Sozialverband VdK Deutschland ist ein wichtiger Ansprechpartner der Medien in allen Fragen rund um Rente, Gesundheit, Pflege, Menschen mit Behinderung, Hartz IV, Grundsicherung und Armut.
Beim Sozialverband VdK Deutschland erhalten Journalisten zu diesen Themen wertvolle Hintergrundinformationen. Wir vermitteln kompetente Gesprächspartner und sind auch bei der Suche nach betroffenen Bürgerinnen und Bürgern behilflich.

August 2019 -

VdK: „Die Selbstbestimmung Betroffener muss jederzeit gewährleistet sein"
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Referentenentwurf zur Reform der Rehabilitation und intensivpflegerischen Versorgung vorgelegt. Das abgekürzt Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz (RISG)“ genannte Regelwerk sorgt für viel Kritik bei Betroffenen.
Der Sozialverband VdK teilt das Ziel, die Versorgung von Patienten in Beatmungs-WGs zu verbessern, bei der Umsetzung muss aber noch viel nachgesteuert werden. Gute und menschenwürdige Versorgung darf nicht davon abhängen, ob Patienten zu Hause, im
Krankenhaus, im Heim oder in „Beatmungs-WGs“ gepflegt werden. „In manchen ‚Beatmungs-WGs‘ ist die Versorgungslage aber bei Weitem nicht so gut, wie wir es uns
wünschen“, sagt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. „Beatmungs-WGs sind oft schlecht überwacht und wenig kontrolliert. Hier hätte der Vorstoß des Gesundheitsministeriums in erster Linie ansetzen müssen.“
Stattdessen ist das Wunsch- und Wahlrecht der Betroffenen in Gefahr. Menschen, die bisher zu Hause gepflegt wurden, könnten gezwungen werden, in Pflegeheime zu ziehen, da die Krankenkassen nach dem vorliegenden Gesetzentwurf die Pflege zu Hause nur noch in Ausnahmefällen bezahlen sollen.

Betroffene müssen ein Recht haben zu entscheiden, wo sie leben und gepflegt werden möchten. Die Menschenwürde, die Freiheit des Einzelnen und die Freizügigkeit sind unsere stärksten Grundrechte. Sie aus Kostengründen einzuschränken, wäre verfassungswidrig“, mahnt VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Wir als VdK fordern das
Bundesgesundheitsministerium auf, hier nachzubessern und sicherzustellen, dass niemand gegen seinen Willen in ein Pflegeheim gehen muss.“
Zudem plädiert der VdK dafür, Krankenhäuser stärker in die Pflicht zu nehmen: Patienten müssen frühzeitig von den Beatmungsgeräten entwöhnt werden. „Das ist in vielen Fällen medizinisch möglich und sollte von den Kliniken auch gemacht werden“, sagt Verena Bentele. Bisher werden nach Beobachtung des VdK viele Patienten zu schnell in die
„Beatmungs-WGs“ entlassen, wo sie dann oft von Beatmungsgeräten abhängig bleiben.

März 2019 - Jahreshauptversammlung

Vorsitzender Wilfried Ullrich begrüßte vom Kreisverband Heilbronn den Vorsitzenden Frank Stroh und den BM-Stellvertreter Bernd Angelberger, sowie die anwesenden Mitglieder recht herzlich. Entschuldigt waren BM Brechter und Ehrenvorsitzender Alfred Lock.
2018 hatte man an Programmpunkten: Vortrag Barrierefreiheit, Ausflug Deutsches Weintor, Besenbesuch, 70 Jahrfeier in Gundelsheim mit anschließendem Sommerfest, Infostand SRH, Vortrag Patientenrechte in der SRH, Jahresabschlussfeier die beide recht gut besucht waren.
Gegen die Tradition wird beim Volkstrauertag kein Kranz mehr niedergelegt. Die Mitgliederzahl stieg in den letzten Jahren von 48 auf über 100 an. Es konnten das 99. 100. und 101. Mitglied beglückwünscht werden. Hier Regina Köninger als 101 Mitglied.

Kassenbericht durch Renate Schlüter. Anne Töltl und Manfred Neureuther haben die Kasse geprüft, sie ist strukturiert und übersichtlich. Entlastung wird vorgeschlagen.
Die einstimmige Entlastung von der Kassiererin und Gesamtvorstand wird einstimmig von Frank Stroh vorgenommen. In seinem Vortrag informierte er die Mitglieder, dass im Kreis HN 16 Beratungsstellen mit 35 – 40 Beratern eingerichtet wurden. Der Kreisverband hat über 7500 Mitglieder und Bundesweit über 1,9 Millionen Mitglieder. Er lädt die Mitglieder zur Kreiskonferenz und zum Blockhausbesen ein. Ebenso erwähnt er, dass auf der BUGA vom VdK ein Muster-Appartement vorgestellt wird und von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut wird. Bei den anschließenden Wahlen wurden alle einstimmig gewählt: 1. Vorsitzender Wilfried Ullrich,
2. Vorsitzende und Frauenbeauftragte Iris Hänsel, Kassiererin Renate Schlüter, Schriftführerin Iris Hänsel kommissarisch , Beisitzer Gisela Schäfer und Walter Kreher, Revisoren Anne Töltl und Manfred Neureuther. Zuständig für Homepage – Susanne Reinmuth, Sprechstunde – Ralf Weißenfels.
Im Namen des BM und der Stadtverwaltung bedankt sich Bernd Angelberger für die ehrenamtlichen Tätigkeiten. Für 20 Jahre Ehrenamt für den VdK übergab er den Blauen Turm in Gold an Gerda Maisenhälder und Vorsitzender Wilfried Ullrich überreicht für ihre langjährige Mitarbeit einen Blumenstrauß.

Am Schluss wird nochmals das ganze Jahresprogramm detailliert angezeigt und besprochen. z. B. Ausflüge nach Mannheim und Stuttgart, Besenbesuch und Sommerfest, sowie Vorträge.

Ma/WU

Februar 2019

Große Aktion des VdK Baden-Württemberg: „Pflege macht arm!“
Auf der Landespressekonferenz (LPK) im Landtag hat der Sozialverband VdK Baden-Württemberg am 7. Februar seine große Pflegeaktion 2019 „Pflege macht arm!“ gestartet. Sie will darauf aufmerksam machen, dass immer mehr pflegebedürftige Menschen, insbesondere Heimbewohner, wegen der hohen Eigenanteile auf Sozialhilfe angewiesen sind und am Lebensende zu Taschengeldempfängern werden. Hintergrundinformationen zur Aktion, ein Film und die Möglichkeit der Abstimmung gibt es unter www.vdk-bawue.de im Internet. Außerdem berichten die VdK-Zeitungen vom Februar und vom März 2019 darüber.

Wichtige VdK-Messetermine im Frühjahr 2019
Mitglieder und VdK-Interessierte, hier wichtige Messetermine zum Vormerken:
9. bis 17. März „fdf Tübingen“: VdK-Messestand auf dieser Endverbrauchermesse; 16. bis 24. März „Regio-Messe Lörrach“: VdK-Messestand auf dieser Verbrauchermesse; 20. bis 24. März „IBO Friedrichshafen“: VdK-Messestand auf dieser vier Publikumsmessen umfassenden Messe; 11./12. Mai „Grünsfelder VdK-Gesundheitstage“: Große bunte VdK-Veranstaltung im Main-Tauber-Kreis unter anderem mit Messe, Vorträgen, Aktionen, Showabend, Konzert und Kinderprogramm; 16. bis 18. Mai „REHAB Karlsruhe“: VdK-Messestand auf dieser Reha-Fachmesse; 3. Juli „VdK-Reha- und Gesundheitsmesse Heilbronn“: VdK-eigene Messe in Harmonie anlässlich der VdK-Landesschulung für Behindertenvertreter.

Die Rentenversicherung erklärt den Rentenpakt
Fragen und Antworten zum „Rentenpakt“, der im Januar 2019 in Kraft trat, enthält eine Sonderinformation der Deutschen Rentenversicherung (DRV): Unter www.deutsche-rentenversicherung.de/rentenpakt kann man sich über die neuen Haltelinien für Beitragssatz und Rentenniveau, die Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner, den Ausbau der Mütterrente sowie über die Entlastung für Geringverdiener informieren. Auch steht eine kleine Broschüre zum Download bereit, die den Rentenpakt erklärt. Wer die Gratis-Broschüre in Papierform möchte, kann sie telefonisch unter (0721) 825-23888 oder per Mail presse@drv-bw.de bestellen. Individuelle und persönliche Beratung zum Rentenpakt erhalten Interessierte wohnortnah in den Regionalzentren und Außenstellen der DRV Baden-Württemberg, zudem gibt es das Gratis-Servicetelefon unter (0800) 1000 48 024.

