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Aktuelles

Der Ortsverband informiert:

Pressemitteilung
zum „Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut“ am 17.10.2019

Altersarmut bekämpfen: PARITÄTISCHER und VdK-Landesverband fordern Umdenken in Rentenpolitik
Stuttgart 17.10.2019: Anlässlich des „Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut“ weisen der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg und der Sozialverband VdK Baden-Württemberg auf die drohende Zunahme von Altersarmut hin und fordern ein Umdenken der politisch Verantwortlichen in der Rentenpolitik. Nach dem aktuellen Armutsbericht des PARITÄTISCHEN Gesamtverbands sind ein Viertel der erwachsenen Armen in Deutschland in Rente. Damit stellen die Rentner*innen derzeit hinter den Erwerbstätigen die zweitgrößte Gruppe der armutsgefährdeten Personen dar. Immer mehr Ältere sind auf Grundsicherung im Alter angewiesen – 2018 waren es bereits 552 650 Menschen.
„Die Altersarmut nimmt seit Jahren zu. Sie droht schon in Kürze dramatisch anzusteigen – mit schlimmen Folgen für die betroffenen Menschen, aber auch für den sozialen Frieden“, betont Roland Sing, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg: „Daher muss der Gesetzgeber sofort handeln! Abhilfe kann die sogenannte Grundrente schaffen. Doch sie muss ohne Bedürftigkeitsprüfung gewährt werden! Denn es geht hier um eine Versicherungsleistung und nicht um eine Sozialleistung“, so Sing. Ohne Grundrente würden viele Betroffene, trotz ihrer jahrzehntelang bezahlten Beiträge, nicht bessergestellt als Personen, die nie eingezahlt haben, bekräftigt Roland Sing.
„In den nächsten Jahren werden viele Langzeitarbeitslose und Menschen aus dem Niedriglohnsektor ins Rentenalter kommen. Für viele von ihnen ist der Weg in die Altersarmut vorprogrammiert“, betont Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. „Eine erfolgreiche Gesamtstrategie gegen Altersarmut muss bereits im Erwerbsleben ansetzen, also wirksame Maßnahmen gegen Langzeitarbeitslosigkeit entwickelt und insbesondere die gesetzliche Rentenversicherung gestärkt werden“, so Wolfgramm. „Unser Rentensystem muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Dazu zählt insbesondere eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent und die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung“, fordert die Vorstandsvorsitzende.
Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg und der VdK Baden-Württemberg rufen die Politik zum Umdenken bei der Rente auf. Denn: „Die gesetzliche Rente muss ein auskömmliches Leben im Alter gewährleisten – in Würde und ohne Gang zum Sozialamt oder zum Jobben im hohen Alter!“.

Berlin, 21.08.2019

VdK: „Die Selbstbestimmung Betroffener muss jederzeit gewährleistet sein“
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Referentenentwurf zur Reform der Rehabilitation und intensivpflegerischen Versorgung vorgelegt. Das abgekürzt „Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz (RISG)“ genannte Regelwerk sorgt für viel Kritik bei Betroffenen.
Der Sozialverband VdK teilt das Ziel, die Versorgung von Patienten in Beatmungs-WGs zu verbessern, bei der Umsetzung muss aber noch viel nachgesteuert werden. Gute und menschenwürdige Versorgung darf nicht davon abhängen, ob Patienten zu Hause, im Krankenhaus, im Heim oder in „Beatmungs-WGs“ gepflegt werden. „In manchen ‚Beatmungs-WGs‘ ist die Versorgungslage aber bei Weitem nicht so gut, wie wir es uns wünschen“, sagt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. „Beatmungs-WGs sind oft schlecht überwacht und wenig kontrolliert. Hier hätte der Vorstoß des Gesundheitsministeriums in erster Linie ansetzen müssen.“
Stattdessen ist das Wunsch- und Wahlrecht der Betroffenen in Gefahr. Menschen, die bisher zu Hause gepflegt wurden, könnten gezwungen werden, in Pflegeheime zu ziehen, da die Krankenkassen nach dem vorliegenden Gesetzentwurf die Pflege zu Hause nur noch in Ausnahmefällen bezahlen sollen.
„Betroffene müssen ein Recht haben zu entscheiden, wo sie leben und gepflegt werden möchten. Die Menschenwürde, die Freiheit des Einzelnen und die Freizügigkeit sind unsere stärksten Grundrechte. Sie aus Kostengründen einzuschränken, wäre verfassungswidrig“, mahnt VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Wir als VdK fordern das Bundesgesundheitsministerium auf, hier nachzubessern und sicherzustellen, dass niemand gegen seinen Willen in ein Pflegeheim gehen muss.“
Zudem plädiert der VdK dafür, Krankenhäuser stärker in die Pflicht zu nehmen: Patienten müssen frühzeitig von den Beatmungsgeräten entwöhnt werden. „Das ist in vielen Fällen medizinisch möglich und sollte von den Kliniken auch gemacht werden“, sagt Verena Bentele. Bisher werden nach Beobachtung des VdK viele Patienten zu schnell in die „Beatmungs-WGs“ entlassen, wo sie dann oft von Beatmungsgeräten abhängig bleiben.