JANUAR 2019

Viele VdK-Online-Seminare im Frühjahr 2019
Der Sozialverband VdK bietet wieder kostenlose Online-Seminare an:
Interessierte können schon am 22. Januar 2019, 11 Uhr, an einem sogenannten Webinar zur Erwerbsminderungsrente und am 23. Januar, 10 Uhr, zur Thematik Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung teilnehmen – zudem am 12. Februar, 11 Uhr, zu den innerbetrieblichen Rechten der Schwerbehindertenvertretung, am 27. Februar, 10 Uhr, zu den Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), am 12. März, 11 Uhr, zum Behinderungs-Feststellungsverfahren, am 27. März, 10 Uhr, zu den Patientenrechten und am 9. April, 11 Uhr, zum besonderen Kündigungsschutz für Schwerbehinderte. Benötigt wird nur ein internetfähiger PC oder ein Laptop. Weitere Informationen unter www.vdk.de/bawue-marketing. Dort geht‘s auch zur Anmeldung.

Höherer Mindestlohn seit 1. Januar 2019

Am 1. Januar 2019 stieg der gesetzliche Mindestlohn, den es bereits seit 2015 gibt, auf 9,19 Euro. In einem weiteren Schritt soll er zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro steigen. Bereits seit Januar 2018 gilt der Mindestlohn in allen Branchen. Der Sozialverband VdK hält den aktuellen Mindestlohn für zu gering, um mit ihm ein auskömmliches Leben oberhalb der Grundsicherung aufbauen zu können. Als Sozialverband setzt er sich bereits seit gut 70 Jahren für die sozialen Belange der Menschen in Bund und Land ein. Vor allem Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, Rentnerinnen und Rentner, aber auch Grundsicherungsempfänger, zudem am Ehrenamt Interessierte sind Mitglied im VdK und profitieren von der sozialpolitischen Interessenvertretung, vom Sozialrechtsschutz und weiteren Serviceleistungen. Kontakt: www.vdk-bawue.de

Ansprechstellen für Prävention und Reha

Viele Menschen mit Teilhabebedarf oder Behinderungen wurden seit 2001 von den Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation in Baden-Württemberg trägerübergreifend unterstützt. Diese Einrichtungen stellten zum 31. Dezember 2018 ihre Arbeit ein. Stattdessen sind bereits zum 1. Januar 2018 die neuen „Ansprechstellen für Prävention und Reha“ gestartet. Diese ebenfalls bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg angesiedelten Beratungsstellen fungieren als Ansprechstellen im Sinne des neuen Bundesteilhabegesetzes (BTHG) – und zwar für Leistungsberechtigte, Arbeitgeber und für andere Rehabilitationsträger. Sie informieren über Teilhabeleistungen, deren Ziele, Verfahrenswege, das Persönliche Budget und über weitergehende Beratungsangebote inklusive der neuen Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB).

Viele Gedenktage zu Gesundheits- oder Sozialthemen

Auch im Jahr 2019 gibt es wieder viele Gedenktage zu medizinischen oder sozialen Themen. Sie gehen oft mit Veranstaltungen, Aktionen oder Veröffentlichungen einher. So gibt es beispielsweise am 20. Februar den Welttag der Sozialen Gerechtigkeit, am 8. März den Internationalen Frauentag, am 21. März den Welt-Down-Syndrom-Tag, am 11. April den Welt-Parkinson-Tag, am 5. Mai den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, am 12. Mai den Internationalen Tag der Pflege, am 1. Juni den Welt-Organspende-Tag, am 21. September den Internationalen Alzheimer-Tag, am 29. September den Internationalen Tag der Gehörlosen, am 1. Oktober den Internationalen Tag der älteren Menschen, am 12. Oktober den Welt-Rheuma-Tag, am 20. Oktober den Welt-Osteoporose-Tag, am 14. November den Weltdiabetestag, am 3. Dezember den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung oder auch am 5. Dezember den Internationalen Tag des Ehrenamts.


Berlin - 27. Dezember 2018 VdK fordert Pflegepersonenzeit und Pflegepersonengeld

Verband will den größten privaten „Pflegedienst“ stärken
Der Sozialverband VdK hat ein Konzept gegen die hohe Belastung privat Pflegender vorgelegt. Die häusliche Betreuung von Angehörigen oder Freunden ist eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe, die gefördert werden muss. Die aktuellen Gesetze für Pflegende kritisiert VdK-Präsidentin Verena Bentele als unzureichend. Das Konzept des VdK sieht vor, dass mehr Personen als bisher eine Auszeit für die Pflege nehmen können. Diese soll auch länger dauern können als bislang. In dieser Zeit erhalten Pflegende eine Lohnersatzleistung. Vorbilder des Konzepts sind die „Elternzeit“ und das „Elterngeld“ für Mütter und Väter.

„Viele privat Pflegende sind körperlich und psychisch stark belastet. Auch machen sie oft berufliche Abstriche und nehmen finanzielle Einbußen bei Einkommen und Renten in Kauf, um andere zu pflegen. An der schwierigen Situation Pflegender ändern die aktuell geltenden Gesetze kaum etwas“, erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.
Das Konzept des VdK orientiert sich an der „Elternzeit“ und am „Elterngeld“. Denn so wie Mütter und Väter bei der Betreuung ihrer Kinder, leisten auch Menschen, die sich um Pflegebedürftige kümmern, eine gesellschaftlich unverzichtbare Arbeit.

Mehr Zeit für Pflegende: Die Pflegepersonenzeit des VDK

Analog der Elternzeit ist die Pflegepersonenzeit eine teilweise oder vollständige Freistellung von der Arbeit, auf die Pflegende einen Rechtsanspruch haben. Man kann also, anders als bisher, unabhängig etwa von der Betriebsgröße eine Pflege-Auszeit nehmen. Damit erweitert sich der Kreis der Anspruchsberechtigten.
Pflegende dürfen sich pro Pflegebedürftigen, um den sie sich kümmern, drei Jahre und damit länger als bislang freistellen lassen. Man kann sich die Betreuung auch mit einer Person teilen, die Pflegepersonenzeit beträgt dann sechs Jahre pro Pflegebedürftigem insgesamt.
Um die Pflegepersonenzeit nutzen zu können, muss man nicht unbedingt Angehörige pflegen, es können auch Freunde oder Nachbarn sein. Dies entspricht heutigen gesellschaftlichen Strukturen.
Bedingungen für den Anspruch auf die Pflegepersonenzeit sind: Pflegende müssen sich um einen Pflegebedürftigen kümmern, der einen Pflegegrad von mindestens 2 hat und zu Hause lebt. Zur Unterstützung darf man einen ambulanten Pflegedienst beauftragen. Pflegende müssen auch mindestens zehn Stunden in der Woche pflegen, verteilt auf zwei Tage, und sie dürfen maximal 30 Wochenstunden arbeiten.

Mehr Geld für Pflegende: Das Pflegepersonengeld des VdK
„Wer die Pflegepersonenzeit nutzt, soll Anspruch auf eine Lohnersatzleistung haben, analog dem 'Elterngeld'“, erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Diese Leistung heißt in unserem Konzept 'Pflegepersonengeld‘. Das ist für Pflegende eine große finanzielle Hilfe, denn bisher können Pflegende Auszeiten für Pflege nur über zinslose Darlehen finanzieren.“
Das Pflegepersonengeld des VdK beträgt 65 bis 100 Prozent des vorherigen Nettolohns der Pflegenden, mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro pro Monat. Man kann es maximal zwölf Monate beziehen. Betreuen zwei Pflegende einen Pflegebedürftigen, liegt die Bezugsdauer bei 14 Monaten insgesamt.
„Das Pflegepersonengeld soll nach unserem Konzept aus Steuermitteln finanziert werden“, sagt Verena Bentele. „Die Ausgaben dafür betragen nach Berechnungen des VdK pro Jahr 4,3 Milliarden Euro. Deutschland ist ein reiches Land und kann sich die Unterstützung Pflegender auch etwas kosten lassen.“


Sozialrechtliche Änderungen ab Januar 2019
Am 1. Januar 2019 treten einige Gesetzesänderungen in Kraft, für die sich der Sozialverband VdK Baden-Württemberg seit Langem eingesetzt hat, wie die Rückkehr zur Beitragsparität in der gesetzlichen Krankenversicherung, die Sicherung des Rentenniveaus oder auch Verbesserungen bei Mütterrente und Erwerbsminderungsrente. Der VdK verlangt jedoch weitere Verbesserungen für die Betroffenen – beispielsweise die völlige Gleichstellung aller Mütter bei der Mütterrente oder auch die Abschaffung der Abschläge auf Erwerbsminderungsrenten sowie die Anhebung des Rentenniveaus auf mindestens 50 Prozent. Detailinformationen zu den gesetzlichen Neuerungen finden sich unter www.vdk.de/vdk1218 und können ab 17. Dezember im kostenlosen VdK-Videoportal unter www.vdktv.de abgerufen werden.


Online-Sprechstunde docdirekt jetzt landesweit
Ab sofort können sich Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg von einem Tele-Arzt beraten lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) dehnt das Modellprojekt docdirekt landesweit aus. Bislang war die Online-Fernbehandlung auf die Stadt Stuttgart und den Landkreis Tuttlingen begrenzt gewesen. Nach KVBW-Informationen stehen die Tele-Ärzte (niedergelassene Haus-, Kinder- und Jugendärzte) von montags bis freitags zwischen 9 und 19 Uhr zur Verfügung. Die einfachste Kontaktmöglichkeit geht über die docdirekt-App, die im Google- oder App-Store zum Download bereitsteht. Die Anmeldung ist zudem über www.docdirekt.de sowie per Telefon unter (0711) 965 897 00 möglich.


Mütterrente kommt automatisch
Ab 1. Januar 2019 gibt es mehr Mütterrente für vor 1992 geborene Kinder. Dann wird für jedes dieser Kinder ein halbes Jahr zusätzlich bei der Rente angerechnet. Sie erhöht sich so um bis zu 16,02 Euro in den alten Bundesländern. Wer ab Januar neu in Rente geht, erhält die Mütterrente von der ersten Rentenzahlung an. Rund 9,7 Millionen Mütter und Väter, die bereits in Rente sind, werden im Frühjahr 2019 die Nachzahlungen der Mütterrente automatisch bekommen. Ein extra Antrag ist nicht notwendig. Einzige Ausnahme: Adoptiv- und Pflegeeltern, die Mütterrente beanspruchen, müssen bei ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger formlos einen Antrag stellen, informierte kürzlich die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg.


Wichtiges BGH-Urteil für Heimbewohner
Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied, dass Bewohner eines Pflegeheims beim vorzeitigen Heimwechsel nicht doppelt Miete zahlen müssen. Denn das Gesetz schreibe für Bezieher von Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nur eine taggenaue Abrechnung vor (Az.: III ZR 292/17). Auch wenn der Heim- und Betreuungsvertrag erst zum Monatsende gekündigt wurde, könne der Heimbetreiber beim vorzeitigen Auszug des Bewohners nur die Vergütung bis zum Auszugstag verlangen. Im zugrundeliegenden Fall hatte ein MS-Patient seinen Heimvertrag zum Monatsende gekündigt, weil er in ein Spezialheim für Multiple-Sklerose-Kranke umziehen wollte. Da dort ein Platz jedoch kurzfristig früher frei wurde, zog der Betroffene entsprechend früher um und wollte daher die komplette Monatsvergütung in seinem bisherigen Heim nicht mehr entrichten – zu Recht, so die BGH-Richter.


Neues Infoportal: hospizlotse.de
Der Hospizlotse (www.hospizlotse.de) ist ein neues unabhängiges und kostenloses Informationsportal des Verbands der Ersatzkassen (vdek). Dort finden sich Angebote und Leistungen der Hospiz- und Palliativversorgung für schwerstkranke und sterbende Menschen. Der Hospizlotse will dazu beitragen, dass Schwerstkranke individuell passende Angebote einer hospizlichen Begleitung, Beratung, Betreuung und palliativmedizinischen und -pflegerischen Versorgung in der Region kennen. Aufgeführt werden diverse Begleitungs- und Versorgungsformen. So werden beispielsweise Kontaktdaten von ambulanten Hospizdiensten, stationären Hospizen für Erwachsene, stationären Kinderhospizen, Ärzten mit Weiterbildung in Palliativmedizin, Pflegediensten mit Weiterbildung in Palliativ-Care sowie multiprofessionellen und interdisziplinären Versorgungsteams genannt.


3. Dezember 2018 - Berlin
Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung
VdK: Inklusion in allen Lebensbereichen vorantreiben!

„Für die über zehn Millionen Menschen mit Behinderung in Deutschland fordern wir umfassende Teilhabe in allen Bereichen des Lebens“. Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung. Dazu gehören vor allem die gezielte Förderung von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben, die volle und uneingeschränkte Teilhabe in allen Belangen des Alltags und die Umsetzung von Barrierefreiheit, vor allem im Bereich der Privatwirtschaft.
„Arbeitslos, behindert und über 50 Jahre alt: Das sind die schlechtesten Faktoren, um im Job Fuß zu fassen“, kritisiert VdK-Präsidentin Verena Bentele die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt und verweist auf die seit Jahren unverändert negative Situation der Betroffenen: Menschen mit einer Schwerbehinderung sind deutlich häufiger als der Durchschnitt von Arbeitslosigkeit betroffen. Zudem gehören sie weitaus häufiger zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Sie erhalten auch kaum Rehabilitationsmaßnahmen zur Wiedereingliederung ins Arbeitsleben. „Es fehlt hier am Bewusstsein und an konkreten Fördermöglichkeiten bei der Arbeitsvermittlung“, so Verena Bentele. Der VdK fordert daher unter anderem eine Aufstockung von spezialisierten Reha-Fachkräften in den Jobcentern. Zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit wäre die Schaffung eines eigenen Budget-Kontingents für Menschen mit besonderem Förderbedarf wichtig.
Eine weitere zentrale Forderung des VdK ist die Abschaffung der systemwidrigen Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten, die bis zu 10,8 Prozent der Rente betragen können. Menschen mit Behinderung sind hiervon häufig betroffen, da gesundheitliche Einschränkungen und Behinderungen in eine Erwerbsminderung führen. „Die ungerechten Abschläge müssen endlich weg – für Bestands- und für Neurentner. Behinderung darf nicht arm machen!“, so die VdK-Präsidentin.
Auch im Bereich Barrierefreiheit sieht der VdK weiterhin erhebliche Baustellen. Das im November beschlossene europäische Barrierefreiheitsgesetz, der European Disability Act (EAA), soll zwar erstmalig auch private Wirtschaftsakteure zur Barrierefreiheit verpflichten. Fortschritte soll es aber vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie geben. „Die gesamte bauliche Umwelt bleibt zunächst ausgenommen. Damit bleibt das Gesetz hinter den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention zurück. Millionen von Menschen mit Behinderungen werden weiterhin von der vollen Teilnahme an der Gesellschaft ausgeschlossen bleiben“, so Bentele. Die VdK-Präsidentin fordert die Bundesregierung auf, in der nationalen Umsetzung über die Vorgaben des EAA hinauszugehen: „Barrierefreiheit muss ohne Ausnahmen auch für öffentliche Gebäude, für Wohnraum, für Verkehrsmittel und Gesundheitseinrichtungen gelten. Teilhabe ist ein Menschenrecht!“.
Nicht zuletzt müssen Menschen mit Behinderung auch barrierefrei an Wahlen teilnehmen können. Das betrifft neben dem Zugang zum Wahllokal auch barrierefreie Wahlunterlagen und Wahlinformationen. Zudem müssen die Wahlrechtsausschlüsse für behinderte Menschen endlich abgeschafft werden – und zwar noch vor den Europawahlen im Mai 2019: „Das Recht zu wählen ist ein essentielles politisches Grundrecht und muss auch Menschen mit Behinderungen zustehen!“

8. November 2018 - Berlin
VdK fordert weitere Verbesserungen bei der Rente

„Viele der Maßnahmen im Rentenpakt I sind Schritte in die richtige Richtung. Notwendig sind weitere Verbesserungen, unter anderem für Menschen, die bereits jetzt Erwerbsminderungsrente erhalten.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heute geplanten Verabschiedung des Rentenpakts im Bundestag.
Es ist erfreulich, dass aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt die Renten auch im nächsten Jahr steigen. Wenn es aber künftig weniger Einzahler und mehr Rentenempfänger gibt, weil die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, dämpft der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel die Rentenerhöhungen und das Rentenniveau sinkt ab. Hier muss zur langfristigen Sicherung der Renten gegengesteuert werden. So genüge es nicht, das Rentenniveau nur bis zum Jahr 2025 bei 48 Prozent zu stabilisieren: „Ziel muss es sein, dass das Rentenniveau über das Jahr 2025 hinaus dauerhaft auf 50 Prozent angehoben wird, damit auch in Zukunft die Rentner an der Lohnentwicklung teilhaben“, erklärt Bentele. Notwendig ist auch, dass künftig alle Erwerbstätigen, also auch Politiker, Beamte und Selbstständige, in die Rentenversicherung einzahlen. „Die Menschen wollen generationenübergreifend darauf vertrauen, dass sie nach jahrzehntelanger Arbeit eine ordentliche Rente erhalten und nicht in die Altersarmut abstürzen“, erklärt die VdK-Präsidentin.
Die im Rentenpakt geplanten höheren Erwerbsminderungsrenten durch die Anhebung der Zurechnungszeiten sind zu begrüßen. „Davon müssen aber nicht nur Menschen profitieren, die ab 2019 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente gehen müssen, sondern auch die Bestandsrentner, die in besonderem Maße armutsgefährdet sind. Sie dürfen nicht leer ausgehen“, fordert Bentele. Darüber hinaus müssen endlich die Rentenabschläge von bis zu 10,8 Prozent abgeschafft werden. Um diese Verbesserungen zu finanzieren, fordert der VdK einen höheren Rentenversicherungsbeitrag der Arbeitgeber im Vergleich zu den Arbeitnehmern.
Es ist gut, dass nicht nur für Mütter mit drei und mehr Kindern, sondern für alle Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, etwas getan wird. Der VdK hat sich immer dafür eingesetzt, dass alle von den Verbesserungen profitieren, unabhängig davon, wie viele Kinder sie geboren haben. Das ist ein Gebot der Gerechtigkeit.
„Ein zusätzlicher halber Punkt für alle Mütter ist deshalb ein guter Schritt, um die bestehende Ungerechtigkeit zu reduzieren. In einem weiteren letzten Schritt müssen alle Mütter drei Rentenpunkte pro Kind erhalten, unabhängig davon, wann sie ihr Kind geboren haben“, erklärt die VdK-Präsidentin. Auch müssen alle Verbesserungen bei der Mütterrente vollständig aus Steuermitteln finanziert werden, weil die Honorierung von Kindererziehung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

20. Oktober 2018
Podiumsdiskussion des Sozialverbands in der Heilbronner Arkus
„Wir müssen über Renten der Kinder und Enkel reden“

Rente und Pflege – Wie sieht die Strategie der Politik über das Jahr 2025 hinaus aus? Auf diese Frage forderte Rita Kimmel, Vorstandsmitglied des VdK Kreisverbands Heilbronn am Montag den 29. Oktober 2018, bei der Podiumsdiskussion des Sozialverbands in der Heilbronner Arkus, Antworten.