Pressekontakt: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401


Ausschreibung zu Demenz
Filme zu positiven Alltagserlebnissen

Wie sieht der Alltag von Menschen mit Gedächtnis- und Orientierungsproblemen oder mit Demenzdiagnose aus? Was macht ihnen Freude, gibt ihnen Kraft? Um das herauszufinden, hat KuKuK-TV die Ausschreibung „Lebensanker" gestartet, die sich an Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung richtet. Ihre Lichtblicke und Kraftquellen im Alltag sollen in Form kleiner Filmbeiträge eingefangen werden. Wichtig: Sie sollen aus der Perspektive von unmittelbar Betroffenen und mit deren Beteiligung entstehen – eventuell mit Hilfe von Angehörigen, Pflegenden, Betreuenden, Selbsthilfegruppen oder auch Schulen. Die drei eindrucksvollsten Filmbeiträge werden mit 500 Euro prämiert und auf KuKuK-TV gezeigt. Die Beiträge müssen bis 30. September 2018 fertiggestellt und eingereicht sein. Ausschreibungsunterlagen und Details: www.demenz-support.de/arbeitsfelder/kukuk/kukuk-tv/lebensanker


Seit 1. Januar 2016 ist der VdK nicht mehr Träger der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)
Der neue Träger, die Sanvartis GmbH, hat den Namen, das Logo und die bekannten Telefonnummern übernommen
Der VdK hat nichts mehr mit dem neuen Träger zu tun.
der VdK hat eine eigene Beratung.

Der direkte Kontakt zur
VdK Patienten- und Wohnberatung Baden-Württemberg

Gaisburgstraße 27
70182 Stuttgart
Telefon (0711) 2483395
patienten-wohnberatung-bw@vdk.de
Öffnungszeiten:
Montag von 9 Uhr bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 16 Uhr
Dienstag und Mittwoch von 9 Uhr bis 14 Uhr
Donnerstag von 10 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 18 Uhr

Fall des Monats
Kostenübernahme nur in Sonderfällen

Peter M. ist am Dienstagabend krank geworden und wird am nächsten Tag nicht arbeiten können. Sein Arbeitgeber verlangt eine Krankschreibung ab dem ersten Tag. Peter M. lebt in einem kleinen Dorf. Die Praxis seiner Hausärztin ist in der nächsten Stadt. Sein Problem: Wie kommt er am nächsten Morgen zu seiner Ärztin? Er selbst ist nicht in der Lage, mit dem Auto zu fahren. Familie, Freunde oder Nachbarn müssen entweder selbst zur Arbeit oder haben wichtige Termine. Öffentliche Verkehrsmittel kommen auch nicht in Frage. Peter M. überlegt, mit dem Taxi zu seiner Ärztin zu fahren, möchte aber nicht auf den Fahrkosten sitzen bleiben. Er ruft bei der VdK Patienten- und Wohnberatung an."Leider haben Patienten bei Fahrten zur Arztpraxis nur in Ausnahmefällen Anspruch auf eine Übernahme der Fahrkosten durch die Krankenkassen", erfährt Peter M. von der Beraterin Zeljka Pintaric. Fahrkosten zu ambulanten Behandlungen werden von den Krankenkassen nur in besonderen Ausnahmefällen übernommen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Versicherte während der Fahrt der fachlichen Betreuung oder der besonderen Einrichtungen eines Krankenwagens bedürfen. Fahrkostenerstattung gibt es auch bei Fahrten zu bestimmten Therapien, die häufig und über einen längeren Zeitraum erfolgen müssen. Das trifft zum Beispiel zu auf Fahrten zur Dialyse sowie zur Chemo- oder Strahlentherapie bei Krebspatienten.
Für pflegebedürftige Versicherte mit Beeinträchtigung der Mobilität ab Pflegegrad drei werden ebenfalls Fahrkosten übernommen. Dies gilt auch für Versicherte, die einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung), Bl (blind) oder H (hilflos) besitzen. Falls Versicherte keine Zuzahlungsbefreiung haben, muss ein Eigenanteil pro Fahrt übernommen werden. Die Zuzahlung beträgt zehn Prozent der Kosten, mindestens aber fünf Euro und maximal zehn Euro, aber nicht mehr als die tatsächlichen Fahrkosten. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche.

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