Rita Kimmel begrüßte zur Diskussionsrunde.© Priya Bathe
In zwei Diskussionsblöcken führte VdK-Kreisverbandsvorsitzender Frank Stroh durch die Diskussion mit den Bundestagsabgeordneten Alexander Throm (CDU), Martin Rosemann (SPD), Michael Link (FDP) sowie Peter Hettig, Heimdirektor der Evangelischen Heimstiftung. Die VdK-Seite wurde von Landeschef Roland Sing vertreten.
Dieser stellte zu Beginn der Diskussion die Forderungen des Sozialverbands vor. Er forderte, dass die Rente nicht durch versicherungsfremde Leistungen wie beispielsweise die Mütterrente belastet werden könne.

Rentederenkel

Die Rente der Enkel© VDK

VdK-Chef Roland Sing fordert Rentendiskussion über 2020 hinaus.© Priya Bathe
Sing: Rente kann nicht durch Fremdleistungen belastet werden
Steuergeldern bezahlt werden.“ Ferner forderte der VdK-Chef, sich grundsätzlich Gedanken zu machen, ob die Renten aus anderen Quellen als nur Lohn- und Gehalt finanziert werden sollte. „Wir müssen außerdem über die Renten unserer Kinder und Enkel reden. Also auch über das Jahr 2030 hinaus planen.“ Throm stimmte Sing in diesem Punkt zu und räumte ein, als Politiker der Koalitionspartei CDU, dass bisher keine Regierung einen konkreten Vorschlag über ihre vier Jahre Legislaturperiode hinaus machten. Throm verwies aber auf die eingesetzte Rentenkommission hin, die 2020 einen Bericht vorlegen werde. „Lassen Sie uns erst mal die Ergebnisse dieser Kommission abwarten, es ist nicht seriös, jetzt Vorschläge zu diskutieren, wenn man eine Rentenkommission eingesetzt hat.“

Von l.n.r.: Michael Link (FDP), Alexander Throm (CDU), Roland Sing (VdK), Martin Rosemann (SPD) sowie Peter Hettig, Heimdirektor der Evangelischen Heimstiftung. Frank Stroh moderierte die Runde.© Priya Bathe
Dem widersprach Martin Rosemann (SPD). Der Einsatz der Rentenkommission dürfe nicht verbieten, Vorschläge und Beiträge in die Debatte zu werfen. Es sei wichtig, parteipolitische Positionen zum Rentenniveau, Beitragssatz und Renteneintrittsalter zu beziehen. Rosemann stimmte Sing zu, dass die Frage des Rentenniveaus über 2025 hinaus beantwortet werden müsse. „Wir wollen das Rentenniveau über 2025 bis 2040 hinein stabilisieren. Ich rede von Stabilisieren, weil ich ihnen kein höheres Rentenniveau versprechen kann.“ Rosemann forderte zudem hohe Unternehmensgewinne zu besteuern, betonte aber, dass nicht dort eingegriffen werden sollte, wo in Deutschland investiert werde. Zur Finanzierung sagte der SPD-Politiker, dass der Anteil aus Steuerfinanzierung der Rente ab 2020 deutlich erhöht werden müsse. „Damit kann man die Stabilität des gesamten Systems gewährleisten und nicht nur versicherungsfremde Leistungen wie die Mütterrente finanzieren.“ Ein weiterer Punkt, den Rosemann nannte, war die Arbeitsmarktpolitik. Wenn der Arbeitsmarkt gestärkt werde, dann werde auch die Rentenpolitik gestärkt. „Arbeitsmarktpolitik ist Rentenpolitik.“ Rosemann betonte, dass auch Selbstständige in die Rentenniveauversicherung integriert werden müssten.
Link (FDP): Zuverdienstmöglichkeiten für Rentner nötig
Dieser Position widersprach Michael Link von der FDP. „Als FDP glauben wir nicht, dass die Selbstständigen miteinbezogen werden können. Für das Gesamtsystem wird es dadurch keine Besserung geben.“ Er forderte einen flexibleren Renteneintritt. Wer früher in Rente gehe, der müsse allerdings dann auch mit Abschlägen rechnen. Ferner forderte Link eine bessere Zuverdienstmöglichkeit für Rentner und verwies auch auf die Notwendigkeit der private Vorsorge. Er stimmte seinen beiden Vorrednern zu, dass mehr aus Steuergeldern finanziert werden müsse. Rente finanziert aus arbeits- und lohnbezogenem Einkommen „ist 19. Jahrhundert“, sagte Link.
Hettig (Heimstiftung) befürwortet minimale Erhöhung der Pflegeversicherung
Zum zweiten Themenblock Pflege führte Peter Hettig, Regionaldirektor der Evangelischen Heimstiftung Heilbronn ein. „Wir spüren den demografischen Wandle sehr deutlich.“ Täglich erhalte Hettig 25 Anrufe und könne keinen freien Heimplatz anbieten. Engpässe nannte er auch in der Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Zudem seien die Kosten immens: „Für jeden Pflegeplatz müsse ein Pflegender heute eine Zuzahlungen von 2400 bis 2800 Euro pro Monat leisten. „Ich glaube, man muss die Finanzierung auf solide Füße stellen und die Menschen nicht in die Sozialhilfe abdriften lassen“, forderte er. Er forderte, dass pflegebedingte Investitionen durch die Krankenkassen getragen werden. „Bei den Bewohnern sollten nur Kosten für Unterkunft und Verpflegung verbleiben, die auch zu Hause anfallen würden. Er verwies auf Ergebnisse einer Studie, nach der eine Erhöhung der Pflegeversicherung um 0,7 Prozent alle pflegebedingten Leistungen abgedeckt werden würden.
Sing: Pflegebedürftige und Angehörige zahlen Zeche
Sing skizzierte an einem Beispiel, wie die Kosten der Pflege sofort auf die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen durchschlage. „Wir haben ein Leistungsrecht , bei dem fünf Pflegegrade mit festen Sätzen in der stationären Pflege vorliegen und das unabhängig der monatlichen Sätze der Pflegeeinrichtugen. Wenn wir das unterstützen, dann wissen wir genau, dass das die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen voll trifft. Wenn wir die Betroffenen die Zeche bezahlen lassen, ist das sehr fragwürdig“, mahnte er.
Sing kündigte an, in Baden-Württemberg eine Kampagne zu starten, die fordern werde, dass Investitionskosten in Pflegeeinrichtungen voll vom Land übernommen werden müssen. “Das ist ein Skandal, dass durch den Eigenanteil der Pflegebedürftigen durchschnittlich 500 Euro Investitionskosten pro Monat für Ausbildung und Umlage draufgehen“.

Alexander Throm (CDU) will keine Vollkaskoversicherung bei der Pflege.© Priya Bathe
Es kann in der Pflege nicht bei einer Teilkaskolösung bleiben“; sagte der VdK-Chef weiter. CDU-Politiker Strohm hingegen vertrat die Meinung, dass Menschen so lange wie möglich in der Familie gepflegt werden sollten. „Daher weiß ich nicht, ob es richtig wäre, wenn wir eine Vollkasko-Versicherung einführen sollten. Denn unsere Versicherung ist ganz gezielt darauf angelegt, dass nur gewisse Teile über diePflegeversicherung abgedeckt werden. Was wichtig ist, dass wir ausreichend Pflegeplätze haben, die Wertschätzung erhöhen und die Bezahlung verbessern.“ Throm vertrat die Meinung, dass in Heilbronn ausreichend Pflegeplätze vorhanden sind. Dem widersprach Hettig von der Evangelischen Heimstiftung. Es fehlten 1163 Plätze, so Hettig. „Wir können jeden Tag Plätze mehrfach vergeben“, sagte er weiter. „Es ist unheimlich aufwändig, welche Forderungen wir erfüllen müssen. Vor lauter Regulierung dürfen unsere Leute nicht vergessen, was ihre orginäre Aufgabe ist: Die Pflege am Menschen, so resümierte Hetting abschließend.

19./ 20. November 2018
VDK-Fachvorträge auf Stuttgarter Messe
„Die Besten Jahre“

Gleich mit vier Fachvorträgen zu Patientenrechten und zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), die vom Patienten selbst bezahlt werden müssen, beteiligt sich die VdK Patienten- und Wohnberatung Baden-Württemberg an beiden Messetagen am Rahmenprogramm von „Die Besten Jahre“ (19./20. November 2018). Auf der beliebten Stuttgarter Publikumsmesse für Menschen im Alter 50plus in Halle 8 (Messegelände beim Flughafen) wird der VdK Baden-Württemberg auch mit seinem Messestand vertreten sein und die Ziele, die Arbeit und die Mitgliederangebote des größten Sozialverbands in Bund und Land vorstellen.

Jetzt bundesweit einheitliche Attestformulare für Mütter und Väter

Ab sofort gelten zum ersten Mal bundesweit einheitliche Attestformulare für medizinische Vorsorgemaßnahmen für Mütter und Väter. Für Kinder mit Gesundheitsproblem, die in der Kurmaßnahme auch medizinisch behandelt werden sollen, gibt es jetzt das neue Formular „Ärztliches Attest Kind“, informierte kürzlich das Müttergenesungswerk (MGW) und verwies auf die dadurch bedingten Erleichterungen. Weiteres unter www.muettergenesungswerk.de im Internet. Der Sozialverband VdK erinnert daran, dass er Mitglieder bei Streitfällen um Mutter-Kind-Kuren, um andere Rehamaßnahmen oder um sonstige sozialrechtliche Leistungen juristisch vertreten kann. Die Büros der VdK-Sozialrechtsreferenten finden sich unter www.vdk-bawue.de.

Betriebsrentenstärkungsgesetz – Neuregelung für „Riester-Renten"

Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz von 2017, im Wesentlichen seit 2018 in Kraft, gelten Renten aus einer Riester-geförderten betrieblichen Altersversorgung über eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder eine Direktversicherung nicht mehr als „Versorgungsbezüge“. Dagegen zählten diese Leistungen vor 2018 noch zu den Versorgungsbezügen. Sie unterlagen daher auch der Beitragspflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Folge dieser Neuregelung ist, dass die betriebliche Riester-Rente entweder – beispielsweise bei versicherungspflichtigen Rentnern – gar nicht zu den beitragspflichtigen Einnahmen gehört oder bei einer freiwilligen Versicherung nur mit dem ermäßigten Beitragssatz zur Beitragsbemessung herangezogen wird.

Oktober/November 2018: Wieder Wahl der Schwerbehindertenvertretungen

Gibt es in einem Unternehmen oder einer Dienststelle mindestens fünf nicht nur vorübergehend beschäftigte Schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte behinderte Beschäftigte, so können diese Personen eine Schwerbehindertenvertretung (SBV) und mindestens eine Stellvertretung wählen. Diese regelmäßigen Wahlen finden 2018 wieder statt. Sie erfolgen im Vier-Jahres-Turnus und üblicherweise vom 1. Oktober bis 30. November. Die SBV hat die Aufgabe, geregelt im Neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX), die besonderen Interessen der Schwerbehinderten und Gleichgestellten in Betrieb oder Amt wahrzunehmen. Auch der Abschluss einer Inklusionsvereinbarung gehört dazu. Weitere Informationen gibt es bei den Integrationsämtern – auch unter www.integrationsaemter.de/wahl.

11. Oktober 2018 - Stuttgart
Roland Sing: „Keine Beitragserhöhung in gesetzlicher Pflegeversicherung!“ - Sozialverband VdK fordert Solidarausgleich
Eine klare Absage erteilt der Sozialverband VdK Baden-Württemberg anlässlich des
Beschlusses des Bundeskabinetts, den Pflegebeitragssatz der gesetzlich Versicherten um
0,5 Prozentpunkte zu erhöhen. Damit will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ab Januar 2019 auf die steigenden Kosten in der Pflege reagieren.
Stattdessen fordert der VdK-Landesvorsitzende Roland Sing: „Angesichts eines Beitragspolsters der privaten Pflegeversicherung von rund 30 Milliarden Euro muss
umgehend ein Finanzausgleich zugunsten der gesetzlichen Pflegeversicherung hergestellt werden. Denn die private Pflegeversicherung muss an den zu erwartenden
Kostensteigerungen durch mehr und besser bezahltes Pflegepersonal und an den Ausgabensteigerungen im Zuge der notwendigen Pflegereform 2017 unbedingt beteiligt
werden“, erneuerte Sing die langjährige VdK-Forderung.
Der VdK-Landeschef verwies in diesem Zusammenhang auf die, so Sing, gesünderen und zahlungskräftigeren Personen, die die private Pflegeversicherung versichere. Es könne nicht sein, Ausgabensteigerungen in der Pflege allein den gesetzlich Versicherten und den Rentnerinnen und Rentnern aufzubürden. „Das sind schließlich gesamtgesellschaftliche
Aufgaben!“, bekräftigte Roland Sing die VdK-Forderung nach einem Solidarausgleich zwischen der privaten und der gesetzlichen Pflegeversicherung.

30.September 2018
Gratis-Tickets für VdK-Gesundheitstag in Liederhalle Stuttgart

Am Samstag, 6. Oktober 2018 (10.00 bis 15.30 Uhr) findet in der Liederhalle Stuttgart (Hegelsaal) der große VdK-Gesundheitstag statt. Neben Vorträgen von Dr. Richard Daikeler, Dr. Matthias Fabian, Christoph Gulde, Dr. Christopher Hermann, PD Dr. Jens Keßler und Roland Sing zum Motto „Gesundheitswesen und Pflege gerecht und zukunftsfähig gestalten!“ gibt es im Foyer eine kleine Messe mit Ausstellern aus dem Gesundheits- und Rehabereich. Zudem tritt Lüder Wohlenberg, Kabarettist und Arzt, mit seinem Bühnenprogramm auf. Der Eintritt ist für alle Interessierten frei. Kartenbestellungen nimmt der VdK-Landesverband unter a.unger@vdk.de sowie telefonisch (0711) 61956-52 entgegen.
Filmfestival der Generationen vom 18.-28. Oktober
Vom 18. bis 28. Oktober 2018 findet bundesweit das Filmfestival der Generationen statt. Dann laufen in vielen Städten und Gemeinden – gerade auch im Südwesten – in Kinos, ebenso in Seniorenzentren, Volkshochschulen und weiteren Einrichtungen bekannte Kinofilme, die das Älterwerden oder auch Probleme, die im Alter oft auftreten, in unterschiedlicher Weise thematisieren. Gezeigt werden Spielfilme wie beispielsweise „Honig im Kopf“, „Monsieur Pierre geht online“, „Die Herbstzeitlosen“, „Ein Mann namens Ove“ oder auch „Sein letztes Rennen“. Nach „Ich, Daniel Blake“, der am 23. Oktober, um 20.15 Uhr in Hirschberg-Leutershausen (Olympia-Kino) gezeigt wird, erfolgt eine Publikumsdiskussion mit VdK-Landesgeschäftsführer Hans-Josef Hotz. Weitere Informationen zu Festival, Filmen und örtlichen Veranstaltern gibt es unter www.festival-generationen.de.

Ausbau des VdK-Servicestellennetz‘ – jetzt auch in Rastatt
Seit September gibt es auch in Rastatt, in der Kaiserstraße 69/1, eine VdK-Servicestelle mit einem hauptamtlichen Sozialrechtsreferenten, der die Mitglieder – oder auch Ratsuchende, die VdK-Mitglied werden – bei sozialrechtlichen Streitigkeiten, beispielsweise mit Krankenkassen und gesetzlichen Rentenversicherungsträgern, berät und juristisch vertritt. Das neue VdK-Domizil in Rastatt ergänzt die Palette der seit 2006 landesweit eingerichteten VdK-Servicestellen. Zuletzt waren neue VdK-Büros in Reutlingen, Künzelsau und Waldshut-Tiengen geschaffen worden. Unter www.vdk-bawue.de finden sich alle Adressen, zudem die Sprechzeiten der 55 VdK-Sozialrechtsreferenten im Südwesten. Und es gibt dort weitere Informationen über die vielfältigen VdK-Aufgaben und -Angebote.

Erfolgreiche VdK-Mitglieder im großen Sport
Seit Mai 2018 amtiert die neue VdK-Präsidentin Verena Bentele. Die vielfache Paralympics-Siegerin im Biathlon und Skilanglauf stammt aus dem Raum Tettnang. Auch in den Reihen des VdK Baden-Württemberg gibt es mehrere Mitglieder, die in verschiedenen Sportarten sehr erfolgreich unterwegs sind. Erst kürzlich errang Ulrike Lackus vom VdK Karlsdorf (Raum Bruchsal) den Weltmeistertitel im Gewichtheben ihrer Altersklasse in Barcelona, nachdem sie nur Wochen zuvor in Budapest Europameisterin mit Europarekord geworden war. Seit Jahren sammeln Hartmut Freund aus Bietigheim-Bissingen und Gerhard Fehrenbach vom VdK Furtwangen Titel und weitere Erfolge auf nationaler und internationaler Tischtennis-Bühne. Und VdK-Vorstandsfrau Kerstin Abele aus Hüttlingen (Raum Aalen) fährt regelmäßig national und international mit dem Handbike vorne mit – zuletzt erneut beim Miami Marathon. Unvergessen sind auch die Paralympics-Siege von Frank Höfle aus Isny im Allgäu im Biathlon und Skilanglauf.

Reha auch bei Demenzkranken
Auch demenzkranke Menschen können einen Anspruch auf stationäre Rehabilitation haben, entschied das Landessozialgericht (LSG) Stuttgart am 17. Juli 2018 (Aktenzeichen L 11 KR 1154/18). Da hatte eine 78-Jährige, die seit 2013 an Alzheimer leidet, eine vierwöchige Reha-Maßnahme in einem Therapiezentrum in Begleitung ihres Ehemanns beantragt. Die Krankenkasse lehnte ab, Widerspruch und sozialgerichtliche Klage blieben erfolglos. Das LSG gab der Frau aber Recht. Der Anspruch auf Rehabilitation setze grundsätzlich Behandlungsbedürftigkeit, Rehafähigkeit und positive Rehaprognose voraus. Abzustellen sei auf die konkret-individuellen Rehaziele wie beispielsweise körperliche und geistige Aktivierung. Dabei seien stets die individuellen Verhältnisse, Art und Schwere der Erkrankung und die für die Versicherte möglichen Behandlungsziele zu prüfen, so das LSG.

Berlin, 21.09.2018
Zum Welt-Alzheimertag am 21. September
VdK fordert: Demenzkranke und ihre Familien besser unterstützen

„Menschen mit Demenz und ihre Familien sind häufig völlig isoliert. Deshalb brauchen sie die Unterstützung von Politik und Gesellschaft. Demenzkranke brauchen mehr Hilfen, damit sie am Alltag teilnehmen können. Aber auch ihre Angehörigen brauchen viel mehr Hilfen als bisher.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, aus Anlass des heutigen Welt-Alzheimertages.

In Deutschland leben derzeit rund 1,7 Millionen Demenzkranke, zwei Drittel von ihnen leiden an Alzheimer. Fachleute rechnen bis 2050 mit drei Millionen Betroffenen. Aktuell lebt fast die Hälfte der Demenzkranken in außerhäuslichen Einrichtungen, die andere Hälfte wird zu Hause von Angehörigen betreut.

„Pflegende Angehörige haben zwar rechtlich Anspruch auf Entlastung, in der Realität finden sie aber nur ungenügende Angebote vor, die ihnen finanziell, zeitlich und organisatorisch helfen“, stellt Bentele fest. „Es mangelt oft an Pflegeunterstützung, etwa in der Kurzzeit- oder Tagespflege. Diese Angebote müssen ausgebaut werden.“

Zum Ausbau von Angeboten gehört auch, ein dichtes Netz an wohnortnahen Pflegestützpunkten zu schaffen, in denen sich Angehörige über Hilfen und Entlastungsmöglichkeiten informieren können. Viele pflegende Angehörige wünschen sich zudem eine zugehende Beratung zu Hause. „Die Unterstützung muss so niedrigschwellig wie möglich sein, damit Überlastungssituationen für den Pflegenden und den Demenzkranken gar nicht erst entstehen“, sagt Bentele.

Verbesserungen bringt hier möglicherweise die vom Bundeskabinett geplante „Nationale Demenzstrategie“. Bentele fordert jedoch weitere sozialpolitische Maßnahmen: „Pflegende Angehörige müssen Pflege und Beruf besser miteinander vereinbaren können. Dafür brauchen wir zum Beispiel eine Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige ähnlich dem Elterngeld.“
2.08.2018
Rentenpaket I
VdK fordert konsequente Stärkung der gesetzlichen Altersvorsorge
„Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen im Rentenpaket sind Schritte in die richtige Richtung. Jetzt brauchen wir weitere Verbesserungen, unter anderem für Menschen, die bereits jetzt Erwerbsminderungsrente erhalten.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heutigen Verabschiedung des Rentenpakets I im Bundeskabinett.

So genüge es nicht, das Rentenniveau bei 48 Prozent und nur bis zum Jahr 2025 zu stabilisieren: „Ziel muss es sein, dass das Rentenniveau über 2025 hinaus stabilisiert und auf 50 Prozent angehoben wird, damit das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung wieder gestärkt wird. Die Menschen wollen generationenübergreifend darauf vertrauen, dass sie nach jahrzehntelanger Arbeit eine ordentliche Rente erhalten und nicht in die Altersarmut abstürzen“, erklärt Bentele.

Die im Rentenpaket geplanten höheren Erwerbsminderungsrenten durch die Anhebung der Zurechnungszeiten sind zu begrüßen. „Davon sollten aber nicht nur Menschen profitieren, die ab 2019 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente gehen müssen, sondern auch die Bestandsrentner. Sie dürfen nicht leer ausgehen, da wir schon jetzt ein massives Armutsproblem bei Erwerbsminderungsrentnern haben“, betont die VdK-Präsidentin. Deshalb müssten auch endlich die Rentenabschläge von 10,8 Prozent für alle abgeschafft werden. „Wer wegen Krankheit oder Behinderung seine Arbeit nicht mehr ausüben kann, darf nicht mit denselben Abschlägen belegt werden wie jemand, der freiwillig früher in Rente geht“, so Bentele weiter.

Bei der Mütterrente ist der VdK froh, dass für alle Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, etwas getan wird. Der Verband hat sich immer dafür eingesetzt, dass alle von den Verbesserungen profitieren, unabhängig davon wie viele Kinder sie geboren haben. „Ein halber Punkt für alle Mütter ist ein guter Schritt, um die aktuelle Ungerechtigkeit aufgrund der Stichtagsregelung zu reduzieren. In einem letzten Schritt fordert der Verband, dass alle Mütter drei Rentenpunkte erhalten, unabhängig davon wann sie ihr Kind geboren haben“, erklärt die VdK-Präsidentin.

Kritisiert wird jedoch, dass die Mütterrente auf die Grundsicherung angerechnet wird. Menschen, die schon jetzt im Alter am Rande des Existenzminimums leben, profitieren nicht von der Mütterrente. „Hier muss etwas getan werden, indem endlich ein Freibetrag für die gesetzliche Rente auf die Grundsicherung eingeführt wird, wie es ihn schon bei der betrieblichen und privaten Altersvorsorge gibt“, fordert Bentele.

Berlin, 13. Juli 2018
VdK fordert Alterssicherung, die vor Armut schützt
„Wir wollen keine halben Sachen, Rentnerinnen und Rentner von heute und morgen müssen sich auf die gesetzliche Altersvorsorge verlassen können. Der Gesellschaft muss die Rente etwas wert sein.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heutigen Vorstellung des Rentenpakts durch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Der VdK sieht durchaus, dass es Schritte in die richtige Richtung im neuen Rentenpakt gibt. So ist der Plan von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, einen sogenannten Demografiefonds einzurichten, begrüßenswert. „Das ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung eine sinnvolle Maßnahme, da in den nächsten Jahren die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter nachfolgen“, so Bentele.

Als „wichtigen ersten Schritt“ bezeichnet der VdK das Festschreiben des gesetzlichen Rentenniveaus auf 48 Prozent. „Dringend nötig ist eine dauerhafte Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent, damit die Renten wieder entsprechend der Löhne steigen“, erklärt die VdK-Präsidentin. Sonst drohe immer mehr Menschen auch nach jahrzehntelanger Arbeit Altersarmut. „Das müssen wir verhindern“, so Bentele.

Der Sozialverband VdK begrüßt zudem die beschleunigte Anhebung der Zurechnungszeiten bei der Erwerbsminderungsrente. „Diese Verbesserungen dürfen jedoch nicht nur neuen Erwerbsminderungsrentnern zugutekommen, sondern müssen auch für die Bestandsrentner gelten“, fordert die VdK-Präsidentin. Wichtig ist für den VdK auch, dass die Abschläge von bis zu 10,8 Prozent endlich abgeschafft werden.

Der Sozialverband VdK kritisiert, dass von der Neuregelung bei der Mütterrente nur die Frauen profitieren sollen, die vor 1992 drei oder mehr Kinder zur Welt gebracht haben. „Das ist zutiefst ungerecht. Wir werden uns dafür stark machen, dass alle Mütter pro Kind einen Entgeltpunkt anerkannt bekommen“, so Bentele.

Die Kosten für ein gerechtes Rentensystem muss sich ein Staat wie Deutschland leisten können und wollen, davon ist der VdK überzeugt. „In Österreich ist beispielsweise der Rentenversicherungsbeitrag der Arbeitgeber höher als der Beitrag der Arbeitnehmer. Solche Formen der Finanzierung dürfen kein Tabu sein“, so Bentele.

Darüber hinaus fordert der VdK eine Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen: Arbeitnehmer, Selbstständige, Politiker und Beamte.

Berlin, den 4. Juli 2018
VdK fordert: Rentenniveau auf 50 Prozent anheben Rentenkommission muss das Vertrauen in die Alterssicherung stärken

„Ob jung oder alt: Alle Menschen in Deutschland müssen sich auf die gesetzliche Rente verlassen können. Die Rentnerinnen und Rentner von heute und morgen brauchen eine auskömmliche Rente im Alter. Daher fordern wir die Rentenkommission dringend auf, zukunftsfähige Vorschläge zu machen.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich eines Gesprächs der Rentenkommission mit Verbänden. Mit am Tisch sitzt auch der Sozialverband VdK Deutschland, die größte Interessensvertretung für aktuelle und zukünftige Rentnerinnen und Rentner.

Die gesetzliche Rente ist derzeit für die Mehrheit der Bundesbürger ein großer Unsicherheitsfaktor. „Jüngere wie auch ältere Menschen schauen heute mit beträchtlicher Sorge auf ihr Alterseinkommen. Sie haben Angst, dass sie mit ihrer ausgezahlten Rente gar nicht oder nur schwer über die Runden kommen werden. Das Vertrauen der Bürger in die gesetzliche Rente ist erschüttert“, so Bentele.

Es ist aus Sicht des VdK zwar begrüßenswert, dass der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Rentenformel ändern will, damit das gesetzliche Rentenniveau nicht unter 48 Prozent absinkt. „Wir brauchen aber eine dauerhafte Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent“, fordert die VdK-Präsidentin. Auch müssen die dämpfenden Faktoren in der Rentenformel abgeschafft werden, damit die Renten wieder entsprechend der Löhne steigen. „Sonst droht immer mehr Menschen auch nach jahrzehntelanger Arbeit Altersarmut“, erklärt Bentele. Darüber hinaus fordert der VdK eine „Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen: Arbeitnehmer, Selbstständige, Politiker und Beamte.“

Eine klare Absage erteilt der VdK jeglichen Vorschlägen, das Renteneintrittsalter anzuheben. Schon heute haben vor allem Arbeitnehmer in körperlich und psychisch besonders belastenden Berufen kaum Chancen, bis zum Alter von 67 Jahren am Arbeitsleben teilzuhaben. „Nur einer Minderheit der Bürger ist es möglich, bis zur regulären Altersgrenze zu arbeiten. Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist daher ein reines Rentenkürzungsprogramm und ein absolutes Tabu“, so Bentele.

Der VdK setzt sich aber auch für einen Mindestlohn über 12 Euro und gute Bildungschancen für alle ein. „Nur wer heute ausreichend in die Rentenversicherung einzahlt, hat morgen eine gute Rente“, erklärt Bentele.

Berlin, 6. Juni 2018
VdK fordert: Rente langfristig sichern
„Der Erfolg der Rentenkommission wird sich daran messen lassen, ob sie ihr selbstgestecktes Ziel erreicht: die gesetzliche Rentenversicherung zu sichern und fortzuentwickeln. Wir werden die Arbeit der Rentenkommission kritisch begleiten und stehen für einen konstruktiven Austausch zur Verfügung.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der konstituierenden Sitzung der Rentenkommission.

Viele Menschen treibt in Deutschland die Angst vor Altersarmut um. „Nur ein stabil hohes Rentenniveau schafft Vertrauen auf eine auskömmliche Alterssicherung. Für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass alte und junge Menschen hier nicht gegeneinander ausgespielt werden. Rente geht uns alle an“, erklärt die VdK-Präsidentin. Deshalb muss aus Sicht des VdK das Rentenniveau in Zukunft wieder auf 50 Prozent steigen.

Der VdK setzt sich dafür ein, dass die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung ausgebaut wird. „In die Versicherungspflicht sind alle Selbstständigen, Beamten und Politiker einzubeziehen. Dies stellt die Finanzierung der gesetzlichen Rente auf eine breitere Basis und bietet langfristig eine gerechtere Alterssicherung für alle Generationen“, betont die VdK-Präsidentin.

Der Sozialverband VdK begrüßt, dass sich die Rentenkommission auch mit der Fortentwicklung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge befasst. Auch hier besteht laut der VdK-Präsidentin dringender Reformbedarf. Diese beiden Säulen der Altersvorsorge können nur als Ergänzung zur Sicherung des Lebensstandards dienen. „Sie sind nicht geeignet, die gesetzliche Rentenversicherung ganz oder teilweise zu ersetzen. Für die Mehrzahl der Versicherten stellt die gesetzliche Rente die tragende Säule der Altersversorgung dar“, so Bentele.

Auch in der aktuellen Debatte über die Rentenpläne der Bundesregierung wird sich der VdK für die Interessen seiner Mitglieder einsetzen: „Wir werden dafür kämpfen, dass alle Mütter drei Rentenpunkte pro Kind erhalten“, so die VdK-Präsidentin. Die vorgeschlagene „Grundrente“ sei zudem kein effektives Instrument zur Bekämpfung von Altersarmut: „Die Hürden sind viel zu hoch. Viele Menschen, vor allem Frauen, schaffen 35 Beitragsjahre gar nicht“, so Bentele. Zielgerichteter ist ein Freibetrag für die gesetzliche Rente in der Grundsicherung von 200 Euro.

Außerdem wird sich der Sozialverband VdK dafür einsetzen, dass von den geplanten Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente nicht nur die Neurentner, sondern auch die Bestandsrentner profitieren. Wichtig ist für den VdK auch, dass die Abschläge von bis zu 10,8 Prozent endlich abgeschafft werden.

Berlin, 4. Juni 2018
Pflegebedürftige entlasten: Eigenanteile senken
Die finanziellen Leistungsanpassungen der Pflegeversicherung, die mit den Pflegereformen vor zwei Jahren beschlossen wurden, reichen nicht aus. Dies führt zu einem stetigen Kaufkraftverlust bei den Pflegebedürftigen. Die Kosten für Pflege steigen vor allem durch die Lohnentwicklung. Die gesetzlich festgelegten und gedeckelten Leistungen passen sich aber nicht entsprechend an. Die Folge: Pflegebedürftige können bei gleichem Bedarf weniger Pflegeleistungen einkaufen. Sie müssen diese Kosten selbst tragen. Die Interessenverbände der Pflegebedürftigen fordern deshalb, dass die Leistungen der Pflegekassen jährlich automatisch angepasst werden müssen.

Die Eigenanteile an der Pflege im ambulanten und stationären Bereich belaufen sich für Pflegebedürftige bereits auf beinahe 50 Prozent. Laut Barmer Pflegereport 2017 zahlen pflegebedürftige Menschen im stationären Sektor im Schnitt 587 Euro monatlich aus eigener Tasche für die Pflegekosten. Zusammen mit weiteren Kosten, etwa für Unterkunft und Verpflegung und den sogenannten Investitionskosten, ergibt sich eine monatliche Gesamtbelastung von 2.278 Euro.

„Das Risiko der Pflegebedürftigkeit darf nicht privatisiert werden.

Die Vorstellung, die wachsende Versorgungslücke privat schließen zu können, führt zur finanziellen Überforderung weiter Teile der Bevölkerung und letztlich zur ‚Mehrklassenpflege‘. Deswegen fordern wir, dass Pflege für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wieder bezahlbar wird“, sagt Olaf Christen, Sprecher der Pflegebedürftigenverbände.
Dynamisierung auch an Lohnkosten orientieren

Die Interessenverbände der Pflegebedürftigen begrüßen, dass die Große Koalition das Problem angehen und die Sachleistungen laut Koalitionsvertrag kontinuierlich an die Personalentwicklung anpassen will. Dabei sollten folgende Punkte Berücksichtigung finden:

Die Dynamisierung muss jährlich erfolgen, um der Geschwindigkeit der Kostenentwicklung standzuhalten.
Sie muss sich neben der Preisentwicklung an der Lohnkostenentwicklung orientieren, da diese die entscheidende Größe bei den Pflegekosten ist.
Der bereits entstandene Kaufkraftverlust muss unmittelbar durch eine einmalige Anpassung ausgeglichen werden.

Bisherige Instrumente kosten die Pflegebedürftigen viel Geld
Seit Einführung der sozialen Pflegeversicherung 1995 bis zum Jahr 2008 kam es durch die Orientierung der Leistungen an den Einnahmen der Pflegeversicherung zu einem Wertverlust von ca. 20 Prozent, der bis heute nicht wett gemacht worden ist. Dies bedeutet für pflegebedürftige Menschen, dass sie bei gleicher Leistung ein Fünftel der Pflegekosten selbst tragen mussten und müssen. 2008 erfolgte zwar eine Änderung der Dynamisierungsregel, die sich nun im Drei-Jahres-Rhythmus an der Inflationsrate orientiert. Doch auch diese Ausrichtung nach der allgemeinen Preisentwicklung greift zu kurz, da gut zwei Drittel der Kosten im Pflegesektor Personalkosten sind, die sich nicht im Warenkorb der Preisindexberechnung wiederfinden. Die Erhöhungen der Jahre 2008 bis 2014 lagen damit ebenfalls deutlich unter den Preissteigerungen für Pflegeleistungen.
Die Interessenverbände der Pflegebedürftigen
Die Interessensvertretung der Pflegebedürftigen nach § 118 SGB XI besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der sechs maßgeblichen Organisationen für die Wahrnehmung der Interessen und der Selbsthilfe pflegebedürftiger und behinderter Menschen. Dazu gehören: Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), die BAG SELBSTHILFE, die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland, der Sozialverband Deutschland (SoVD), die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und der Sozialverband VdK Deutschland.

Berlin 26.05.2018
Verena Bentele neue VdK-Präsidentin

Verena Bentele

neue VdK Präsidentin© Verena Bentele

Verena Bentele (36), die von Januar 2014 bis Mai 2018 als Behindertenbeauftragte der Bundesregierung wirkte, ist neue Präsidentin des VdK Deutschland, des größten Sozial- und Behindertenverbands in Deutschland mit bundesweit fast 1,9 Millionen Mitgliedern. Bentele, die vom Bodensee stammt, ist seit ihrer Geburt blind. In ihrer Sportlerkarriere gewann die studierte Literaturwissenschaftlerin 12 Goldmedaillen im Langlauf und Biathlon bei Paralympics und anderen großen Championaten. An der VdK-Spitze löst sie Ulrike Mascher (79) ab, die seit 2008 amtierte und beim VdK-Bundesverbandstag Mitte Mai 2018 in Berlin nicht mehr für das Präsidentenamt kandidiert hatte. Nachfolger von Verena Bentele im Amt des Bundesbehindertenbeauftragten ist seit 9. Mai der sehbehinderte Jurist Jürgen Dusel (53).

10. VdK-Gesundheitsmesse am 4. Juli in Harmonie Heilbronn
und Landesschulung für Behindertenvertreter

Bereits zum 10. Mal lädt der VdK Baden-Württemberg am 4. Juli alle Bürger zu seiner Reha- und Gesundheitsmesse in die Harmonie Heilbronn ein. Die Ausstellung ergänzt die alljährliche VdK-Landesschulung für Behinderten- und Arbeitnehmervertreter. Im Gegensatz zur Tagung (9.30 bis 15.30 Uhr/ Seminargebühr 110 Euro) kann die Messe von 10 bis 14.30 Uhr – gratis und ohne Anmeldung – von jedermann besucht werden.
Aussteller sind unter anderem: Sozialversicherungsträger, Berufsförderungswerke, Gewerkschaften, Selbsthilfegruppen, Kliniken, Pflegestützpunkte, Senioreneinrichtungen, Hersteller und Vertreiber von Rehaprodukten, eine Fahrschule für Menschen mit Behinderung und Autoumrüster. Vom Sozialverband VdK sind auch der Sozialrechtsschutz mit Beratungsecke, „VdK Reisen“ und die VdK Patienten- und Wohnberatung da. An der Schulung (Thema: „Zukunft gestalten – Chancen der Digitalisierung nutzen!“) Interessierte können sich noch bis Anfang Juni unter www.vdk-bawue.de anmelden, auf Anfrage auch länger: Telefon (0711) 61956-52 a.unger@vdk.de
Jürgen Dusel neuer Bundesbehindertenbeauftragter
Der Jurist Jürgen Dusel (53) ist seit dem 9. Mai 2018 neuer Behindertenbeauftragter der Bundesregierung. Er folgt auf Verena Bentele, die von 2014 bis 2018 amtierte und seit dem 16. Mai 2018 als neue Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland wirkt. Jürgen Dusel, der seit seiner Geburt stark sehbehindert ist, fungierte von 2010 bis 2018 als Beauftragter der Landesregierung von Brandenburg für die Belange der Menschen mit Behinderung. Weitere Informationen finden sich unter www.behindertenbeauftragter.de im Internet.
Behindertenparkplätze zugeparkt? VdK-Hinweiskarte schafft Abhilfe
Oft sind Falschparker auf Behindertenparkplätzen ein Ärgernis, denn etliche Autofahrer stellen bewusst, aus Gedankenlosigkeit oder Unwissenheit ihr Auto auf den speziell gekennzeichneten Behindertenparkplätzen ab. Diese sind jedoch ausschließlich den Menschen mit „aG“ (außergewöhnlich gehbehindert) oder „Bl“ (blind) im Schwerbehindertenausweis vorbehalten, zudem Menschen mit beidseitiger Fehlbildung der Gliedmaßen, bei angeborenem Fehlen von Gliedmaßen oder vergleichbaren Funktionseinbußen. Keine Rolle spielt, ob die Betroffenen selbst am Steuer sind. Wichtig: Die Berechtigten müssen ihren speziellen Parkausweis hinter der Windschutzscheibe auslegen. Sonst können auch sie ein 35-Euro-„Knöllchen“ bekommen und abgeschleppt werden. Doch die Drohung mit einem Verwarnungsgeld nützt dem Schwerstbehinderten, der einen „fehlbelegten“ Behindertenparkplatz vorfindet, nichts, wenn kein Ordnungshüter vor Ort ist. Daher gibt der Sozialverband VdK gelbe Hinweiskarten heraus, die man den Falschparkern hinter die Wischblätter stecken und sie zum Nachdenken anregen kann.Erhältlich sind sie in der Stuttgarter Landesgeschäftsstelle: g.petri@vdk.de (0711) 61956-

Berlin, 17. Mai 2018
Sozialverband VdK: „Soziale Spaltung stoppen!“
Abschlussveranstaltung des VdK-Bundesverbandstags in Berlin mit der neu gewählten VdK-Präsidentin Verena Bentele und Spitzenpolitikern – Ulrike Mascher ist VdK-Ehrenpräsidentin

Der VdK ist mit knapp 1,9 Millionen Mitgliedern die größte soziale Bürgerinitiative in Deutschland.

Die neu gewählte VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte in ihrer Rede auf der Schlussveranstaltung des VdK-Bundesverbandstags in Berlin: „Wir wollen Menschen für uns begeistern, die dasselbe wollen wie wir: eine soziale, gerechte Gesellschaft für alle, für Jung und Alt, für Menschen mit und ohne Behinderungen. Seit über 70 Jahren setzt sich der VdK für die Rechte von Schwächeren ein, das wollen wir auch in Zukunft mit voller Kraft tun. Gemeinsam stehen wir für Solidarität und Menschlichkeit ein.“ Bis 2020, so Bentele weiter, soll die 2-Millionen-Mitgliedermarke geknackt werden.

Die erfolgreiche sozialpolitische Arbeit des VdK der letzten Jahre möchte Bentele fortführen: „Der VdK konnte einiges erreichen, aber wir werden auch künftig nicht locker lassen. Denn noch längst nicht kommen alle Menschen zu ihrem Recht. Gesetze müssen umgesetzt oder verändert werden. So müssen dringend die Bedingungen in der Pflege verbessert werden.“ Als Schwerpunkte ihrer Arbeit in den nächsten Jahren nannte sie Rentengerechtigkeit, Bekämpfung von Armut in allen Altersgruppen und die Herstellung von Barrierefreiheit.

„Meine erste Forderung ist ganz klar: Der VdK muss von Anfang an am Tisch sitzen, wenn über Rente, Pflege oder Barrierefreiheit verhandelt wird“, sagte Bentele. Konkret nannte sie als Forderung die Beteiligung des Sozialverbands VdK an der gerade eingesetzten Rentenkommission der Bundesregierung.

Zur Abschlussveranstaltung des dreitägigen VdK-Bundesverbandstags waren zahlreiche Spitzenpolitiker gekommen: SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles, CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, die Vorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping, und der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck.

Auch die Verabschiedung von Ulrike Mascher war Teil des Programms. Die 79-Jährige war nicht mehr zur Wahl als VdK-Präsidentin angetreten. Die knapp 200 Delegierten hatten am Tag zuvor Verena Bentele mit 90,1 Prozent der Stimmen zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Mascher hat sich in den fast zehn Jahren ihrer Präsidentschaft höchste Anerkennung in Politik und Gesellschaft erworben. Das neu gewählte VdK-Präsidium hat sie deshalb zur VdK-Ehrenpräsidentin ernannt.

Bentele würdigte die Verdienste von Ulrike Mascher: „Sie hat als VdK-Präsidentin Sozialgeschichte in Deutschland geschrieben und wesentlich daran mitgewirkt, dass das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes auch in praktische Politik umgesetzt wird. Durch Ulrike Mascher ist der VdK noch stärker nach außen gegangen und hat sich noch weiteren Bevölker

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